. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
18. Juni 2001, 11:19 Uhr

Wang Dan

Der Pekinger Geschichtsstudent führte die Protestbewegung an, die Chinas Führung am 4. Juni 1989 mit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens niederschlug.

Der Pekinger Geschichtsstudent führte die Protestbewegung an, die Chinas Führung am 4. Juni 1989 mit dem MASSAKER auf dem Platz des Himmlischen Friedens niederschlugZur Person :

Nach der Niederschlagung der Studentenproteste am 4. Juni 1989 - bei dem Blutbad starben mehrere hundert Menschen - stand Wang an der Spitze der Fahndungsliste. Er wurde gefasst, verbrachte fast sieben Jahre in chinesischen Gefängnissen und wurde 1998 in die USA abgeschoben. Bei einer Gedenkveranstaltung für die Toten von 1989 sagte Wang: »Sie werden unsere Stimme niemals zum Verstummen bringen.«

Quält Sie die Erinnerung an die Toten des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens?

Ich denke oft an die Tragödie. Sie ist so lange nicht zu Ende, wie die chinesische Regierung unseren friedlichen Protest als »konterrevolutionäre Rebellion« bewertet.

Gibt es eine Neubewertung?

Sicher, ich bezweifle allerdings, dass dies eine Regierung unter Führung der Kommunistischen Partei tut. Dazu fehlt den Kommunisten der Mut. Aber sie werden nicht mehr lange an der Macht bleiben.

Soll der heutige Parlamentspräsident Li Peng, damals als Premierminister einer der Hauptschuldigen für das Blutvergießen, vor Gericht?

Selbstverständlich müssen einige Politiker juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Wem weshalb der Prozess gemacht wird, soll ein Sondergericht entscheiden, das später in China errichtet werden müsste.

Sind die kürzlich in den Westen geschmuggelten Geheimdokumente der Pekinger Führung von 1989 echt oder gefälscht?

Um dies beantworten zu können, müssen wir warten, bis wir die Originale einsehen können.

Wegen Korruption und überhoher Steuern wächst die Unzufriedenheit der 807 Millionen Bauern. Millionen Arbeiter in den maroden Staatsbetrieben fürchten die Entlassung. Kann sich der Aufstand von 1989 heute wiederholen?

Politische Unruhen sind wahrscheinlich unabwendbar. Vermieden aber werden kann, dass die Regierung darauf erneut mit Gewalt reagiert. Dafür braucht China dringend politische Reformen.

Seite 1: Wang Dan
Seite 2: Kann China eine Demokratie werden?
 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft