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"Ich mag meinen Körper"

Wer als Model arbeiten will, braucht einen makellosen Körper. Falsch! Der Hamburger Mario Galla macht trotz Beinprothese eine rasante Karriere im Modebusiness. stern.de traf den 24-Jährigen zum Interview.

Herr Galla, während der Berliner Modewoche waren Sie bei der Show von Michael Michalsky in kurzen Hosen zu sehen. Ihr Auftritt lieferte reichlich Diskussionsstoff. Haben Sie damit gerechnet?
Mir war nicht bewusst, dass mein Auftritt bei Michalsky solche Wellen schlagen könnte. Ich gelte jetzt ganz offiziell als ‚das Schockmodel’. Dabei war das gar nicht als Provokation gedacht. Ich trage auch privat kurze Hosen. Ob ich das nun auf dem Laufsteg tue oder zuhause, ist für mich kein Unterschied. Es gab Shows, bei denen ich lange Hosen anhatte und aufgeregter war.

Haben Sie darüber nachgedacht, dass Sie Teil einer PR-Inszenierung sein könnten?


Ich kann mir nicht vorstellen, dass Michalsky am Anfang seiner Kollektion dachte, dass er unbedingt ein gehandicaptes Model braucht. So war es sicher nicht, das wäre wirklich unethisch. Er war einfach couragiert genug zu zeigen, dass ich ein Handicap habe, und dass es vollkommen okay ist. Er hat mir eine Plattform geboten und das finde ich extrem cool.

Wo wurden Sie entdeckt?


In einem Fast-Food-Restaurant. Ein Modelscout hat mich angesprochen, und wir haben Nummern getauscht. Anschließend war ich bei einem Casting mit sechs anderen Jungs. Die sahen alle ganz schön gut aus, aber am Ende war ich der einzige, der genommen wurde.

Haben Sie Ihre Behinderung gleich offen angesprochen?


Nein. Erst nachdem die Polaroids gemacht waren, habe ich meiner Agentur PMA meine Prothese gezeigt. Sie meinten, das sei kein Problem und nach zwei Monaten hatte ich tatsächlich meinen ersten Job für Hugo Boss. Das war vor drei Jahren.

Und bei Michalsky - wie lief das Casting?
Die haben gesehen, dass ich humpele und ich habe ihnen von meiner Behinderung erzählt. Erst später zeigte ich Michalsky meine Prothese und erklärte ihm wie das Ganze funktioniert. Dann hat er sich überlegt, dass ich in kurzen Hosen laufen soll.

Gab es schon Fotoproduktionen, in denen man Ihre Prothese sehen konnte?


Ja, im Magazin "The Amuser" gab es eine Strecke von Franck Glenisson. Auf einem Bild bin ich am Strand mit kurzer Hose. Das hat in Frankreich für viel Aufregung gesorgt, aber hier in Deutschland hat man davon nichts mitbekommen. Das Bild hing hinterher sogar in der Nationalgalerie in Paris. Ich bin extra hingefahren, um es mir anzusehen.

Wie gehen Sie mit all der Aufmerksamkeit um? Diese zielt ja immer auch auf Ihr Handicap ab.


Ich hab nie Probleme gehabt in der Öffentlichkeit zu stehen, mittlerweile macht es mir sogar richtig Spaß. Ich hab schon in einem Kurzfilm mitgespielt und seit einem Jahr begleitet mich ein Kamerateam. Aus dem Material soll eine TV-Dokumentation entstehen. Der Arbeitstitel lautet "Mario Galla - Mit einem Bein im Modelbusiness".

Finden Sie sich selbst eigentlich schön?


Ja, ich mag meinen Körper. Er entspricht den Ansprüchen eines Models. Ich mache privat sehr viel Sport, um mich in Form zu halten. Deswegen trage ich auch eine Sportprothese mit Carbongelenken statt einer hautfarbenen Prothese.

Engagieren Sie sich für Behinderte?


Ich werde in Interviews oft gefragt, ob ich mich als Repräsentant einer Randgruppe fühle. Ehrlich gesagt: überhaupt nicht! Ich habe mich nie wirklich als Behinderter gesehen, weil ich nie eingeschränkt war. Ich sehe mich nicht in der Rolle desjenigen, der für die Rechte der Behinderten in der Gesellschaft kämpft. Das ist nicht mein Job. Ich bin Mario, der modelt und zufällig ein Handicap hat.

Interview: Sidar Barut

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