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21. April 2010, 07:37 Uhr

Sohn von Michael Douglas muss in den Knast

Ein Gericht in New York hat den Sohn von Hollywood-Star Michael Douglas zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Richter sah es als erwiesen an, dass Cameron Douglas mit Drogen gehandelt hatte - ließ beim Strafmaß aber dennoch Gnade walten.

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Setzte sich vergeblich für seinen Sohn Cameron ein: Hollywood-Star Michael Douglas© Gabriel Bouys/AFP

Wegen Drogenhandels hat ein New Yorker Gericht den Sohn von Hollywoodstar Michael Douglas zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach Ende seiner Strafe bleibe Cameron Douglas für weitere fünf Jahre unter Aufsicht, teilte ein Gerichtssprecher mit. Nach seinen Angaben verzichtete Richter Richard Berman aufgrund einer Reihe schriftlicher Gnadengesuche auf eine härtere Strafe. Die Zuschauerbänke waren laut dem Sprecher während des Urteilsspruchs bis auf den letzten Platz besetzt - zu den Zuhörern zählte demnach auch Michael Douglas.

Der 65-jährige Hollywoodstar hatte zuvor in einem Schreiben an das Gericht um Milde gebeten. "Ich weiß, welchem Druck man ausgesetzt ist, seine eigene Identität zu finden, wenn man einen berühmten Vater hat", schrieb Michael Douglas. Nach seinen Angaben wäre eine Entziehungskur für seinen Sohn besser als eine Haftstrafe. "Er ist ein Erwachsener und für seine Handlungen verantwortlich. Aber wir wissen, wie sich Gene, Familie und der Druck von Gleichaltrigen auf den Missbrauch von Suchtmitteln auswirken", so Michael Douglas weiter. Er selbst ist der Sohn von Hollywood-Legende Kirk Douglas und kämpfte jahrelang gegen Alkoholprobleme, bis er sich Anfang der Neunziger behandeln ließ. Michael Douglas' Halbbruder, Schauspieler und Komiker Eric Douglas, starb 2004 an einer Überdosis Alkohol und Tabletten.

Auch Familienoberhaupt Kirk Douglas hatte sich mit einem Brief an Richter Berman für seinen Enkel eingesetzt: Er würde so gerne noch vor seinem Tod Cameron Douglas als erfolgreichen Schauspieler erleben, schrieb der 93-Jährige.

Cameron Douglas war im vergangenen August in einem New Yorker Hotel festgenommen worden. Er gab zu, mit größeren Mengen der Synthetikdroge Methamphetamin gehandelt zu haben. Dem 31-Jährigen drohte eine Höchststrafe von zehn Jahren. Wegen Drogenvergehens war er bereits 1999 und 2007 inhaftiert.

AFP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
muemmelfrau (23.04.2010, 12:24 Uhr)
@arniston
mutter theresa gelesen ???
nein, bitte um aufklärung.
arniston (23.04.2010, 08:05 Uhr)
einmal schrottiwood bitte .
bei dem durchgedrehten vater ist der sohn doch erst auf stufe 1
@muemmelfrau (22.04.2010, 10:59 Uhr)
mutter theresa gelesen ?
muemmelfrau (22.04.2010, 10:59 Uhr)
schämen sollten wir uns
in einem land, in dem "im namen des volkes" 20 jährige vierfachmörder (eislingen) mit gerademal 10 jahren bestraft werden, sollte man lieber die schnauze halten und sich nicht über "gerechtigkeit oder ungerechtigkeit" bei anderen aufplustern.
Helly (22.04.2010, 09:16 Uhr)
@LadyFrancis
Sie haben bestimmt auch noch mit Serienmördern mitleid?
War gegen das Gesetzt verstößt, muss auch dementsprechend bestraft werden, sonst sind Gesetze sinnlos. Er wusste was passieren könnte, hat dennoch so gehandelt. Selbst schuld.
Frixus (21.04.2010, 20:33 Uhr)
"Angola Island"
Ist mit der härteste Knast in USA. Darüber kam gestern eine Reportage (ich glaube auf N24). Gezeigt wurde unteranderem ein Gefangener der wegen mehrfachen Drogenhandels zu 150 Jahren Haft verurteilt wurde.

Aber ok, Promibonus - da hat der noch mal Glück gehabt.
LadyFrancis (21.04.2010, 18:23 Uhr)
Wieviel Gefühlskälte denn noch?
Sagt mal...ist hier bei all diesem Rache, Neid und Wut-Geschrei nach Gerechtigkeit nicht einer darunter, der mal einen Blick auf den Brief seines Großvaters geworfen hat? ...er möchte Cameron Douglas als erfolgreichen Schauspieler noch erleben....klingelt's denn bei keinem? Schaut doch mal bitte dahin, ehe ihr euch in wildem Geschrei darüber ergeht, dass der arme Kerl unbedingt noch mehr Geld will und wie bevorzugt er doch wäre und werft einen Blick auf den offensichtlichen Druck, mit dem er wohl nicht klarkommt. Und dann: Try walking in his shoes for a day, würde ich da mal vorschlagen.
Mit den besten Empfehlungen,
Francis
MMSterling (21.04.2010, 16:12 Uhr)
naja
Sind wir mal realistisch...Bei uns hätte das 1 Jahr auf Bewährung gegeben. Auch für Arme. Er hatte ja schließlich eine schwere Kindheit.
der-fisch (21.04.2010, 12:06 Uhr)
wen wunderts noch ?
ist doch allgemein bekannt! wer geld hat, hat rechte! biste arm, biste ne wurst!
Ist fast in jedem land so, von daher. ich reg mich darüber nicht auf. gerechtigkeit gibts eh nicht auf dieser welt.
mupfeline (21.04.2010, 12:02 Uhr)
Drogehnhandel?
Und das mehrfach? Und das bei den Einkommensverhältnissen des Vaters? Bei mir hätte es da noch einen Zuschlag gegeben. Und nicht etwa Milde wegen einiger prominenter Gnadengesuche.

Promi müsste man sein - oder Promisohn-tochter ...
Xennia (21.04.2010, 10:33 Uhr)
Vaters schlechtes Gewissen
Michael Douglas hat sich vermutlich, wie viele Promiväter, zu wenig um seinen Sohn gekümmert. Wie er selbst bekannte, war er jahrelang sexsüchtig und eilte von einer Frau zur nächsten. Söhne, die liebende und verantwortungsvolle Väter haben, geraten sehr selten in eine Situation wie Cameron.
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