Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |
Der zweite Tag der Pariser Herrenmodenschauen für Frühjahr 2003 war fest in der Hand von ausländischen Star-Designern. Der Österreicher Helmut Lang und der Holländer Dries Van Noten präsentierten ihre Kollektionen.
Wenn es nach den Designern geht, bleibt für modische Männer im Winter 2004/2005 nur die Wahl zwischen den Extremen: Auf der Men's Fashion Week in Paris sah man entweder edle Anzüge oder wilde Multi-Kulti-Cowboys.
Immer wieder bekomme ich Mails und Facebook-Nachrichten mit der gleichen Frage. Wie ziehe ich mich als erwachsene Frau modisch an, ohne lächerlich zu wirken? Erste und einzige Regel: Nicht verkleiden! Mit über 40 sollte jede Frau ihren Stil gefunden haben. Ob klassisch, mädchenhaft, sexy, oversize, verrucht, romantisch, streng, clean, rockig, Helmut Lang/Jil Sander (spezieller Bauhaus-Stil), sportlich, elegant, verrückt oder feminin. Völlig egal, was für Sie das Richtige ist, Sie sollten auf jeden Fall in ihrem Stilfeld bleiben. Sie wissen was ihnen steht und worin Sie sich wohl fühlen. Nutzen Sie dieses Wissen. Die Zeit der absurden Experimente ist vorbei. Was aber nicht heißt, dass auch die modische Zeit für Sie vorbei ist. Sie müssen sich eben nur aus den aktuellen Themen ihren speziellen Look herauspicken. Es wird immer etwas für Sie dabei sein. Versprochen! Und sie haben den großen Vorteil, fast alles schon einmal ausprobiert zu haben. Wenn Sie blond, blass, vollbusig und 1,60 sind, werden sie wohl kaum je wieder einen keks-camelfarbenen, langen, Rundhalsmantel erwerben, sondern stattdessen die sandig-camelfarbene kurze Cabanjacke wählen. So können Sie beispielsweise auch diesen Herbst auf der Camel-Trendwelle mitschwimmen. Oder aber, da Sie bereits wissen, dass Angora und Mohair nicht nur auftragen, sondern zudem auch Kontaktlinsenträgerinnen zur Verzweiflung bringen, überlassen sie das rote, kastige Mohairbolero den Mittzwanzigern und gönnen sich stattdessen eine etwas weniger plusterige, taillierte Loose-Cashmere-Strickjacke. Auch werden Sie, ob brünett, blond, rot, weiß, schwarz oder grau wohl kaum noch zu dicken Daunenjacken mit quadratischen Steppungen - Verkäuferinnen bezeichnen diese gerne als "sportliche Steppung" - greifen, um den typischen Michelin-Männchen-Look zu vermeiden. Wohingegen Moncler-Erstkäufer gerne diesen Fehler machen, wenn das Geschäft ihrer Wahl es ermöglicht. Und wenn Sie bereits wissen, dass Sie ein schönes Dekolleté, eine schmale Taillle, lange Beine, zarte Fesseln oder aber gerade Schultern haben, werden Sie mittlerweile klug genug sein, diese Vorzüge entsprechend zu betonen. Ein Paradebeispiel für Typbewusstsein kombiniert mit modischem Interesse ist mein heutiges Model. Viel Spaß beim Abgucken und Nachstylen. Kleid: Uli Schneider Strumpfhose: Falke Jacke: Belstaff (Gummiertes Leder) Gürtel: Vintage Leo-Tuch: Idea plus Kette: Vintage Uhr: Cartier Tank Ring: Cartier Love Ring Schuhe: Vintage Leuchtend blaue Augen: echt Look: Feminin, sexy, moderne Klassik Danke an das wunderbare Model! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Kusshand, Alice.
