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Halbschlaf

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Frau fotografierte US-Raumfähre
Frau fotografierte US-Raumfähre
Hier zischt die "Endeavour" ab

Eigentlich wollte Stefanie Gordon nur zur Geburtstagsfeier ihrer Mutter fliegen. Doch auf dem Flug von New York City nach Palm Beach gelang ihr eine spektakuläre Aufnahme: Sie fotografierte den Start der US-Raumfähre "Endeavour". Das Bild machte die arbeitslose Eventmanagerin schlagartig bekannt.

Interview mit Hertha-Manager Dieter Hoeneß
Interview mit Hertha-Manager Dieter Hoeneß
"Wir sind keine Sensation"

Die Idee seines Bruders Uli, für Fußball im TV eine Art GEZ-Gebühr einzuführen, hat für Aufregung gesorgt. Im Interview mit stern.de spricht der Manager des Bundesliga-Spitzenreiters Hertha BSC Berlin, Dieter Hoeneß, über "staatliches Pay-TV", den von ihm vorhergesagten Berliner Höhenflug und Bad-Boy Patrick Ebert.

Café au lait
Blog "Café au lait"
Während der Fashion Week...

...wird Paris von Fotografen, Models, Designern und anderen wichtigen Leuten geradezu besetzt. Und von meiner Mom und mir. "Uns schenkt natürlich wieder keiner Beachtung", brummt meine Mutter, als wieder einmal das Blitzlicht-Gewitter losbricht - diesmal direkt neben uns. Fokussiert ist es auf Model und Ex-Kanye-West-Freundin Amber Rose , die schmollmündig für die Fotografen posiert - in schwarzer Strumpfhose, schwarzem Body, klobigen High-Heel-Stiefeln und schwarzem, langem Mantel . Denn gemeinsam mit uns hat die Stil-Ikone der diesherbstlichen Modenschau von Marithé&Francois Girbaud beigewohnt. Zugegeben, das Wort "gemeinsam" ist hier etwas weit interpretiert - schließlich saß Madame nicht wie wir auf den hinteren Plätzen, sondern direkt am Laufsteg in der ersten Reihe. Zwanzig Minuten lang sind rund 30 Models im abgedunkelten Zelt über diesen Laufsteg getanzt zu Gemischen aus Techno-Musik, Baustellen- und Verkehrsgeräuschen. Zur Schau gestellt haben sie leuchtfarbene Kleidung mit lauter eingenähten Löchern. Nun erblicken wir also wieder Tageslicht, am westlichen Ende des Jardin des Tuileries - genauso wie Hunderte weiterer Gäste der Fashion-Show. Und während Letztere sich langsam in alle vier Himmelsrichtungen zerstreuen, schlendern wir in Richtung der sogenannten After-Show - allerdings mit allerlei Besichtigungs-Umwegen, denn der exklusive Cocktail-Empfang in der Galérie Canesso fängt ja erst in drei Stunden an. Nur rund 50 der mehreren Hundert Gäste der Fashionshow bewegen sich dort später durch die Ausstellungsräume - eine Tatsache, die meine Mutter dazu animiert, mir in regelmäßigen Abständen ins Ohr zu raunen "Also, viele Leute wurden ja wirklich nicht hierzu eingeladen, ne?" und "Nee, also das find ich schon toll - das ist was ganz Exklusives, und wir gehören dazu!". Ich nicke grinsend, während ich mir noch einen Schluck Champagner gönne und das nächste