Eine Barbie wie du und ich

5. Juli 2013, 17:34 Uhr

Groß, schlank und mit einer Wespentaille ausgestattet, prägt Barbie seit Jahrzehnten das Körperideal kleiner Mädchen. Für manche sind Essstörungen die Folge. Ein amerikanischer Künstler schuf Abhilfe. Von Susanne Baller

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Seit 54 Jahren schwebt sie als ätherisches Überwesen von den Fließbändern des amerikanischen Spielzeugherstellers Mattel: Barbie. Strahlend schön, mit endlos langen Beinen, schlanken Waden und einer Traumtaille bestimmt die Plastikpuppe seit Jahrzehnten in rund 150 Ländern das Schönheitsideal - meilenweit entfernt von der Realität. Eine wissenschaftliche Studie von Helga Dittmar über den Einfluss von Barbie auf die Körperideale von fünf- bis achtjährigen Mädchen und ihr Essverhalten hat Nickolay Lamm inspiriert, eine eigene Barbie herzustellen, die "normal" aussieht. Der Künstler hatte zuvor bereits Experimente damit gemacht, die Puppe abzuschminken und war zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Ebenso sympatisch kommt nun sein neuestes Werk daher: Nach den Maßen der amerikanischen Durchschnittsfrau entstand eine Barbie, die man (fast) zur Freundin haben möchte.

Allerdings sind nicht alle Barbie-Fans mit dem Ergebnis einverstanden, wie die Reaktionen auf der Website zeigen, auf der Lamm seine Arbeit vorstellt: "Ich nehme das Original-Barbie", heißt es dort, "Mädchen, die damit Probleme haben, sollten zum Psychiater."

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