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Diktat

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Nachrichten-Ticker
Netanjahu warnt in Paris vor Palästinenserstaat durch "UN-Diktat"

Angesichts der innerpalästinensischen Versöhnung und der möglichen einseitigen Ausrufung eines Palästinenserstaates hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu um Rückendeckung in Frankreich geworben.

Nachrichten-Ticker
Kritik im EU-Parlament an deutsch-französischem "Diktat"

Im Europaparlament ist harsche Kritik an den von Deutschland und Frankreich vorgeschlagenen neuen Defizitregeln laut geworden.

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Der Duden bittet zum Diktat

Seit 125 Jahren achtet der Duden auf das richtige Schreiben - jetzt will er auch das schnelle Schreiben fördern.

Gewichtskontrolle
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Das Diktat der Waage hält schlank

Nach der Diät bloß nicht dauernd auf die Waage stellen - diesen Rat gibt man frisch Erschlankten gern mit auf den Weg. Nun haben Forscher gezeigt, dass offenbar genau das Gegenteil wahr ist.

Proteste gegen Wahlausgang in Ägypten
Proteste gegen Wahlausgang in Ägypten
Teufel oder Beelzebub

Viele Ägypter sind sauer. Statt einer demokratischen Zukunft haben sie nur noch die Wahl zwischen einem Islamisten und einem Vertreter des alten Regimes im Präsidentenamt. War die Revolution umsonst?

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Kuscheltiere/Schinkenbrote (88.)

Oder: Ein Weekend, diesmal nur mit dem Papi und seiner süssen Tochter. Worum es heute geht: ein Diktat, ganz echt viele Kuscheltiere, zwei Teetassen, zwei Wärmflaschen, ziemlich viele Knackbonbons, Heidi und Klara und ein New York-Buch. An diesem Wochenende hat der getrennte Papi seine süsse Tochter Marie mal alleine; Alexander ist mit seiner Mama zum Skifahren gedüst. Und diesmal hat Marie besonders viele Kuscheltiere zum getrennten Papi mitgenommen, genau genommen eine Reisetasche voll, exakt 16 Stücker. Ihre Namen: Jama (Golden Retriever, ein Welpe), Xavier (ein Mischling), Bello (noch ein Mischling), Bali (ein Baby-Gorilla), Purzelchen (ja, ein Mischling), Hanni und Nanni (Labradore), Blacky (Baby-Collie), Puschel (Mischling), Kiki (Cockerspaniel), Carrie (wie aus "Sex and the City", noch ein Labrador), Timi (Basset), Floh (Golden Doodle), Pauli (Golden Doodle, groß), Tobi (Terrier) und Lulu (noch ein Golden Doodle). Gerade liegen sie allesamt auf dem Sofa und haben das Diktat verfolgt, dass der getrennte Papi mit seiner Tochter übt, einige Seiten aus dem Buch "Käpt'n Lotta und der vieräugige Hermann" - ein dolle Piratengeschichte. Marie ist etwas ungeduldig, denn sie muss unbedingt "Heidi" gucken, die Folge, in der Heidi in Frankfurt so ein Heimweh bekommt, dass sie schlafwandelt und von den Bergen träumt. Passend dazu gibt es zwei große Tee-Tassen (mal Rotbusch mit Orange), schön heiß. Dabei korrigieren wir das Diktat, Marie hat es ziemlich gut geschrieben, einige total unnötige Flüchtigkeitsfehler hat es.  Okay, wir wiederholen die Worte jeweils einige Male und lesen sie dabei laut. Das klappt eigentlich immer gut und dann hat's Marie auch für heute geschafft und sich und ihrem getrennten Papi zwei Wärmflaschen verdient. Das lieben wir: Mit Wärmflaschen auf dem Sofa zusammenliegen und quatschen, zwischendurch "Phineas & Ferb" (sooo cool) gucken, eben Tee schlürfen und auch mal ein Knackbonbon wegschnaseln. Allerdings nicht zu viele, denn gleich gibt's eine Brotzeit (Leberwurst- und Schinkenbrote, Möhrchen und hinterher Vanille-Quark). Dabei werden wir uns einen Bildband anschauen, "Spaziergänge durch das alte New York" mit schönen Bildern, Gemälden und Zeichnungen wie u.a das historische Manhattan ausgesehen hat, Central Park, Columbus Circle, Flatiron Building oder die Statue of Liberty. Wir 2 träumen uns also mal kurz über den Atlantik, hin und zurück. Morgen gehen wir dann auf der zugefrorenen Alster spazieren, das wird bestimmt grandios. Alsbald dann wieder mehr vom getrennten Papi...

