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Campbell-Suppen und Plattenlabels machten Camden einst zu einem blühenden Ort. Heute ist er Sinnbild für den Niedergang amerikanischer Städte. Das Leben - ein einziger Kampf gegen Armut und Gewalt.
Nach einigem Hin und Her wegen des Bestattungsorts ist der Serienattentäter von Toulouse in der südfranzösischen Stadt beigesetzt worden.
Dank der Blockaden des Bündnisses "Dresden nazifrei" und einer flexiblen Polizeistrategie fiel der Neonazi-Aufmarsch zum Jahrestag der Bombardierung der Stadt kümmerlicher aus als befürchtet.
Richtig einladend war das Wetter der vergangenen Tage ja nur bedingt. Von „ritzenkriech-schmaule-kalt“ bis „Wintertraum“, ein bunter Strauß von Klima-Melodeien. Und eine Lusche, der nicht trotzdem die „MufuJa“ mit der Caniden-Fährte über den langsam fortschreitend anschwellenden Vorweihnachtgebäckfriedhof stülpt und sich den Unbilden von gefühlten minus 15 Grad stellt. Gefroren wird nicht und solange der Spiegel in der Kamera nicht einfriert, kann geshootet werden. Wir Harzer jammer nicht, weil es kalt ist. Wir jammern, weil es nicht noch kälter ist! So bietet doch der östlichste Ausläufer des Weser-Allerflachlandes allerlei lauschige Plätzchen mit kleinklimatischen Absonderlichkeiten, die einem mit peitschendem Querregen eine munterer Einladung ins Kapuzen umknotete Antlitz speien. So trifft man auf bis auf Stacheldrahtniveau auskristallisiertes Raureif-Gezackel, ebenso wie auf flauschig wirkende Baumkronen vor oker-karibischen Azurgepränge am Himmelszelt. Idyllisch eingebettete Holzhäuschen im Eiskristallmantel locken die Romantiker. Für die Melatonin-Übersäuerten hält die auf Baumwipfelhöhe herabgehängte Dezemberbewölkung prächtiges Grau-in-Grau bereit. Große kahle Bäume mit ausladenden Galgenästen sind ein Anblick, den der Herbstdeprimierte nur schwerlich links liegen lassen könnte. Aber wir wollen uns ja nicht hängen lassen, sondern schwelgen, im Riechhirn von Visionen duftender frisch gebackener französischer Flachteigfladen gebeutelt, in munterer Frischluft-Fanatiker-Laune. Der anschließende Glühwein mit doppelt Schuss bringt das Mittelhirn wieder ins Gleichgewicht und die entstandene Ausbeute an Postkarten-Motiven erübrigt den Gang zur Tankstelle, um für die lästige Einmal-im-Jahr-denk-ich-weil-ich-muss-an-dich-Grußkarten-Bekanntschaften Wegwerfartikel zu beschaffen. In diesem Sinne Es grüßt der Papendieck
Eine Gruppe Bewaffneter hat am Samstag in Honduras 14 Zuschauer eines Amateur-Fußballspiels erschossen.
Die Streikwelle legt Frankreich zunehmend lahm. Schüler und Studierende riefen zum nationalen Streiktag, Zehntausende Jugendliche kamen. Die Mehrheit der Franzosen unterstützt die Blockaden. Denn die Wenigsten wollen eine Rentenreform.
Wegen einer mutmaßlichen Koran-Verbrennung ermittelt die britische Polizei derzeit gegen sechs Männer.
Europa friert. Die eisigen Temperaturen lassen Züge stehen bleiben, Zungen festfrieren - und auf weiße Weihnacht hoffen. Ein Wetterbericht.