Häppchen dazu vertilge. "Jaja, wir sind schon echte 'VVIPs' - very, very important persons", sage ich und betrachte dabei die Bilder des (vom Namen her unbekannten) "Meisters des Jeans-Stoffes" . Die sind der farbige Beweis dafür, dass Jeans schon im 17. Jahrhundert getragen wurde. "Das finde ich ja stark!" sagt meine Mom, nun auch die Bilder beäugelnd, zwischen zwei Schlücken aus ihrem Sektglas, das höfliche Kellner schier unaufhörlich nachfüllen. "Ich bin sicher, dass François die After-Show extra in dieses Museum gelegt hat - und sich von den Bildern hat inspirieren lassen!" Sie meint's und zeigt auf eins der Gemälde, auf dem die holde Maid ein Jeans-Kleid trägt - mit Löchern drin, genauso wie die Mode der Zelthüpfer von vorhin. Und ganz Unrecht scheint sie nicht zu haben: Interviews auf TV5 und TDN mit dem Maître zeugen mindestens von dessen Begeisterung für seinen Künstler-Kollegen... Da bewegt sich plötzlich etwas in der kleinen Gesellschaft an auserwählten Gästen - und durch die Tür huschen die zwei Star-Designer höchstpersönlich (was wiederum meine Mutter dazu animiert, mir kurz in die Seite zu boxen und zu flüstern: "Ich hab's Dir doch gesagt, dass die bestimmt gleich vorbeikommen - das ist eben gaaanz exklusiv hier!" Dann fügt sie hinzu: "Stark!"). Und während Monsieur Designer sofort mit allen möglichen geladenen Gästen (außer uns natürlich) zu palavern anfängt, sich erklärend von Bild zu Bild hangelt, lässt sich Madame Designerin sichtlich erschöpft nur kurze Zeit später auf einem der zwei Sessel in dem Raum nieder. Doch zur Ruhe kommt sie dort nicht wirklich - schließlich belagern sie andauernd irgendwelche Freunde bis Fans, unterhalten sich angeregt oder schießen Fotos mit ihr. Irgendwann später dann endlich mal ein Moment ohne Sozialstress... "Oh, guck mal, jetzt hat sie Zeit", freut sich da meine Mutter und zieht mich in Richtung des zweiten Stuhl, gleich neben Marithé. "Stell uns doch mal vor", sagt sie strahlend und nickt der Designerin zu. Die, verdutzt guckend, schaut uns erwartend, mit leicht müden Augen, an. "Bonjour", sage ich freundlich und erkläre der Chefin, dass meine Mutter nur mal kurz Hallo sagen wollte (und ich dabei den Übersetzer spiele). Schließlich verkauften wir schon seit über 25 Jahren ihre Kleidung in unserem kleinen Laden - und immer seien sowohl wir als auch unsere Kunden extrem zufrieden damit gewesen (meine Mutter steht dabei neben mir, nickt die ganze Zeit, straaaaahlend). Madame hörts, guckt, nickt freundlich, gibt hier und da zu meinen Erklärungen kurze Kommentare ab, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, als ich "25 Jahre" sage und fällt wieder zurück in ihren Halbschlaf. "Äh... ja", meine ich Störenfried dann, "wir wollten auch nurmal hallo sagen... dann noch nen schönen Abend, nech?" Und meine Mutter und ich ziehen wieder ab - in Richtung nächstes Sektglas. Und fühlen uns etwas weniger VVIP. L.

