In der Wildnis des Gombe-Nationalparks von Tansania studierte die Engländerin über 25 Jahre lang das Leben der Schimpansen und wurde zu einer weltweit geachteten Forscherin.

»Namen statt Nummern«: Jane Goodall (68) mit ihren Schimpansen© Michael Neugebauer, upi
In der Wildnis des Gombe-Nationalparks von Tansania studierte die Engländerin über 25 Jahre lang das Leben der Schimpansen und wurde zu einer weltweit geachteten Forscherin
Zur Person
Jane Goodall, 68, arbeitete bis Mitte der fünfziger Jahre als Sekretärin und Kellnerin, ehe sie 1957 Assistentin des berühmten Paläontologen und Anthropologen Louis S. Leakey wurde - trotz ihrer damals praktisch nicht vorhandenen wissenschaftlichen Qualifikation. Skeptische Kollegen, die ihre fehlende Fachkenntnis kritisierten, wurden jedoch durch aufsehenerregende Forschungserfolge bald eines Besseren belehrt.
Ja, das habe ich mir angewöhnt. Es ist mein Ziel, den Ruf der Schimpansen auf der ganzen Welt zu verbreiten.
Ich habe vor Jahren das »Jane Goodall Institute« gegründet: Wir errichten Waisenheime für Schimpansenjunge, kämpfen für ihre natürlichen Lebensräume. Und wir wollen mit dem Programm »Roots and Shoots« schon die Kinder für Umweltschutz begeistern.
Oh, das ist es auch nicht! Von den 365 Tagen im Jahr bin ich etwa 300 unterwegs. Ich sage immer: Ich bin Engländerin, arbeite in Tansania und lebe in Flugzeugen.
Eigentlich war ich nie eine klassische Wissenschaftlerin. Ich weiß noch, wie geschockt meine Kollegen in den sechziger Jahren waren, als ich meinen Schimpansen keine Nummern, sondern Namen gegeben habe. Ich habe nie diese wissenschaftliche Distanz zu den Tieren gehalten. Sie wurden meine Freunde.