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Eine Engelsgeduld (62.)

Oder: Es ist so wunderbar, Kinder zu haben, es ist so wunderbar. Worum es heute geht: Streicheln, Streicheln, Streicheln, die Stirn mit der Narbe, die hohe Stirn, die Stirn des getrennten Papi, ein Diktat mit nur einem Fehler, morgen bitte früher wecken und eine verdammte Lüge mit fünf Buchstaben, die den Kindern nicht zu erklären ist. Der getrennte Papi hat heute zuerst Alexander ins Bett gebracht, weil Marie noch mit meiner Schwester gelesen und geschrieben hat. Ganz ungewohnt, sonst schlafen die Beiden bei mir immer zusammen ein. Und Alexander hat sich schön eingemummelt, seinen Pauli-Kuschelhund in den Armen, zu sehen ist nur sein Kopf mit den braunen, glatten Haaren. Und die Stirn mit der Narbe, die er sich bei einem Sturz im vergangenen Jahr geholt hat. Der getrennte Papi will ihm noch eine Geschichte erzählen, aber Alexanders Augen sind ganz entspannt: geschlossen. "Papi, heute bitte noch länger streicheln als gestern," sagt der kleine Mann, bald schon halb im süssen Traumland, dabei sieht er so ernst aus als liege eine unsichtbare Last auf seinem kleinen Körper. Aber Alexander sieht im Schlaf immer reichlich wichtig aus, jeder wie er mag. Dann lässt er sich streicheln, streicheln, streicheln und ist mit drei, vier Wimpernschlägen bereits hinüber und eingeschlafen. Der getrennte Papi mag freilich gar nicht aufhören und er schaut seinen Sohn dauernd an und versucht sich zu erinnern, ob er sich ganz früher auch so gerne hat streicheln lassen. Ja, hat er, von seiner Mama und es war damals so schön wie es heute schön ist für Alexander. Dann kommt Marie hoch, die Schwester ist zwei Stockwerke tiefer im Haus einquartiert, und ist ganz stolz: "Ich habe nur einen Fehler gemacht, Papi!" Ja, der getrennte Papi war früher stolz, wenn er im Diktat eher fehlerfrei blieb, allerdings war die Reaktion der Mutter dann reserviert, es galt als ziemlich selbstverständlich, wenn ich gute Noten nach Hause brachte und es bedurfte keines Lobes. Das fand der kleine getrennte Papi eigentlich sehr schade, aber es war kaum zu ändern. Die Zeiten waren andere, jedenfalls lobt der getrennte Papi seine Kinder umso mehr. Marie ist noch ganz erfüllt von ihrem Diktat ("Eine Geschichte von Bibi & Tina"...), sorgfältig werden die diversen Stoffhunde um sie herum drapiert, wie von Zauberhand schmiegen sie sich an das Mädchen. Und es raunt, dabei gibt sie ihm einen Kuss auf seine Stirn:" Papi, bitte weck' mich morgen früher, dann kann ich vor der Schule noch mit der Tierarztpraxis von Playmobil spielen." Mit der ihr bisweilen eigenen Engelsgeduld hat sie wohl über zwei Stunden lang die Tierarztpraxis aufgebaut, in der linken Ecke des Wohnzimmers. Keine Ahnung wie viele Hunderte von Teilen sie da zusammengefummelt hat - der getrennte Papi bewundert sie für ihre liebevolle Akkuratesse, er hat früher in einem kleine Kabuff sich auch eigene Welten aufgebaut, okay, Ritter-Burgen und Western-Landschaften, Jungs-Welten, sie waren aber ebenfalls verwunschen und zauberhaft. Und unsere Welt? Was antwortet ein getrennter Papi, wenn die Kinder fragen,was eine Kernschmelze sei? Was antwortet er, wenn die Kinder fragen, was denn Tepco sei? Diese grosse japanische Lüge, die nur fünf Buchstaben braucht. Und wie erklärt man Kindern, dass eine Firma ganz offenbar das eigene Volk, die eigene Regierung und den Rest der Welt sowieso belügt, hilflos belügt? Das der eine oder andere Lehrer am Wochenende bei der grossen Demonstration dabei war, findet der getrennte Papi in Ordnung. Früher bekamen Lehrer dafür Berufsverbot, heute nicht mehr. Die Zeiten haben sich geändert. dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Vice versa (58.)

