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15. Oktober 2009, 22:00 Uhr

Sandkastenliebe

Der Kinderspielplatz gilt als der unerotischste Ort der Welt. Nido-Autorin Maria Saleri sieht das anders. Für sie ist es der perfekte Platz, um attraktive Menschen kennen zu lernen. Und nirgends lässt sich eine unkomplizierte Affäre leichter anbahnen.

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Flirten auf dem Spielplatz ist auch in Hollywood ein Thema, wie der Streifen "The Shape of Things" aus dem Jahr 2003 beweist© Cinetext

Stolz bin ich nicht auf meine zwei Affären. Ich bin mir aber auch sicher, dass ich für das, was ich getan habe, nicht in die Hölle kommen werde. Ich bin ein Risiko eingegangen, es hat Spaß gemacht und zum Glück meine Ehe nicht ruiniert. Jetzt ist es erst mal vorbei. Ich möchte hier auch keine Werbung fürs Fremdgehen machen. Fremdgehen ist keine ehrenvolle Sache. Was ich aber einfach feststelle: es gibt einen Ort, der ja interessanterweise auf den ersten Blick der unmöglichste aller Orte ist, um eine Affäre anzubahnen - in Wirklichkeit aber einer der besten dafür ist. Der Kinderspielplatz.

Bei beiden kurzen Affären, die ich eingegangen bin, seit ich fest liiert und Mutter bin (fast sieben Jahre), habe ich die Männer auf Spielplätzen kennengelernt. Es hätten auch vier oder sieben Männer werden können, ohne dass ich aussehe wie Scarlett Johansson. Warum ich fremdgegangen bin? Ich will nicht mit Eheproblemen langweilen. Aber ich bin bestimmt nicht allein. Ich kenne jede Menge Frauen, die über eiskalten Gewohnheitssex jammern und erzählen, dass sie sich manchmal fühlen wie ein Gefängnisinsasse; die feststecken im ewigen Gezeitenlauf aus Kita-Öffnungszeiten, Wäschewaschen und Kinderzimmer- Aufräumen; die kaum noch andere Menschen kennen lernen, Männer oder Frauen. Die mich mit gestresstem Blick anschauen und fragen: "Wann zum Teufel soll ich überhaupt noch Männer treffen?" Meistens antworte ich nichts.

Der Spielplatz ist für Eltern oft die einzige realistische Möglichkeit, andere Menschen kennen zu lernen. Bars? Haben für mich nie funktioniert. Die wenigen Reisen, die man ohne Familie macht: Vergiss es! Der Spielplatz dagegen: Ruhe, Zeit, Gelegenheit. Mein größerer Sohn ist schon in der Schule, der kleine ist eineinhalb, wir haben einen langen Großstadtsommer hinter uns, und ich bin mit mehr guten Männern ins Gespräch gekommen, auch jenseits vom Flirten, als meine verzweifelten Single-Freundinnen in ihren Internetbörsen zusammengenommen.

Der ideale Ort, um Männer zu beobachten

Noch besser als Gespräche finde ich eigentlich das Beobachtenkönnen. Das ist, für mich, auch nicht zu trennen vom Verlieben - wobei "verlieben" vielleicht ein zu großes Wort ist. "Verknallen" ist besser, "begehren" auch - aber nennt es wie ihr wollt. Spielplätze sind der ideale Ort, um Männer zu beobachten. Und ehrlich gesagt: Was soll man sonst auch machen, außer in der Gegend rumzugucken, wenn das eigene Kind in Ruhe im Sandkasten spielt und man sich nicht mit wildfremden Müttern durch Unterhaltungen über geplatzte Windeln oder ein neues Zähnchen, das durchbricht, verschwestern will.

Dann lieber fremden Männern nachschauen. Und es werden immer mehr, zumindest da, wo ich wohne, in Berlin. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in den einschlägigen Wohnvierteln der Freiberufler, der Künstler, der Vätermonatsnehmer und krisenbedingt der Arbeitslosen in Hamburg oder Köln so anders zugehen sollte. Die Frauen sind noch in der Überzahl auf dem Spielplatz, aber Männer sind auf keinen Fall mehr so rar, dass ihre Anwesenheit dort als sensationelle Exotik gilt.

Gefunden in...

Gefunden in... ...der Zeitschrift Nido. Titelthema in der aktuellen Ausgabe: Freunde fürs Leben! Das Heft ist ab dem 16. Oktober im Handel erhältlich.