Oder: Einmal eine sentimentale Zeitreise und retour. Worum es heute geht: Ein Zuhause (ehemalig), ein Sofa (grau), eine Musik (Electro Jazz), Hamburg (kalt), New York City (warm), Kinder (kreuz und quer), Bumix (lecker), eine zweite Musik (eine dritte Stadt), Papi (Bett, nicht Sofa), Mosebach (was davor geschah). Was ist das für ein Gefühl, wenn man für einige Tage in das ehemalige Zuhause zurückkehrt? Die Mama von Alexander und Marie ist in der Stadt, in der sie und der getrennte Papi vor knapp elf Jahren geheiratet haben, genauer gesagt, in dessen berühmtestem Stadtteil, Manhattan. Der Blick über den Central Park aus dem 32. Stockwerk eines Hotels, das es nicht mehr gibt (sic), an einem Tag im Indian Summer, der perfekter kaum hätte sein können, ist noch gewärtig als sei's nicht vor über einem Jahrzehnt gewesen, die Friedensrichterin verspätet sich ein wenig, die Boathouse-Reservierung für den Abend steht, Familie und Freunde wähnen sich so glücklich wie die Zwei, um die sich die Welt in diesem Moment dreht. Oder drehen sich die Zwei um die Welt? Und um den Mond gleich mit? Eine Vergangenheit, die nun wie eine (kleine?, mittlere?, große?, verdammt lang große?) Ewigkeit daherstolziert, ohne nach hinten zu schauen, nur nach Innen und die Wehmut überwindend. Eine Vergangenheit, die vergraben ist, irgendwo, die Stelle wird keineswegs mehr zu finden sein im Dickicht der Gefühle, die sich immer unschärfer einstellen, weil sie verblassen, ja, ausfasern müssen. Es ist, wie es ist. So wie dieses graue Sofa, auf dem der getrennte Papi diesmal den Blog schreibt, ein Hochzeitsgeschenk von Freunden, das in New York gekauft wurde, fünf Zentimeter zu viel geraten war, partout nicht durch die Tür des Apartments 304 in 250 Mercer Street (Blick auf die Twin Towers), passen wollte und das, tatsächlich, nochmals gefertigt wurde, fünf Zentimeter kleiner, durch die Tür des Apartments passte und nach diversen anderen Standorten in Hamburg zu stehen kam und beim Auszug des getrennten Papi zurückgelassen wurde, weil der es nicht über das Herz brachte, es mitzunehmen, gehörte es doch nun einer Vergangenheit an, die keine gemeinsame Zukunft mehr kennt. Es ist wie es ist. Im Hintergrund läuft "Espace Baroque" von Frédéric Galliano, Electro Jazz aus jener Zeit als die Liebe noch ein wunderbares Vakuum war, in das nur zwei Menschen hineinpassten, die neugierig die Welt draußen beäugten und sich wunderten, warum nicht auch alle, alle, alle anderen Menschen genauso glückstrunken waren wie sie selbst und die Zeit, bitte/bitte/bitte still stehen sollte. Weil es eben war wie es war und immer währen musste, natürlich, keine Frage, die Antwort fiel nur positiv aus, keine Frage. Und wie's der getrennte Papi so aufschreibt, nimmt er sich eine Decke, die auf dem grauen Sofa liegt, draußen ist es kalt geworden, der Sommer ist vorbei und in Hamburg hat es keinen Indian Summer, während es in Manhattan noch hochsommerlich ist, let's groove tonight, der Teergeruch wabert durch die Stadt, es hat nur ein wenig geregnet und der Straßenbelag dampft vor sich hin und er riecht , we can boogie, als habe Helmut Lang den Teer neu erfunden, dance, dance, dance. Ruhig ist es geworden, Alexander und Marie und ihre beste Freundin Stella (zu Besuch) schlafen ihren Schlaf der Unschuld, alle waren ganz lieb als hätten sie geahnt, dass der getrennte Papi einen langen Abschied vor sich habe und sich dafür etwas sammeln müsse, um sich für Emotionen zu wappnen, die ihn sonst einholen, um ihn unweigerlich zu umhüllen wie ein Kokon, der die Raupe einschläfert, ehe sie verschlungen wird von der Wirklichkeit. Wollten auch nur ein Bumix zum Nachtisch, während der getrennte Papi mit dem blöde leckeren Zeug seinen Zuckerspiegel ziemlich überhöht. Es ist wies es ist. Der Blick fällt auf ein Kissen, darauf genietet Love und dann doch lieber noch einige Bumixe reingetan, der Sinn des Lebens ist manchmal Haribo. Vielleicht auch besser einen zweiten grünen Tee gemacht, der dampft die Kühle der vergangenen und der gegenwärtigen Gefühle fort und löst sie einfach in Wasserdampf auf, der unsichtbare Pirouetten dreht, dreht und dreht bis einem ganz und gar schwindlig ist und man sich an die Schläfen fasst, um sie ein wenig mit den Fingerspitzen zu massieren, aber eigentlich ist das Schwindelgefühl ein nette Angelegenheit.  