In Istanbul ist eigentlich immer viel los und selbst die Sonntage sind anstrengend. Einen solch anstrengenden Sonntag konnte ich vorgestern erleben. Der Sonntagmorgen startete mit einer Wahlkampfveranstaltung im Istanbuler Statdteil „Sisli“. Der dortige Bürgermeister, Herr Mustafa Sarigül, ein Sozialdemokrat mit dem ich befreundet bin, hatte mich zwei Tage zuvor eingeladen an seiner Veranstaltung teilzunehmen und auf mein Erscheinen gedrängt. Wie Ihr vielleicht wisst, finden Ende März Kommunalwahlen in der Türkei statt und auch er möchte wiedergewählt werden. Sisli ist sozusagen das „Manhattan“ Istanbuls, Sitz der meisten großen türkischen Holdings und internationalen Firmen. Hier findet man riesige Bürokomplexe ebenso, wie die teuersten Designer Läden, High Socitiey Cafes, aber auch alte ehrwürdige Gebäude. In einem Umkreis von etwa 500 Meter sind alleine fünf riesige Shopping Centren entstanden, darunter die „Cevahir Mall“, Europas größtes Einkaufszentrum. Die Abdi Ipekci Strasse, im Bezirk Nisantasi gelegen, ist gemessen an den Mietpreisen, die teuerste Strasse der Türkei. Mustafa Sarigül stellt sich, ich glaube bereits zum dritten Mal, zur Wiederwahl. Er ist in der gesamten Türkei, als ein sehr moderner und erfolgreicher Bürgermeister bekannt. Man rechnet damit, dass er mit über 80% der Stimmen wiedergewählt wird. Ich wusste eigentlich gar nicht so richtig, um was für eine Wahlkampfveranstaltung es sich handeln sollte, aber weil auch zwei befreundete Abgeordnete aus Deutschland anwesend sein wollten, dachte ich mir eine Teilnahme könnte recht interessant sein. Man teilte mir mit, ich solle um 10:30 Uhr an einer bestimmten Strasse sein und weil ich immer noch ein pflichtbewusster Deutscher bin J , war ich auch pünktlich dort. Natürlich im schicken Anzug, obwohl es eisig kalt war und in Strömen regnete. Selbstverständlich war um 10:30 Uhr niemand da und eigentlich hätte ich es wissen müssen, denn in Istanbul muss man angegebene Zeiten immer mal per se um eine Stunde nach vorne verschieben J Aber dann ging es plötzlich los; von allen Seiten strömten Massen von Menschen auf mich zu, Fahnen tragende Menschen, Musikgruppen und alle hatten einen gelben Schal um, aus Solidaritätsbekundung gegenüber Herrn Sarigül (Sari bedeutet Gelb und Gül Rose). So befand ich mich bereits nach wenigen Sekunden im Besitz eines neuen Schals. Mitterweile hatten sich unzählige Medienvertreter hinzugesellt und die Hauptstrasse durch die Polizei einfach mal so gesperrt. Man sollte nicht meinen, dass die Autofahrer bereits an früherer Stelle auf eine solche Sperrung hingewiesen worden wären-man kann sich das kleine Chaos gut vorstellen J -. Es sollen insgesamt über 30.000 Menschen versammelt gewesen sein und natürlich hatte außer mir fast niemand einen Anzug an. Ist ja auch logisch, wenn es saukalt ist und in Strömen regnet J Und dann startete ein ohrenbetäubender Lärm; der Bürgermeister fuhr im Bus vor, auf dem er oben stehend zur Masse grüßte. Er bat mich mit ihm im Bus zu fahren, welches ich auch für ein paar Meter tat, entschied mich dann aber doch zu Fuß den Bus zu begleiten. So startete dann die gesamte Menschenmenge einen Fußmarsch von ungefähr drei Kilometer, immer den Bus des Bürgermeisters begleitend. Mir als altem Kölner hat nur noch das „Kamellen“ Werfen gefehlt und ich hätte annehmen können, ich sei im Rosenmontagszug unterwegs. Denn wie Prinz Karneval stand der Bürgermeister auf dem Bus, winkte und warf „Bützchen“ an die am Wegesrand stehenden und aus den Fenstern der Häuser winkenden Menschen. Frierend, bis auf die Unterwäsche durchnässt rannte ich fast drei Stunden mit der Masse und dem Bürgermeister durch die Strassen Sislis und war froh, als sich diese Wahlkampfveranstaltung dem Ende näherte. Ich war noch nicht ganz zuhause angekommen, als mein Freund Hakan anrief und fragte ob ich Interesse hätte mit ihm und weiteren Freunden am Abend zum Fußballspiel Besiktas gegen Trabzonspor zu gehen. Natürlich sagte ich zu, denn ich hatte heute ja zu Genüge gelernt, wie man Kälte und strömenden Regen aushält J In der Zwischenzeit