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8. Januar 2004, 17:15 Uhr

Ein Modell für Millionen

Lagebesprechung mit Sarah Rissen von Otto© Katja Heinemann

Doch Barbara Becker arbeitet hart daran, ein unabhängiges Leben zu führen. Als Schmuckdesignerin hat sie seit Jahren einigen Erfolg. Jetzt sucht sie nach einer Manufaktur, weil sie mit der Heimarbeit die Nachfrage nicht befriedigen kann. Allein bei Jalaine gingen neulich acht Perlenketten in zwei Tagen über den Tisch. Vor einem Jahr machte ihr der Otto-Versand ein Angebot, das sie nicht ablehnen konnte. Becker bekam ihre eigenen Seiten im Katalog sowie eine Kollektion, die nach ihr benannt ist. "Und perfekt zu ihrem Typ passt", wie Frau Rissen sagt: sehr sportlich, besser verarbeitet als üblich und deswegen auch preislich etwas gehoben. Barbara Becker ist nun die Nachfolgerin von Claudia Schiffer und Verona Feldbusch und die Kollegin von Heidi Klum.

Warum hat das größte Versandhaus der Welt ausgerechnet Barbara Becker zur Vertreterin erkoren? "In den Zeitschriften steht doch regelmäßig, ich sei eine Stilikone", sagt sie und grinst. Sie interessiert sich schon seit der Kindheit für Mode, und sie vermutet, dass ihr Stil - sie kombiniert teure Designer gern mit H&M oder Zara - bestens passt zu dem Massenunternehmen.

Sarah Rissen ist bei Otto für die Models verantwortlich, sie hatte schon länger in der deutschen Promi-Szene nach jemandem gesucht, der Claudia Schiffer ersetzen könnte. "Am Ende stand für mich fest, es konnte nur Barbara werden." Warum? "Sie steht für guten Geschmack, sie hat das Image, eine starke, selbstbewusste Frau zu sein, und mit 37 passt sie auch altersmäßig zu unserer Zielgruppe. Barbara ist perfekt." Das Versandhaus testete, wie die Kunden auf Katalogseiten mit Becker reagieren, und siehe da: Die Produkte schnitten überdurchschnittlich gut ab. Die deutschen Frauen können sich mit Barbara Becker identifizieren, weil sie bewundern, wie Becker ihr Leben nach der Scheidung bewältigt. In etwa: "Babs hat wie viele von uns schon eine Menge Mist erlebt. Wir wünschen ihr alles Gute. Wir kaufen ihre Kleider."

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 03/2003

 
 
 
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