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"Pate der Weltmusik" stirbt mit 92 Jahren

Die Musikwelt trauert um Ravi Shankar. Der indische Sitar-Maestro ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Mit seiner Musik und seinen spirituellen Weisheiten beeinflusste er auch die Beatles.

Der indische Musiker und Sitar-Maestro Ravi Shankar ist tot. Die Ravi-Shankar-Stiftung teilte am Mittwoch mit, der Weltstar sei am Vortag im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus im kalifornischen San Diego gestorben. Der dreimalige Grammy-Gewinner machte indische Musik in der westlichen Welt populär und beeinflusste zahlreiche Bands wie die Beatles.

Er war der Vater der prominenten Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und der weltberühmten Soul- und Jazzsängerin Norah Jones.

Letzte Gedanken im neuen "Stern"

Erst vor Kurzem wurde Shankar mit seinem Album "The Living Room Sessions Part 1" für einen Grammy-Award nominiert. Im kommenden Februar findet die Preisverleihung statt. In der Kategorie "Bestes Weltmusik-Album" tritt er posthum unter anderem gegen seine Tochter Anoushka an, die mit ihrem Album "Traveller" ins Rennen geht. Zwischen 1967 und 2001 gewann Shankar bereits drei Grammys. Für den Film "Ghandi" mit Ben Kingsley in der Hauptrolle komponierte er die Filmmusik und wurde dafür für einen Oscar nominiert. Er verlor aber gegen John Williams' Beitrag für "E.T. - Der Außerirdische".

Shankar hatte Atemwegs- und Herzprobleme und war vor wenigen Tagen in San Diego operiert worden. Fernsehsender in seinem Heimatland Indien unterbrachen für die Nachricht über den Tod des Musikers ihr Programm und brachten Sondersendungen. Shankar war auch Mitglied des Oberhauses des indischen Parlaments.

Shankar brachte Beatles-Gitarrist George Harrison das Sitar-Spielen bei und trat 1969 auf dem legendären Woodstock-Festival auf. In einem seiner letzten Interviews sprach er mit dem Magazin "Stern" über seine Begegnungen mit Harrison und seine Zeit als Guru.

ono/fle/DPA/DPA

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