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"Hören Sie auf, Vergewaltiger zu finanzieren": Rose McGowan attackiert Amazon-Chef

Schauspielerin Rose McGowan erhebt schwere Vorwürfe gegen Jeff Bezos. Der Amazon-Chef habe gewusst, dass Harvey Weinstein sie vergewaltigt habe, aber nichts unternommen. Zeitgleich suspendierte Amazon eine Führungskraft wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung.

Das zum Onlineriesen Amazon gehörende Filmstudio wird in den Missbrauchsskandal um Hollywood-Mogul  hineingezogen. Das Studio suspendierte am Donnerstagabend (Ortszeit) seinen Chef der Unterhaltungssparte, Roy Price. Der 51-Jährige soll gewusst haben, dass Schauspielerin Rose McGowan angeblich von Harvey Weinstein vergewaltigt wurde. Das behauptete die 44-Jährige in mehreren Tweets. McGowan griff auch direkt Amazon-Chef Jeff Bezos an.

"Ich habe dem Chef Ihres Studios gesagt, dass HW mich vergewaltigt hat. Wieder und wieder habe ich es gesagt. Er sagte, das sei nicht bewiesen worden. Ich sagte, ich sei der Beweis", twitterte Rose McGowan an die Adresse von , ohne die Initialen HW aufzuschlüsseln. In einem früheren Tweet hatte sie Weinstein bereits beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben.

"Ich rufe Sie dazu auf, Vergewaltiger, mutmaßliche Pädophile und sexuelle Belästiger nicht weiter zu finanzieren", schrieb sie weiter an Bezos. Weinstein hatte über eine Sprecherin erklärt, er bestreite, nicht-einvernehmlichen Sex mit irgendjemandem gehabt zu haben.

Die Vorwürfe von Rose McGowan sind nicht die einzigen: Roy Price wird vorgeworfen, die ausführende Produzentin der Amazon-Serie "The Man in the High Castle" mit sexuellen Bemerkungen bloßgestellt zu haben. Die Frau sagte dem Magazin "The Hollywood Reporter", Price habe ihr im Sommer 2015 wiederholt unsittliche Angebote gemacht. So habe er im Taxi auf dem Weg zu einer Party gesagt, sie werde seinen Penis lieben. Vor Kollegen auf einer Party habe er außerdem laut "Analsex" in ihr Ohr gerufen.

Harvey Weinstein

Amazon-Unterhaltungschef Roy Price (l.) und Harvey Weinstein im Juni bei einer Preisverleihung in New York


" ist ab sofort beurlaubt", sagte ein Sprecher der Amazon Studios. Für die Projekte, die Amazon derzeit mit Weinsteins Produktionsfirma durchführe, "erörtern wir unsere Möglichkeiten".


jum/DPA/AFP

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