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Der politische Gottesbeweis scheint erbracht: 8,6 Prozent! FDP gerettet! Christian Lindner kann über Wasser laufen, zumindest an Rhein und Ruhr. Philipp Rösler droht zum Scheinvorsitzenden zu werden.
Was vor Kurzem als Modesünde galt, hat inzwischen einen eigenen Gedenktag: die Jogginghose. Dass der gepimpte Sportklassiker auch in Büros Einzug hält, dafür will der Internationale Jogginghosentag sorgen. Das krude Event erhält rasanten Zulauf.
Wenn Sie Ihr Hemd selbst bügeln müssen, ist das kein Grund zu verzweifeln. Folgen Sie einfach der Gebrauchsanweisung aus unserer Infografik, so laufen Sie nicht Gefahr wieder zu zerknittern, was Sie schon einmal geglättet haben.
Oder: Kleine Geschichten zum Eingang und für den Ausgang. Worum es heute geht: Sonnenuntergänge, Osterhasen, Weihnachtsmänner, Luke Skywalker, eine dicker, grüner Frosch, die tibetische Flagge, das Peace-Zeichen, eine tolle Collage, Aufkleber von The Selby und noch dies & das. Der getrennte Papi hat die wunderbarste Haustür "überhaupt". Das finden jedenfalls Alexander, Marie und der getrennte Papi. Den zusammen haben wir diese Tür im Laufe der Zeit mit so vielen Aufklebern, Basteleien und Bildern versehen, das kaum noch etwas Platz darauf findet -  nur noch sehr kleine Bilder, Basteleien und Aufkleber. Selbstverständlich haben sie alle ihre eigenen kleinen Geschichten. Etwa die Bilder von Marie für ihren getrennten Papi. "Sonnenaufgänge sind doch immer so schön, davon kann Papi nie genug," sagt Marie. Auf einem Bild reiten wir alle Drei in Richtung Sonnenuntergang. Die Osterhasen und Weihnachtsmänner hat Alexander im Kindergarten gebastelt, sie sind ganz bunt und fröhlich und lachen den ganzen Tag, na ja, natürlich auch die ganze Nacht: logisch. Selbstverständlich hat es auf unserer Tür jede Menge Star Wars -Aufkleber, etwa mit Luke Skywalker und Jedi-Meister Yoda - also nur Gute, Böse wie Darth Vader oder so wollen wir nicht an der Tür haben. "Das würde uns kein Glück bringen," finden Marie und Alexander. Den dicken, grünen Frosch hat Marie in der Schule mal gebastelt und bemalt, den ihre Klasse ist schließlich die Frösche-Klasse. Die tibetische Flagge hat der getrennte Papi auf die Tür gebracht. Sehon bevor er vor Jahren einmal zu einer Privat-Audienz mit dem Kundün - so nennen die Tibeter ( Böpa ) Seine Heiligkeit, den 14. Dalai Lama - eingeladen war, hat sich der getrennte Papi für die Autonomie von Tibet eingesetzt. "Alle Menschen sollen frei sein, egal wo sie auf der Welt leben," sagen Alexander und Marie. Dazu passt das neongrüne Peace-Zeichen, das wir auf dem Hamburger Dom uns ausgesucht haben, zusammen mit einem in Pink, als wir ein Kamel-Rennen zusammen gewonnen haben, das hat seinen Platz im Wohnzimmer. Nicht zu vergessen ist noch eine wunderschöne Collage, die Alexander und Marie für den getrennten Papi mit ganz vielen bunten Bildern von sich auf dem iPad kreiert haben. Und weil der getrennte Papi ein Riesen-Fan von The Selby is in your place ist , hat er aus diesem fabelhaften Buch die Aufkleber auf seine Haustür geklebt: den Rad- und den Raumfähre, die Seifenkiste, den Schmetterling, die Tomatenstaude, das Hippie-Oberhemd oder ein Frauen-Bein-Paar. Das haben wir - Alexanders' Idee - direkt unter den Türknauf angebracht. "Sieht echt lustig aus," meinen die Kids. Was ist noch so auf der Tür zu sehen? Etwa ein Postillon, ein altmodische Sofa, Herzen (ist doch klaro), Drachen, Tiger, Wickie, ein Karl Marx-Kopf ("Get rich or buy trying") aus dem sehr empfehlenswerten Sticker-Magazin Klebstoff # 3 , ein rote Blume aus Pappmaché oder ein Polaroid von Alexander mit dem Weihnachtsmann (Sie erinnern sich: Der getrennte Papi hat ja die Telefonnummer von Santa Claus). Wahrscheinlich müssen wir alsbald verstärkt die Haustür des getrennten Papi von innen verschönern, jetzt hängen dort bereits ein güldener und ein türkisfarbener Stern. "Ein guter Anfang," Marie und Alexander klatschen in ihre Hände. Alsbald dann wieder mehr vom getrennten Papi...
