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5. Februar 2008, 18:34 Uhr

Sieg für Sarkozy und Bruni

Die augenzwinkernde Werbung mit Carla Bruni und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy kommt Ryanair teuer zu stehen: Ein Pariser Gericht verurteilte die irische Billigairline zu 60.000 Euro Schadensersatz für Bruni und einen symbolischen Euro für Sarkozy.

Sie sind in Paris das Tuschelthema Nummer eins: Präsident Nicolas Sarkozy und seine frisch angetraute Frau, Carla Bruni© Aurelie Audureau/EPA/DPA

Ein Pariser Gericht hat den Billigflug-Anbieter Ryanair wegen eines Werbespots mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und seiner neuen Frau Carla Bruni zu einer Entschädigungszahlung verurteilt. Bruni, die 500.000 Euro verlangt habe, erhalte 60.000 Euro, berichtete der Sender France-Info. Sarkozy bekomme wie gewünscht einen symbolischen Euro. Das Paar hatte wegen Verletzung des Rechts am eigenen Bild geklagt.

Die Annonce war am Montag vergangener Woche in "Le Parisien" erschienen, die Verbreitung über das Internet war enorm. Unter der Überschrift "Ryanair: Für alle Gelegenheiten" waren Bruni und Sarkozy mit breitem Lächeln zu sehen. Über Brunis Kopf eine Sprechblase: "Mit Ryanair kann meine ganze Familie zu meiner Hochzeit kommen." Für Ryanair ist das Urteil "befriedigend", wie Sprecher Peter Sherrard kommentierte. Sarkozy und Bruni hatten getrennt geklagt, die beiden Klagen wurden aber gemeinsam verhandelt.

Die Airline will sogar noch 60.000 Euro für Wohltätigkeitsorganisationen nach Sarkozys Wahl drauflegen. Als Grund nannte Sherrard "die außergewöhnliche weltweite Publicity, die uns die einmalige Anzeige beschwert hat". Ryanair hatte sich bereits in einem Brief beim Präsidenten und bei Bruni entschuldigt und zugesagt, die Annonce kein zweites Mal zu schalten. Diese sei ein lustiger Kommentar zu einer Angelegenheit von großem öffentlichen Interesse in Frankreich gewesen. Die Spekulationen über eine Hochzeit der beiden hatte wochenlang die französische Presse beherrscht, am Samstag gaben sie sich schließlich in einer diskreten Zeremonie im Élysée-Palast das Ja-Wort.

Neue Bücher über Bruni enthüllen delikate Details

Unterdessen erscheinen in Frankreich innerhalb weniger Tage gleich drei Bücher über die italienische Sängerin, die nur wenige Monate nach Sarkozys Scheidung zur Ersten Dame Frankreichs geworden ist. Sie enthalten amüsante Details über den Beginn der Beziehung der beiden. Bruni habe Sarkozy bereits am ersten Abend ihrer Begegnung angeboten, auf einen Kaffee mit in ihre Wohnung zu kommen. Dies habe Sarkozy mit der Bemerkung abgelehnt: "Am ersten Abend nie."

Anfang Dezember habe ihr Sarkozy ein Ultimatum gestellt, sie müsse bis Ende des Jahres entscheiden, ob sie ihn heirate. "Ich sitze protokollarisch dick im Mist", schrieb er in einer SMS. Bruni wird ihrerseits in einem der Bücher mit den Worten zitiert: "Ich möchte einen Mann, der die Nuklearmacht hat."

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Schnaafpaaf (06.02.2008, 16:56 Uhr)
So ein lächerlicher Kasper
und die Finger am Drücker der FRA Atomwaffen! Unvorstellbar! Vielleicht gibt er ihr auch mal den "Atomkoffer" zum Spielen, soll ja enorme erotisierende Wirkung haben. Die Franzosen sollten sich dieses gemeingefährlichen Deppen schnellstens entledigen, muss ja nicht gleich die Guillotine sein:
S.H. (06.02.2008, 12:50 Uhr)
einkalkuliert
Entschädigungssummen werden bei solchen Sachen einkalkuliert. Wie vor mir schon jemand sagte, hat Ryanair hier viel Publicity für wenig Geld bekommen.
fixsternchen (06.02.2008, 10:48 Uhr)
Brubersar
Demnächst wird ja Berlusconi für Bruni wieder interessant - und der ist Italiener.
Wäre doch für die Klatschpresse nicht mehr zu überbieten: Berlusconi spannt Sarkozy die Bruni aus!
Schönes Europa...
fixsternchen (06.02.2008, 10:43 Uhr)
Was heisst hier teuer?
Für Ryanair war das doch wohl ein Schnäppchen. Ging durch alle Gazetten. Wenn das mal einer hoch rechnet, hätte es ein mehrfaches gekostet.
georgy_22 (06.02.2008, 08:57 Uhr)
Lachhaft!
Der Mann macht sich in aller Welt doch nur noch lachhaft! Er zieht sein Privatleben quer durch die ganze Schmierpresse und regiert neben bei noch eines der mächtigsten Länder Europas, gar der Welt. Unglaublich!
FlyingDutchman (05.02.2008, 21:32 Uhr)
Naja, wenn Sarko soweiter macht ...
... dann hat sie ih wahrscheinlich noch obwohl er die Atommacht nicht mehr hat.
.
Ob sie schon weiss welcher Typ Mann noch auf ihrer Liste fehlt.
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