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Gimme Shelter

Oder: Eine Brise vom Meer weht in den Papi-Blog Worum es geht: Goldene Zeiten, was kostet die Welt, Bundfaltenhosen, alte Freunde, neue Themen, Barcelona, Mertesacker, Schweinsteiger, Zahnbürsten, Kuschel- und Schleichtiere und Überschriften. Im Halbschlaf driftet der getrennte Papi in alte Reportertage, als Verlage noch in goldenen Zeiten lebten, oft ohne es zu wissen und zu würdigen. In den neunziger Jahren riefen Chefredakteure noch Reporter an, schickten sie zum Flughafen: "Du fliegst nach Barcelona, quartierst Dich im "Ritz" ein, da logiert Graf Soundso, das hast Du sauber recherchiert, den Typen interviewst Du, bringen wir dann gross morgen auf der Eins." Graf Soundso war ein ziemlicher Gangster, empfing mich in einem blütenweissen Bademantel und fragte, ob die Zeitung für seine Minibar zahlen würde? Im Gespräch enthüllte er seine Machenschaften, ich schrieb es auf, gab's am Telephon durch und sah meine exklusive Story auf der Titelseite. Allein: es kam wieder irgendetwas von der sich anbahnenden Wiedervereinigung dazwischen,der Graf landete irgendwo auf den hinteren Seiten - ach, da gehörte er auch hin. Gleichwohl blieb das Gefühl: was kostet die Welt, so als Single, der durch die Welt geschickt wurde, nur Verantwortung für sich selbst zu tragen hatte, Jeans mit Bundfalten schick fand, Heirat und Kinder waren soweit weg wie der Mond. Warum dieser kleine Exkurs in die Vergangenheit des getrennten Papi? Weil er gerade für zwei Tage, nach all' den Jahren, mal wieder in Barcelona ist, eine feine Brise weht vom Meer in den Papi-Blog, sie macht die Gedanken ganz weich und die Gefühle ganz warm. Liegt bestimmt auch an alten Freunden, die sich gemeldet haben, ihre Meinung zum getrennten Papi sagen, mithin neue Themen haben - früher waren es die große Politik und die noch größere Verlagswelt , heute sind es eher zudem die Trennungen, mal friedlich, mal schiedlich, mal böse, mal quälend, mal kurz, mal schmerzlos, mal schleichend, mal rasend. Und immer heißt es : "Die Kinder sind das Wichtigste." Warum zählte das nicht vor dem Auseinandergehen? Weil sie noch etwas zusammenhielten, was nicht mehr zusammengehörte? Weil sie etwas von den Eltern in sich tragen, das nicht auch noch verletzt werden wollte? Weil sie ein Spiegelbild unserer Sehnsüchte nach Balance, Glück, Liebe und Zukunft? Gleich, ob nun in Barcelona, Berlin, Bad Bevensen, Bottrop, oder wo-auch-immer-wir gerade-sein-mögen. In unseren Kindern vergeistigt und verkörpert sich unsere Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Und die Brise weht noch etwas stärker vom Meer, ins Zimmer mit Blick in pittoreske Hinterhöfe, Kinderstimmen schallen in die wehenden Gardinen, meine Kinder schlafen bestimmt schon, sie sind bei Verwandten und freuen sich, wenn der getrennte Papi bald wieder da ist, dann reden wir wieder über die Weltmeister ihrer Herzen, Mertesacker und Schweinsteiger und warum es eigentlich noch keine Zahn- bürsten gibt mit deren Konterfei, da würde das Putzen abends und morgens doch viel mehr Spass machen?! Die Tochter wird vielleicht inmitten ihrer siebzehn Kuscheltiere eingeschlafen sein, Schleichtiere hat es diesmal nicht so viele, der Sohn ist mit seinem Lieblingshund Pauli im Arm entschlummert und hat das Cowboy-T-Shirt wieder verkehrt rum an ("Ist doch cooler, oder?") und zuhause schlafen die vier Kaninchen sowieso schon längst den Schlaf der vier Kaninchen. Tja, wie kriege ich jetzt die Kurve zu der Überschrift der siebten Folge des getrennten Papi? Habe nicht den blassen Schimmer, fand sie für den heutigen Tag so einigermaßen passend. Gimme Shelter ist doch ein gutes Motto, um für heute schlußzuschreiben. Fange mir noch etwas von der frischen Brise ein, für die Nacht, den kommenden Tag und überhaupt. Für mich, meine zwei Kinder und den Rest der Welt. Mehr alsbald vom getrennten Papi...

Café au lait
Blog "Café au lait"
"The best club in town!"...