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KOMMENTARE (9 von 9)
 
jogginghose123 (16.10.2009, 12:07 Uhr)
ts ts ts
Was diese frau da schreibt ist ja der reinste hohn der emanzipierung?so lange haben die frauen für gleichberechtigung gekämpft, nur damit ihnen so ne dahergelaufene erzählt wie langweilig es ja ist, in der ehe mit kindern gefangen zu sein und wie sich die gelangweilte dann doch n bischen abwechslung durch fremdgehen holen kann?.traurig ! ich bin selber so ein vater der mit seiner tochter (2,5 jahre) auf n spielplatzt geht ! und danke nein, ich möchte nicht von einer egomanischen, gelangweilten hausfrau in kategorienen (genug muskeln, ausreichend witzig) eingeteilt werden ! nicht nur das sie ihre eigene ehe nebst familienglück für so etwas kurzweiliges wie sex mit nem fremden aufs spiel setzt, nein sie setzt ja auch noch die ehe des fremdem nebst familienglück aufs spiel. Also wenn meine frau mir fremd geht, dann ist das DER trennungsgrund schlecht hin ! ich könnte ihr nie wieder vertrauen und das ist es, worauf meine ehe aufgebaut ist : vertrauen ! aber vielleicht bin ich ja altmodisch und / oder spießig ! sollen sich doch die jungen, modernen und egoistischen paare untereinander betrügen und belügen bis die scheidungsquote bei 99,9 % liegt. dann bilde ich mit meiner frau den kleinen ruhigen pol, um den sich das familienglück unserer tochter dreht ! ! !
manndernichtdaist (16.10.2009, 10:53 Uhr)
männer sind schweine?
ich empfehle vollassi toni
http://www.youtube.com/watch?v=Ztcxd59d_CQ


der hat recht.
nalogo (16.10.2009, 10:14 Uhr)
Boah...
...ist diese Story schlecht geschrieben.
"Der Spielplatz ist für Eltern oft die einzige realistische Möglichkeit, andere Menschen kennen zu lernen. " Klar..
paulali (16.10.2009, 09:05 Uhr)
klingt
ja alles ein bischen konstruiert ... ich finde den Beitrag ziemlich blöd . Aber mir ist meine Zeit zu schade dafür, mich in die egoistische Psyche der Autorin reinzuversetzen.
sonar789 (16.10.2009, 08:30 Uhr)
Ich will mich hier jetzt nicht zum Moralapostel aufschwingen. Habe selber schon genügend Blödsinn gemacht in meinem Leben. Aber der Egoismus der Autorin ist schon extrem. Ich denke zu "eiskaltem Gewöhnungssex" gehören immer zwei. Auf die Idee vielleicht mal an ihrer Beziehung zu arbeiten kommt die Autorin anscheinend nicht. Das ist es aber was eine gute Beziehung ausmacht. Dass man eben nicht sofort alle Zelte abbricht wenn mal was nicht so läuft. Ausserdem sollte Sie sich darüber im Klaren sein das so eine Geschichte schnell mal die ganze Familie hätte zerstören können. Inklusive der Zukunft ihrer Kinder. Wenn man alleine ist, ist man für sich selbst verantwortlich. Wenn man heiratet und Kinder bekommt ist man auch für andere verantwortlich. Ich finde wenn man das Gefühl hat noch viel Fremdf***en zu müssen sollte man nicht heiraten und Kinder bekommen. Insgesamt ist das Denkmodell der Autorin auf dem Stand einer 17 jährigen.
Sanjoaquin (16.10.2009, 08:06 Uhr)
Sehr clever
Sogar in ein Hotel einer Kleinstadt ist sie ausgewichen, die schlaue NIDO-Autorin, damit sie nicht entdeckt wird. Jetzt muss sie bloss noch ihrem Ehegatten den Internetzugang abdrehen, damit der ihr nicht draufkommt.
allesklar (16.10.2009, 05:11 Uhr)
Mein Gott
Wollt Ihr das ich eine Luegengeschichte ueber meine Einkaufserfahrung schreibe? Entschuldigung - wo finde ich ... ... und schon gibt es ein Gespraech! - besonders wen sie SEXY ist. Und viele Frauen machen Maenner beim Einkaufen an - Blick in den Cart - aha nur kleine portionen = single = attacke!= mit dem po wackeln. Besser als auf dem Spielplatz. ( PS: Bitte Geschichte nicht klauen - und veroeffentlichen)
vegefranz (15.10.2009, 22:55 Uhr)
@ruppert: nicht aufregen - so einen Mist kann noch nicht mal eine Hardcore-Emanze ernst meinen


@ruppert: nicht aufregen - so einen Mist kann noch nicht mal eine Hardcore-Emanze ernst meinen.

Männer mit Kindern auf Kinderspielplätzen? klar, wird es schon geben. Warum auch nicht. Aber ansonsten ist das wohl eine schlecht ausgedachte Geschichte


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RupertM (15.10.2009, 22:43 Uhr)
Deswegen lohnt es sich nicht mehr zu heiraten...
... während Mann dabei ist den Lebensunterhalt zu verdienen, vergnügt sich Frau mit ihrer "Sandkastenliebe".

Aber ist ja nicht schlimm. Ich bin zwar nicht stolz drauf, but who cares...? Ist doch nur ein bisschen Fremdficken. Und auch noch gut für die Ehe ja ganz gewiss! Also eigentlich ist das doch ganz toll, also sollten es alle machen, deswegen schreib ich jetzt diesen Ratgeber!
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