riefen dann auch noch zwei Stern.de Leser an, die für ein paar Tage in Istanbul weilten und mich im Vorfeld um Tipps für ein interessantes Entertainment Programm nachfragten. Sie informierten mich, dass sie auch zum Fußballspiel gehen und mich im Anschluß gerne auf ein Bier einladen möchten. So traf ich mich dann gegen 17:00 Uhr mit meinen Freunden in einer Bar in Nisantasi, man muss ja vor dem Spiel ein bischen „Treibstoff“ einführen, damit es im Stadion nicht zu kalt ist. Hüstel. Eine Eintrittskarte hatte ich noch nicht, aber meine Freunde meinten, es sei überhaupt kein Problem vor dem Stadion eine Karte zu bekommen. Zehn Minuten vor Spielbeginn (das Spiel startete um 19:00 Uhr), trafen wir dann auf einem Parkplatz eine etwas obskure Gestalt und für 100 Türkische Lira, wechselte die Karte in meinen Besitz. Das Besiktas Stadion liegt nur wenige Meter vom Bosporus entfernt, in unmittelbarer Nähe des Swiss Hotels und des Ritz Charlton. Ein altes Stadion und nur mehr als bescheiden überdacht (ich würde sagen überhaupt nicht überdacht). Die mir als VIP Karte verkaufte Eintrittskarte, stellte sich sehr schnell als ganz normale Karte heraus und so stand ich etwa fünf Meter vom Spielfeldrand entfernt, mitten unter Besikats Fans (ich erwähne dies an dieser Stelle, da ich ja eigentlich ein Fan von Fenerbahce bin). Obwohl die Reihen mit Sitzplätzen durchzogen waren, saß aber niemand auf selbigen, sondern alle standen auf den Sitzen. Alle? Nein, eine Person durfte sich nicht auf die Sitze stellen, denn als ich mich ebenfalls stellen wollte, wurde ich von hinten höflich auf die Schulter geklopft und aufgefordert mich wieder nach unten zu stellen, da ich mit meinen 1.93 m Körpergröße die Sicht verstellen würde. Die Gesichter der jungen Herren sahen recht freundlich aus, sodass ich ihrer Aufforderung gerne nachkam J Es war natürlich saukalt, es goß in Strömen und meine Kapuzen Mütze trug nicht unbedingt zu einer optimalen Sicht bei. So schloß ich mich den Gesängen und Tänzen der Besiktas Fans an, weniger um meine Begeisterung für das Spiel zum Ausdruck zu bringen, sondern vielmehr um die Kälte zu überstehen. (Die Besiktas Fans mögen es mir verzeihen) J Das Spiel selber endete 1:1 und ich hatte mich die meiste Zeit auf den neuen deutschen Spieler von Besiktas, Fabian Ernst, konzentriert. Ich glaube er machte ein gutes Spiel. Nach dem Spiel hatte ich mich dann vor den Toren des Stadions mit den beiden Stern.de Lesern verabredet und noch während ich am Telefon in deutsch sprach, hatte mich schon ein Türke angesprochen, der sich als Spielervermittler mit Wohnsitz Hamburg herausstellte. Kurz Vistenkarten ausgetauscht (es regnete immer noch in Strömen), paralell die beiden Leser zum Treffpunkt koordinierend, schaute ich auch schon nach einem Taxi. Auf dem Weg dorthin, traf ich dann auch auf die beiden Leser und mit „Fikrit“ und „Danny“ machte ich mich auf den Weg ins „Serif Restaurant“ in Harbiye. Dort angekommen warten schon meine Kumpels und mit leckerem Essen und viel Raki liessen wir dann den Abend ausklingen. Fikrit und Danny hatten glaube ich viel Spaß und einen Eindruck bekommen, wie türkische Männer den Besuch eines Fußballspiels abrunden J So aufregend können Sonntage in Istanbul sein, wobei ich zugeben muss, mir die nächsten mindestens vier Sonntage auf meinem gemütlichen und warmen Sofa vorreserviert zu haben J Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass ich mich sehr darüber gefreut habe, dass durch meinen Blog nicht nur virtuelle Freundschaften entstehen, sondern bis ins reale Leben übertragen werden können. Mit den besten Grüßen aus dem heute sonnigen Istanbul. Euer Mario PS: Fikrit und Danny: ich hoffe Ihr seid wieder sicher in der Heimat angekommen? War schön mit euch.
Großbritannien ist mal wieder geschockt: Ein 13-jähriger Junge ist Vater geworden. Doch Alfie Patten ist nur ein Fall von vielen. Die Revolverblätter zahlen große Summen an die frischgebackenen Eltern - und im Hintergrund zieht ein berüchtigter Medienberater die Strippen.
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