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16. Mai 2011, 14:50 Uhr

"Ich bin ein Befürworter der Vermeidung von Realität"

Überraschungen mag Woody Allen gar nicht - zumindest, wenn es um seine großen Idole geht. Da bleibt er doch lieber bei seinen unrealistischen Vorstellungen und verschließt sich den menschlichen Fehlern von Hemingway, Picasso und Dalí.

Woody Allen, Midnight in Paris, Adrien Brody, Salvadore Dali, Corey Stoll, Vorbilder, 14521

Woody Allen will sich seine Vorbilder nicht von menschlichen Fehlern vermiesen lassen© Francois Guillot/AFP

Der neue Film von US-Regisseur Woody Allen, Midnight in Paris", liest sich wie ein Who-is-who der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts: Nicht nur Schriftsteller Ernest Hemingway erhält seinen Auftritt, auch die Maler Matisse, Lautrec, Picasso und Dalí geben sich die Ehre.

"Ich hätte Hemingway, Matisse, Lautrec, Picasso, Dalí, Stein gerne in Wirklichkeit kennengelernt", bekannte der Regisseur jetzt im Gespräch mit dem US-Boulevardblatt "New York Post". Ein Wunsch, der dem 75-Jährigen freilich verwehrt bleiben muss: Schließlich verstarb Hemingway bereits 1961, Dalí 1989. An zu viel Realität sei es dem Filmemacher aber sowieso nicht gelegen. So erklärte Allen, seine Ikonen nicht als "makelhafte Abbilder der Menschheit" kennenlernen zu wollen, sondern nur als Ausgeburten seiner eigenen, idealisierten Vorstellung. Zu menschlich dürften seine Idole also nicht werden. "Ich bin ein Befürworter der Vermeidung von Realität", zitiert die "New York Post" den Hollywoodregisseur.

jwi/Cover Media
 
 
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