Wie ein Spaziergang durch den Central Park und Du machst eine Pause an dem Brunnen Angel of the Waters Fountain, hälst die Hände kurz ins Wasser und der Puls wird gekühlt, nice try, im Kopf spielt Keith Jarrett sein Köln Concert wieder und wieder, wieder diese schöne Schwindel, der durch das Vakuum schneidet. Es ist wie es ist, dem Abschied gehört die Zukunft, es gibt kein Zurück in die Vergangenheit, sind doch hier nicht in einem Happy End, lediglich in einem Ende, das eben einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss hat, der es in sich hat, weil es ein langer Abschied ist. Kiss, another one, honey. Der getrennte Papi schickt ihn über den kleinen See vor dem Boathouse und er fliegt auf die Strawberry Fields, da lässt er sich nieder, ein guter Platz für einen Kuss, der bleiben soll, gefiele John Lennon und Yoko sowieso. Es war wie es war und es wird nie wieder so werden, vielleicht schlafe ich heute ein sentimental-letztes Mal auf diesem grauen Sofa? Aber dann würde mich Alexander vergebens suchen, wenn er des Nachts rüberkommt, also lieber ins Bett im Schlafzimmer oben -  als Gast. Auf dem Boden wartet bereits ungeduldig Martin Mosebach's Was davor geschah (ein Eheroman, tatsächlich): "Da war es, als griffen überirdische Hände nach den Schnüren, die aus einem Herzensknoten heraushingen, und zögen sanft daran...". Noch ein Horchen in die Zimmer der Kinder, mucksmäuschenstill wie das Haus, die Straße, die Stadt, das Land, die Welt liegen die Mädchen kreuz und quer als seien sie mit in einem aufregenden Gespräch eingeschlummert, während der Junge, ein Bein hängt über der Decke, wie immer, das schmale Stöckchen aus dem Park wie einen Schatz in seinen Händen umklammert hütet. Sie träumen jedenfalls keinen langen Abschied, es ist wie es ist. Vor dem Einschlafen noch ein verhangener, vergangener, vergessener Blick zurück und der Herzensknoten fällt, wie bei Mosebach, auseinander. Aber dazu mehr alsbald vom getrennten Papi...
Scarlett O'Hara hätte jubiliert. Sattes Grün, die Lieblingsfarbe der Roman- und Filmheldin aus "Vom Winde verweht", kommt im nächsten Sommer mit Macht in die Mode.
Ob Schockwerbung wie bei Benetton oder "Sex sells"-Kampagnen wie bei Sisley: die Werbung seit den Achtzigerjahren ist gerne mal provokativ, manchmal auch revolutionär gewesen. Eine Ausstellung in Düsseldorf zeigt nun die besten Kampagnen.
Die Bewohner der Stadt werden ihren großen Einkaufsstraßen mit den Mega-Markenshops untreu. Lieber flanieren sie durch das kreative Chaos bisher unentdeckter Stadtteile und stöbern nach Einzigartigem. Zeit, die Stadt neu zu entdecken.
Kann ein Mensch im 21. Jahrhundert komplett ohne Marken leben? Neil Boorman hat es versucht. Und leidet nach einem Jahr ohne Gucci & Co. immer noch an Entzugserscheinungen. Stefanie Luxat sprach mit dem Briten.
Mode vergeht, Kunst bleibt. Aber was passiert, wenn Performance und Produkt-PR nicht mehr trennbar sind? Die US-Künstlerin Vanessa Beecroft über Kontrollverlust und andere Peinlichkeiten.
Ein Japaner hatte in Paris den Vortritt: Yohji Yamamoto war einer der ersten, der bei den Pariser Prêt-á-porter Schauen seine Kollektionen für Frühjahr 2005 vorstellen durfte.
Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.
Was sind RSS-Feeds?American Apparel Fotografie Galeries Lafayette Höhepunkte James Bond Jeans Mekka New York New York Yankees Oliviero Toscani Paris Sandra Maischberger Seide Stoff Unschuld Wagner
Alexander McQueen Calvin Klein Cindy Sherman George W. Bush Jil Sander Karl Lagerfeld Kate Moss Kenneth Cole Louis Vuitton Manolo Blahnik Marc Jacobs Martin Margiela Michael Kors Miuccia Prada Patrizio Bertelli Sean Combs Tom Ford Tommy Hilfiger Yves Saint Laurent Yves Saint Laurent
Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".

Helmut Lang ist ein österreichischer Modedesigner und zählt zu den wichtigsten internationalen Modeschöpfern. Die von ihm gegründete Modemarke trägt seinen Namen und besteht bis heute. Seit wird sie allerdings ohne Lang weitergeführt.