Oder: Die Kinder sind die Kinder sind die Kinder, die allerliebsten. Worum es heute geht: Der Schulbesuch zu zweit, ein Einkauf für Drei macht mehr Spass, bisschen wie Falschgeld, Star Warser-Aufnäher, ein Besuch im Zoo zu viert, alte Zeiten/neue Zeiten, ein Diktat am Abend und nur zu gern erfüllte Nacht- Streichel-Sonderwünsche. Und immer wieder grüßt das verdammte Murmeltier: wenn der getrennte Papi nach der Trennung immer wieder Einiges tun muss, was vor der Trennung selbstverständlich war und es hinterher noch sein sollte, so wirken neue Selbstverständlichkeiten nach wie vor ab und zu ein wenig - unwirklich. Wenn man etwa als Mutter und Vater vor den Lehrern von Marie beim Elternsprechtag in der Schule sitzt und die Bestätigung erfährt, dass eine vergangene Ehe doch mehr Spuren hinterlässt auf der gewundenen, kleinen, zarten Seele der Tochter als es manchmal den Anschein zu haben scheint. Weil sich nämlich ein neunjähriges Mädchen oft verhält als sei sie schon fünfzehn und stets ganz vernünftig und rücksichtsvoll und sensibel und irgendwie viel zu groß für ihr so junges Alter. Weil sich Marie - wie jedes andere Kind - verantwortlich fühlt für die getrennten Eltern, was sie natürlich weder muss noch soll noch überhaupt. Aber sie macht sich dauernd Gedanken und wünscht sich, dass der getrennte Papi wieder zurückkommen möge. Auch das wollen die Kinder, wir wissen es doch, aber es ist jedes Mal ein Angang, vorsichtig zu erklären, warum das nicht gehen wird; Mami und Papi aber immer Mami und Papi bleiben werden. Die emotionale Quadratur eines gewesenen Kreises, das soll nun ein Kind halbwegs verstehen, ohne dabei auf grüblerische Gedanken zu kommen. Und die Kinder sind die Kinder sind die Kinder, die allerliebsten und da muss sich der getrennte Papi am Riemchen reissen, aber hallo. Und wenn er's mal nicht muss wie zum Beispiel beim Einkauf im Supermarkt, dann geht's ihm um so besser. Denn es ist doch eindeutig schöner, für Drei einzukaufen als wie vor Lichtjahren, früher, nur für sich allein. Auf dem Band liegen für Alexander, Marie und den getrennten Papi einfach mal mehr Sachen als bei einem Allein-Einkauf. Ich komme mir dann halt alleiniger vor und bilde mir ein, das würden die Anderen in der Einkaufsschlange sofort bemerken - ist Blödsinn, weiss ich, totaler Blödsinn. Nur gibt es eben Situationen, Stunden oder Tage oder Wochen, da wird der Kopf plötzlich verdächtig leicht, es fehlt die Verbindung von Herz und Kopf und vice versa. Es macht sich eine so schwere Leere breit, obwohl das doch gar nicht geht, eine leere Schwere, noch so ein Blödsinn? Ein bisschen läuft der getrennte Papi dann wie Falschgeld durch die Stadt, um zum Beispiel Star Warser-Aufnäher bei H&M für die Einkaufstasche zu kaufen, die findet Alexander gerade wahnsinnig cool, die hat ihm schon mal die Schwester des getrennten Papi auf T-Shirts genäht. Und der getrennte Papi fühlt sich wie in einem Film, aber wie in einem