... ruft uns der junge, hyperaktive Mann am Leicester Square in der Mitte Londons zu und versperrt Katja, Ingrid und mir den Weg. "Und Ihr kommt rein für nur drei Pfund, das sind SIEBZIG PROZENT DISCOUNT!" fügt er hinzu und zappelt begeistert. Obwohl nach einem Tag voller Sightseeing uns gerade, um elf Uhr nachts, die Augen bereits halb zufallen, nicken wir - und lassen uns reinziehen, in den von Neon-Licht beleuchteten Flur ... Der große, breite Mann im schwarzen Anzug guckt düster drein. Wortlos wartet er, bis wir über die Aufzugschwelle getrippelt sind. Dann drückt er den Knopf für den dritten Stock. Schon von unten hören wir das melodische Bumm-Bumm der Hip-Hop-Musik . Und wir erwarten einen Raum, halbvoll mit Leuten, die sich auf der Tanzfläche tummeln. Doch als wir durch die Aufzugstür in die Diskolichter treten, sind wir fast die Einzigen, die zaghaft zu den Bässen nicken. Rechts steht eine Gruppe garantiert unter 18-Jähriger (die eigentlich oft selbst in Pubs obligatorische Personalausweis-Kontrolle vergessen die Türsteher unten wohl systematisch). Die Teenager hüpfen aufgeregt zur Musik hin und her, trauen sich aber noch nicht allein auf die Tanzfläche. Zu unserer Linken: Zwei Japanerinnen im kurzen (seehr kurzen) Schwarzen und Stilettos. Den Schritt auf das Tanzfeld haben auch sie noch nicht gewagt, wippen nur möglichst sexy um ihren Stehtisch herum. Eine von beiden hält dabei einen Fächer in der Hand. Während sie mit Letzterem ununterbrochen ihr Haar zurückfachert, wirft sie ihren Kopf im Takt abwechselnd nach links und rechts. So kommt ihre Performance der einer Bollywood -Darstellerin gleich, denen ja meist auf wundersame Weise eine leichte Brise durchs Haar weht . Außer uns nimmt von den beiden bisher aber keiner im Raum merklich Notiz. Wir lassen uns nieder auf bequemen Ledersesseln am Rande der Tanzfläche. Langsam aber sicher füllt sich der Klub, mit Jung-Gangstern in Baggy-Pants , die dicke, goldene Ketten und Baseball-Kappen tragen. Einer von ihnen streckt, kaum ist er an uns vorbeigeschlurft, den Arm aus, zeigt mit dem Finger auf Ingrid, nickt ihr gewollt verführerisch zu. Verführt ist sie allerdings weniger, bricht gemeinsam mit mir in lautes Lachen aus (was den Loverboy nicht davon abhält, Ingrid bei jedem weiteren Vorbeigehen wieder den ausgestreckten Finger entgegenzustrecken und ihr Schlafzimmerblicke zuzuwerfen). Links von uns an der Wand macht sich indes ein anderer junger Mann für seine Performance bereit: In braunem Hemd, schwarzer Hose und braunen Lederschuhen nickt er melodisch zu der Musik, springt auf einmal hoch von seinem Sessel und vollführt, am Rande der Tanzfläche, eine Breakdance -Einlage (oder so etwas Ähnliches ... genau definierbar ist das Ganze nicht). Nach circa einer Minute bricht er die Tanzschritte ab, schüttelt kurz den Kopf und kehrt zu seiner Ausgangsposition zurück - auf dem Sessel, die Tanzfläche fest im Blick. Die von dem hyperaktiven Mann am Leicester-Square versprochenen 70, 80 Leute sind inzwischen eingetroffen, erste 3er- bis 4er-Grüppchen trauen sich auf das Parkett, gangster-rappen sich zu. Auch die japanische Bollywood-Schönheit mit Anhang wippt und fächert nun über die offizielle Tanzzone. Die Wirkung des Hip-Hop-Pushes, der uns vorübergehend aus unserem Halbschlaf geweckt hat, läßt jedoch langsam nach: Unsere Augenlider sind wieder auf Halbmast. Also lassen wir den "besten Klub der Stadt" hinter uns, nehmen wir den Aufzug aus der Neon-Welt nach unten - zurück ins wirkliche Leben. L.

