. .
Lifestyle - Neuigkeiten und Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
11. November 2011, 10:55 Uhr

Murray hält sich für "dumm", aber unschuldig

Michael Jacksons Leibarzt fühlt sich von dem Popstar in eine Falle gelockt. In einem Interview sagte Conrad Murray, Jackson habe ihn unter falschen Voraussetzungen angestellt. Murray mache sich keine Vorwürfe. Eine Dummheit habe er allerdings begangen.

Conrad Murray, Michael Jackson, Prozess, Verurteilung, Schuld, gefängnis, Selbstmord

Bereits Wochen vor dem Schuldspruch erklärte Conrad Murray in einem Interview, dass er von Michael Jackson reingelegt wurde© Reuters

Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray fühlte sich von dem Popstar aufs Glatteis geführt. Jackson habe ihm den Posten unter der falschen Angabe angeboten, er sei gesund und es gehe nur um einfache medizinische Behandlungen und Beratung, sagte Murray in einem Interview mit dem britischen Sender Channel 4, das am Donnerstagabend ausgestrahlt wurde. Nachdem er angefangen habe, für Jackson zu arbeiten, habe er sich verpflichtet gefühlt, bei ihm zu bleiben. Jackson habe ihn ständig an seiner Seite gewollt.

Der "King of Pop" war im Juni 2009 gestorben, nachdem Murray ihm ein Narkosepräparat als Schlafmittel gegeben hatte. Der Kardiologe war in dieser Woche in Los Angeles von einem Gericht schuldig gesprochen und wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Das Strafmaß steht noch aus. Das Interview wurde vor dem Schuldspruch aufgenommen.

Arzt für die Kinder

In der Dokumentation des Senders erklärte Murray, Jackson habe ihm zu Beginn seiner Arbeit gesagt, ihm gehe es gut. Murray habe vor allem nach Jacksons Kindern schauen und für sie da sein sollen, wenn sie krank wurden. Auch habe Jackson ihm aufgetragen, der Familie bei einer besseren Ernährung zu helfen und darauf zu achten, dass sich jeder die Hände wäscht, um keine Infektionen zu bekommen.

"Als ich dann einmal dabei war, war ich gefangen," sagte Murray. Jackson habe ihm aber sicherlich nicht bewusst Schaden zufügen wollen. Der Popstar habe ihm gesagt, er sei sein einziger wirklicher Freund. Murray betonte, er habe sich selber keine Vorwürfe zu machen. Seine Arbeit sei stets "einwandfrei" gewesen.

Propofol-Gabe nicht absichtlich verschwiegen

Allerdings räumt Murray ein, dass ihm nach dem Tod Jacksons Fehler unterlaufen seien. Er habe der Polizei nicht gesagt, dass er Jackson als Einschlafhilfe Propofol gegeben habe, da er dachte, dies sei "nicht wichtig". Außerdem sei er danach "nie gefragt" worden. Murray räumte auch ein, dass es ein Fehler gewesen sei, keine Aufzeichnungen aufbewahrt zu haben. Das sei aber "nicht ursächlich" für den Tod Jacksons.

In der Zeitspanne von einer Stunde und 40 Minuten, die zwischen dem Spritzen des Schlafmittels und dem Notruf vergingen, überprüfte Murray nach eigenen Angaben die Lebenszeichen des Musikers, bevor er für Telefongespräche ins Nachbarzimmer ging. Er gab zu, dass es "dumm" war, zwischendurch nicht noch einmal nach Jackson zu sehen.

Murray war am 7. November von einem Gericht in Los Angeles wegen fahrlässiger Tötung an Michael Jackson schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß von bis zu vier Jahren soll am 29. November bekannt gegeben werden.

swd/DPA/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Selbstmord befürchtet Wärter lassen Jackson-Arzt nicht aus den Augen

Ein Tag nach dem Schuldspruch wird der Leibarzt von Michael Jackson im Gefängnis auf "suicide watch" gesetzt. Gleichzeitig spült eine erste TV-Dokumentation unappetitliche Details vom Prozess an die Oberfläche. Murray sei finanziell am Verkauf des Films beteiligt, heißt es. mehr...

Schuldspruch für Jackson-Arzt Murray hofft auf Hausarrest

Conrad Murray ist schuld am Tod von Michael Jackson. So hat es die Jury entschieden. Ob er in Haft kommt, ist jedoch fraglich. Das Urteil könnte sich für den Arzt zudem als äußerst lukrativ erweisen. mehr...

Staatsanwalt David Walgren im Murray-Prozess Der knallharte Sunnyboy

Seit Wochen lehrt er die Anwälte von Conrad Murray das Fürchten: David Walgren hat auch in seinem Schlussplädoyer alle Register gezogen, um den Leibarzt von Michael Jackson hinter Gitter zu bringen. Obwohl knallhart, ist der Staatsanwalt ein Frauenschwarm. mehr...

Prozess gegen Conrad Murray In den Händen der Geschworenen

Nach fast sechs Wochen, 49 Zeugenaussagen und erschreckenden Enthüllungen aus dem Privatleben von Michael Jackson ist der Prozess gegen seinen Arzt Conrad Murray beendet. Über dessen Schicksal entscheiden jetzt zwölf Geschworene - vielleicht schon heute. mehr...

Popquiz Wie gut kennen Sie "Jacko"?

Michael Jackson starb im Juni 2009 mit nur 50 Jahren in Los Angeles an einem Herzinfarkt. Erinnern Sie sich noch an die vielen Storys, die sich um den "King of Pop" rankten? Der Jacko-Wissenstest auf stern.de. mehr...