Film, der irgendwo neben ihm und nicht in ihm abläuft. So ähnlich ist es, wenn auf Wunsch der Kinder ein Besuch im Zoo zu Viert am Wochenende unternommen wird und bei jeder Station dort ein oder mehrere Situationen aus den gemeinsamen Familien-Zeiten in den Sinn kommen. Aber darüber wird kein Wort verloren, was brächte das auch, wem und warum und so-wie-so. Nur dass alte und neue Zeiten sich zwischendurch verwässernd ineinander verweben und sich die Schichten der Erinnerung über- und untereinander schieben, zwischendurch weiss der getrennte Papi gar nicht, wie ihm geschieht. Aber auch das soll alles ganz normal sein und der Rest des Lebens hat doch weiterzugehen, das gehört sich jetzt einfach. Da hilft es mit Marie ein Diktat zu machen, das erdet und katapultiert den getrennten Papi in seine ersten Schuljahre, die er nicht unbedingt in der besten Rückschau drauf hat, eher weniger. Da relativieren sich die Diktat-Fehler der Tochter sehr schnell als das was sie eben sind: Diktat-Fehler, die korrigierbar sind. Das kann von anderen Fehlern des getrennten Papi durchaus nicht behauptet werden. Vor allem wenn's Fehler sind, die eigentlich bevor sie noch gemacht wurden, schon als solche gesehen wurden, die Alarmglocken läuteten, allein: sie passierten, sehenden Auges und mit wehenden Fahnen und sie sind einem kleinen oder grossen Untergang geweiht, denn sich der getrennte Papi auch selbst verpasst hat, no way out und dann doch wieder. Da lasse ich mich dann gerne mal ablenken von den Kindern, die schon von der schönen Blässe der Müdigkeit gezeichnet, einmal mehr gestreichelt werden wollen, in den Schlaf. Wer könnte diesen Wunsch nicht allzu gut nachvollziehen. Alexander möchte bitte erst noch am rechten Ohr und hinterher auf dem Rücken gestreichelt werden und schläft darüber ein mit einem gemurmelten "Ich hab' Dich lieb, Papi". Marie reicht es, an der linken Schläfe sanft berührt zu werden und auch sie versichert dem getrennten Papi ihre unverbrüchlichen Tochter-Liebe. Plötzlich ist es ganz stille im Schlafzimmer, friedlich, als würde die wilde Welt sich mal eben so gar nicht mehr drehen, sondern sich von den Menschen erholen und sich hinlegen und einfach ruhen. Dazu alsbald dann mehr vom getrennten Papi...

Vorsicht, Satire: Thilo Sarrazin
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Entfachen wir den Sturm!

Sarrazin wütet gerne: gegen Immigranten, Muslime, Bedürftige. Jetzt erscheint sein neues Buch. stern-Autor Arno Luik wurde ein Brief zugespielt - wie ihn Sarrazin geschrieben haben könnte.

Wochenmarkt - die Wirtschaftskolumne zu Griechenland
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Lasst die Griechen gehen, wenn sie wollen!

Die Griechen aus der Euro-Zone zu werfen, wäre falsch. Aber wenn sie selbst gehen wollen, sollen sie es tun, meint Thomas Straubhaar. Und erklärt, wie sich das auf den Euro auswirken würde.

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