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Knapp drei Monate war der deutsche Bauingenieur Rudolf Blechschmidt in den Händen afghanischer Taliban-Kämpfer. Sie bedrohten ihn, sie erschossen seinen Freund, sie zogen mit ihm nachts durchs Hochgebirge - und sie pflegten ihn, als er krank wurde.
Rudolf Blechschmidt hat die zwölf Wochen lange Geiselhaft in Afghanistan überlebt. Sein Kollege Rüdiger Diedrich überstand nur wenige Tage. Dem stern erzählt der Ingenieur, wie er versuchte, seinem Kollegen zu helfen - und warum er sich immer noch Vorwürfe macht.
Rudolf Blechschmidt, Ex-Geisel in Afghanistan, hätte nach eigenen Worten Wochen früher befreit werden können. Dem stern sagte er, der afghanische Geheimdienst habe die Verhandlungen aus "Geldgier" erschwert. Auch das Verhalten deutscher Diplomaten sei irritierend gewesen.
Die beiden Schlimmsten nannte er "Psychopath" und "Sadist". Doch nach Wochen in Taliban-Gefangenschaft erlebte die deutsche Ex-Geisel Rudolf Blechschmidt, wie sich die Einstellung seiner Entführer zu ihm änderte. Am Ende retteten sie ihm sogar das Leben. Dem stern erzählte Blechschmidt von diesem faszinierenden Prozess.
Drei Monate befand er sich in den Händen der Taliban. Nun berichtet der deutsche Bauingenieur Rudolf Blechschmidt im am Mittwoch erscheinenden stern erstmals ausführlich über seine Geiselhaft in Afghanistan und seine islamistischen Entführer. Dabei widerspricht er der Darstellung der Bundesregierung.
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Bis zuletzt lief alles schief, was schief laufen konnte: Der Freilassung des deutschen Ingenieurs Rudolf Blechschmidt aus der Hand seiner afghanischen Entführer ging ein monatelanges Tauziehen mit zahlreichen Beteiligten voraus - ein Fall im Graubereich von Stammesfehden und Kriminalität.
Der im Juli in Afghanistan entführte Deutsche Rudolf Blechschmidt ist freigelassen worden. Er war zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Diedrich am 18. Juli in der Provinz Wardak verschleppt worden. Diedrich erlitt in der Gefangenschaft einen Schwächeanfall und wurde erschossen.
Von dem im Juli in Afghanistan entführten Deutschen Rudolf Blechschmidt gibt es ein neues Lebenszeichen. In einem Video bittet der Ingenieur die Bundesregierung, sich verstärkt für seine Freilassung einzusetzen.
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