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24. Januar 2006, 06:00 Uhr

Ein Kreuz mit Galliano

Während Europa friert, präsentieren Armani, Chanel und Co. die Mode für den kommenden Sommer: Bei den Pariser Haute-Couture-Schauen polarisierte John Galliano einmal mehr die Kritiker.

Gewohnt ungewohnt: Mode von John Galliano© Alex Klein/DPA

Ein Hauch von Frühling und Sommer liegt mit den am Montag begonnenen Pariser Haute-Couture-Schauen in der Luft. Der Italiener Giorgio Armani eröffnete den Modereigen der Sommersaison 2006, gefolgt von dem Portugiesen Felipe Oliveira Baptista und John Galliano Christian Dior.

Vor allem der Brite Galliano hob sich mit seinem Defilee von der Menge ab. Mit religiösen Motiven, wie dem immer wiederkehrenden Kruzifix, oder Anspielungen auf chinesische Kimonos spaltete er einmal mehr die Kritiker.

In der Zahl begrenzt, wollen die Häuser bis Mittwoch ihre Vitalität beweisen. Von den zehn französischen Haute-Couture-Häusern schicken nur acht ihre Mode auf den Laufsteg, das Haus Jean-Louis Scherrer und Emanuel Ungaro beteiligen sich nicht an den 16 offiziellen Pariser Defilees. Ungaro hörte damit bereits 2004 auf und meinte, die Haute Couture entspreche nicht mehr den Erwartungen der Frau von heute.

Die bekannten Häuser wie Chanel, Christian Lacroix, Jean Paul Gaultier oder Givenchy sind ebenso präsent wie die kleineren und dem breiten Publikum nicht so geläufigen Haute-Couture-Schöpfer Franck Sorbier, Adeline André oder Dominique Sirop. Mehr als 20 Modemacher wollen das Schaufenster der offiziellen Haut Couture nutzen, um unabhängig davon ihre Mode "off" in Pariser Defilees vorzustellen.

DPA
 
 
 
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