Der fidele Spross des deutschen Hochadels und gelernte Rechtsanwalt machte vor allem durch seine peinlich vorgelebte Liaison mit einer Nürnberger Witwe Schlagzeilen.

Prinz "Foffi", 64, auf dem Nürburgring - mit Rennmontur und Mandy, Strippaktrice seines Sponsors© Theodor Barth
Ganz und gar nicht! Ich führe einen bescheidenen, zurückgezogenen Lebenswandel und genieße ein einfaches, bodenständiges Leben.
Einfach aus Spaß. Ich habe das Angebot, beim 24-Stunden-Rennen anzutreten, nach einem ärztlichen Check-up und einer Probefahrt gerne angenommen. Hier geht es um Leistung - nicht um Luder.
Ich würde auch für die SPD fahren, wenn die mir einen Wagen und ein Team sponsern würde. Nun ist es eben ein Dienstleistungsunternehmen. Was da rundherum passiert, interessiert mich nicht. Nicht mal die Boxenluder.
Also, ich will ja keinem was beweisen, aber ich stelle doch mit größter Zufriedenheit fest, dass ich nach intensivem Training im Fitnessstudio und mit 14 Kilo weniger auf den Rippen inzwischen fitter bin als mancher junge Kerl.
In diesem Satz sind zwei Wörter drin, die ich erst mal nachschlagen müsste. Aber wenn es die "FAZ" schreibt, wird’s schon stimmen. Die Zeit mit Tatjana war streckenweise sicher ein Possentheater. Mir ist der ganze Schwachsinn über den Kopf gewachsen. Ich bin wirklich froh, dass ich nicht mehr als Ferkel durch die Dörfer getrieben werde. Ich habe da wahnsinnige Fehler gemacht.
Damals habe ich noch extrem traditionsbewusst gehandelt. Total bescheuert! Heute würde ich sagen: Her mit der Kohle.
Ich habe finanzielle Schwierigkeiten, das streite ich gar nicht ab. Das liegt aber keinesfalls an einem ausschweifenden Leben voller Champagnerpartys. Ich bin seit 14 Jahren trocken.
Nein. Und ich werde mich auch nicht groß drum bemühen. Ich laufe jedenfalls ganz sicher nicht mit weißen Fahnen durch die Landschaft und renne niemandem mehr hinterher, dafür bin ich inzwischen doch zu alt. Mit Leuten, die das Individuum nicht achten, die die Nase über andere rümpfen, will ich nichts zu tun haben.
Also der steht es mal mit Sicherheit überhaupt nicht zu, im Namen unseres Hauses zu sprechen. Schon gar nicht als Angeheiratete! Das zeigt nur ihre extreme Selbstüberschätzung - die Frau hat die Bodenhaftung verloren. Sie war in der Familie nie beliebt, und mit Sicherheit hat keiner Interesse daran, von ihr vertreten zu werden.
Gelegentlich brüllt mal einer im Supermarkt über die Regale: "Mensch, ist das nicht der Foffi?" Ich brülle dann immer zurück: "Nein! Der Zwillingsbruder." Mein eigentlicher Spitzname ist "Pfaff". Den habe ich im Internat bekommen, weil mein Religionslehrer, der natürlich wusste, dass Papst Pius XII. mein Patenonkel war, mich immer mit den Worten "Du wirst nie ein Pfaffe!" aus dem Unterricht geschmissen hat. Der Mann hatte recht.
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 22/2007
Zur Person Ferfried Maximilian Pius Meinrad Maria Hubert Michael Justinus Prinz von Hohenzollern- Sigmaringen, geboren 1943 auf Schloss Umkirch bei Freiburg, Enkel des letzten Königs von Sachsen, besuchte das Internat Salem am Bodensee und studierte später Jura. 1971 gewann er als BMW-Werksfahrer das 24- Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Nach drei gescheiterten Ehen und einer ausgeprägten Phase medialer Peinlichkeiten an der Seite von Tatjana Gsell lebt er nun allein an einem - auf ausdrücklichen Wunsch hin - geheim gehaltenen Ort.