Wie fährt der denn?
Blog "Wie fährt der denn?"
Tempo 200 und dabei schlafen

Wollen Sie noch einen Kaffee? Wow. Das hat mich noch nie jemand bei Tempo 200 gefragt. Ich nehme dankend an und rühre noch ein wenig Milch unter, während draußen die Landschaft vorbeisaust. Blinker setzen ist nicht, der Vordermann stört nicht und von hinten drängelt keiner. Es war vielleicht doch eine gute Entscheidung, die Bahn zu nehmen. : Ein Termin in Düsseldorf und das erste, was ich denke, ist: oh Gott, nicht die A1 entlang. Zweispurig, Osnabrücker Schnarchnasen vor einem und rechts LKW an LKW, muss das denn sein? So wird es die erste Bahnreise seit langem. Und eine angenehme Überraschung. Stern und Spiegel ganz durchgelesen, die Unterlagen gut aufbereitet, kein Häppchen-Warten wie beim Flieger (der innerdeutsch sowieso völlig schwachsinnig ist, wie ich finde), fast keine unfreundlichen Gesichter, eine Steckdose fürs Netbook (obwohl ich sie dank Zusatzakku nicht gebraucht habe). Und dann die Dame mit dem leckeren Kaffee im Abteil, später im Bordbistro noch einen O-Saft und eine Besser-als-erwartet-Currywurst. Aber auch die Bahn hat ihre tristen Momente. Wer eine Schwäche für leicht trostlose Aufnahmen hat, der wird nicht enttäuscht (wie hier am Düsseldorfer Hauptbahnhof). Andererseits: Hier komme ich dazu, mit einer gewissen Fröhlichkeit zu warten, kein Umsteigen, keine Sicherheitskontrolle, kein Gate-Gesuche, keine gestresst tuenden Vielflieger-Wichtigfuzzis. Und weil ich noch Zeit hatte zwischen dem Ende meines Termins und der Abfahrt des Zuges, gehe ich einfach noch am angeblich längsten Tresen der Welt vorbei, setze mich kurz ans Rheinufer, shoppe noch ein wenig in der Innenstadt und entdecke einen schnuckligen Laden mit handgemachten Dingen aus Opas Zeiten. Das alles wäre mir am Flughafen nie passiert (innerdeutsch Fliegen ist sowieso schwachsinnig, schrieb ich das schon?) und mit dem Auto sicherlich auch nicht. Wieder am Bahnhof entdecke aber schon wieder eine kleine Widersprüchlichkeit. Da ist also ein extra gelb umrandeter Raucherbereich, der mit dieser signalfarbenen Markierung auf dem Boden eher aussieht wie eine No-Go-Area. Und dann stehen dort drin diese Mülleimer. Aufschrift: "Rauchfreier Bahnhof", ohne Ascher. Und drüber prangt das Schild "Raucherbereich". Ja was denn nun? Der Zug kommt, der Platz ist schnell gefunden, sitzen, Kopfhörer drauf, Schuhe aus, relax. Nach ein paar Minuten schon kommt der Schaffner, danach kurz in den sehenswerten Speisewagen (von wegen Bordbisto!), wieder einen Kaffee besorgt und dann gemütlich dösen. Ich kriege nur noch im Halbschlaf Duisburg, Essen, Bochum mit, und bin kurz vor dem endgültigen Wegnicken. Da ruft es durch die Tür am Ende meines Halbbewußtseins: "Schichtwechsel, die Fahrkarten bitte". Augen auf, und da steht ein anderer Schaffner vor mir als der, an den ich mich entsinne. Ich sage: "Aber ihr Kollege hat sie doch schon gesehen". Er: "ja, aber dann sehen wir mal, ob Sie auf dem richtigen Weg sind." Und fügt, ganz rheinische Frohnatur und in voller Lautstärke hinzu: "außerdem, mein Arbeitgeber möchte das so." Dafür räumt er gleich die Hinterlassenschaften meines ausgestiegenen Schräggegenübers weg. Im Fenster gegenüber, zwischen Platz 75 und 76 geht grade pittoresk die Sonne unter, als der Zug in Münster einfährt. Und dann wieder eine Durchsage: "Auch für ihr leibliches Wohl ist gesorgt, das SBB Bordrestaurant freut sich auf Sie. Das Bordrestaurant ist für Sie bis Diepholz geöffnet." Ein Blick in den kryptisch gefalteten Reiseplan des EC 6 von Chur nach HH-Altona verrät, übersetzt aus dem Bahnerdeutsch: Bis exakt 21:47 Uhr, dann ist die Küche kalt. Haben ja auch lange geschuftet... Und am Schluss fällt mein Blick auf ein Symbol, das ich noch aus meiner Kindheit erinnere: TEE steht da in weiß auf rotgrauem Hintergrund! Wissen Sie noch, was das damals hieß? Gibts den immer noch?! Sofort ist sie wieder da, die Zeit der rosaroten Elefanten, der 5-Mark-Stücke schluckenden Zugtelefone und meiner Modellbahn. Schön, dass ich mal wieder Bahn gefahren bin.

Prostitution
Prostitution
Eine Branche mit Steher-Qualitäten

Fehlende Freier, fallende Preise, falsche Hoffnungen: Im Puff herrscht tote Hose. Doch das Milieu gibt nicht auf. Discount-Bordelle, Wellness-Tempel und Sexpartys für jedermann sollen in die Zukunft führen. Die Kleinen des Gewerbes setzen auf Rabatte, Großinvestoren auf exotische Männerfantasien.

"Nackt - Ein Enthüllungsroman"
Die dunkle Seite einer Oscar-Siegerin

In ihrem Buch "Nackt" beschreibt die Oscarpreisträgerin Diablo Cody ihr langjähriges Doppelleben: Tagsüber eine brave Sekretärin in einer Werbeagentur, nachts eine laszive Stripperin, die mit "Pimmelpirouetten" einen Batzen Geld verdient.

Herbstmode
Herbstmode
Mut zum Übermut

Die neuen Mode-Ideen aus Mailand und Paris sind durchaus gewagt: Der Mann soll im Herbst Farbtupfer setzen in Rot, Lila, Grün. Auch Muster sind wieder angesagt - sowie schnittige Konturen. Da macht es Spaß, sich warm anzuziehen.

Müdigkeitswarner
Müdigkeitswarner
Für Schnarchnasen

Der Sekundenschlaf zählt zu den häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr. Mercedes baut in die nächste E-Klasse einen Müdigkeitswarner, der das Verhalten des Fahrers ständig überwacht und rechtzeitig Alarm schlagen soll. Ein Selbstversuch.

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