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Eines Tages erschien Kaiser Karl V. (der, in dessen Reich die Sonne nicht unterging) am Grab des Wilhelm Beukelzoon und leerte zum Gedenken einen Humpen Bier. Der Kaiser huldigte so dem Fischer, der 1395 den Matjes-Hering erfunden hatte.
Der Mensch ist unersättlich. Kaum ist Karneval vorbei, will er schon wieder Möpse sehen. Verkatert schleppt er sich zum Kühlschrank und sucht dort, was ihm hilft. Sauer eingelegte Fische kommen dabei gut, Rollmöpse am besten. Wohl dem, der sich beizeiten ein paar einlegt.
Seit Jahren beraten die Politiker, wie sie die Krankenkassen sanieren sollen. Warum nicht mit Matjes? Die enthalten 18 Prozent Fett, darunter viele Omega-3-Fettsäuren. Mit Matjes auf Krankenschein ließen sich a) die Herzerkrankungen reduzieren, b) die Kardiologenhonorare begrenzen und c) Arzneimittelkosten senken. Rätselhaft, warum die FDP mit ihrem "Projekt 18" noch nicht angebissen hat.
Die Matjesfilets trockentupfen und sehr fein hacken. Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Den Apfel schälen, entkernen und in dünne Streifen schneiden.
Vor dem Servieren die Sahne halb steif schlagen, 2–3 EL Rote-Bete-Saft unterrühren, damit sie sich rosa färbt.
Den Dill waschen, trockenschütteln, von den Stielen zupfen und fein schneiden. Die Kapern etwas hacken und mit Dill, Olivenöl, Aceto Balsamico und den restlichen Matjesstreifen vermengen.
Gurkenwürfel in einer Schüssel mit der Gemüsebrühe mischen und auf zerkleinertes Eis stellen.
Wir befinden uns im Jahre 2007 n. Chr. Was den Matjes-Markt angeht, ist ganz Deutschland von den Holländern besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Holsteinern bevölkerter Ort hört nicht auf, seinen eigenen Matjes zu machen.
Zwei Brötchenhälften, etwas Zwiebel, ein Matjes oder Bismarckhering - so einfach ist das Rezept für Fischbrötchen. Die ganze Vielfalt gibt es unter dem Motto «Meer auf die Hand» beim Weltfischbrötchentag in Schleswig-Holstein zu sehen.
Der Zivildienst ist Geschichte. Nun soll der Bundesfreiwilligendienst den Sozialapparat am Laufen halten. Soziale Einrichtungen fürchten den Kollaps. Ein Besuch auf St. Pauli.
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