Die Autoindustrie klagt, die Bundesregierung gewährt Steuernachlässe, nun soll der Bürger Vollzug melden und zuhauf Neuwagen kaufen. Dabei spricht vieles dagegen, vor einer drohenden Wirtschaftskrise das Geld mit vollen Händen auszugeben.
Nicht nur im Kinofilm "Wolke 9" ist Sex jenseits der 60 ein Thema. Alte Menschen haben Lust auf Sex, entweder mit ihrem langjährigen Partner - oder mit einem neuen. Sie empfinden ihr Sexualleben intensiver als früher. Doch oft funken ihre erwachsenen Kinder dazwischen, Sex im Alter ist verpönt.
Auf du und du mit Mr. Wikipedia: Jimmy Wales, der Mann, der jetzt gegen Google antreten will. Mit Hilfe der ganzen Welt. Das Schöne daran, in San Francisco zu leben, ist nicht das Wetter. Die meisten Leute glauben, dass immerzu die Sonne scheine und die Menschen hier die meiste Zeit am Strand liegen - schließlich reden wir von Kalifornien. Und dann kommen sie herbeigeflogen, laufen in Shorts und T-Shirts durch die Stadt und frieren sich im allgegenwärtigen Sommernebel diverse Körperteile ab. All diesen Leuten sei gesagt: Ihr seid in Florida, Las Vegas oder San Diego besser aufgehoben. Nein, das Schöne an San Francisco - neben dem Golden Gate, Sausalito und Tiburon, Angel Island, Berkeley und vielen anderen Dingen, die nichts mit dem Thema dieses Blogs zu tun haben - sind die Nähe zum Silicon Valley und die Tatsache, dass es Einrichtungen wie den Commonwealth Club gibt. Bei dieser ehrwürdigen Institution, nunmehr 101 Jahre alt, schauen allerlei spannende Menschen vorbei, halten Vorträge und geben Interviews, und wenn man Glück hat, kann man ihnen hinterher hallo sagen und noch ein bisschen plaudern. Am Mittwoch war Jimmy Wales beim Commonwealth Club, der Wikipedia-Gründer. Er saß in einem Sessel auf der Bühne und entsprach ganz dem Bild des unscheinbaren Internet-Moguls, wie er neulich im Magazin "Fast Company" beschrieben wurde: ein 40-jähriger ehemaliger Wall-Street-Händler, früh zu Wohlstand gekommen, der es sich leisten kann, sein Online-Lexikon wie ein Liebhaberprojekt zu betreiben. (Wikipedia gehört einer gemeinnützigen Stiftung, und Wales bekommt kein Gehalt.) Dieser Jimmy Donal Wales liebt es leger, nennt sich gern "Jimbo", spricht mit sanfter Stimme, lässt keine Chance aus, mit leuchtenden Augen von seiner kleinen Tochter zu schwärmen, und trägt demonstrativ kein Oberhemd, sondern ein T-Shirt unterm Sakko. Aber es gibt noch einen zweiten Jimmy Wales - einen, der eben doch nicht ohne Sakko und Anzughose auf der Bühne sitzen mag und dessen Ambitionen durch den Erfolg der Wikipedia noch lange nicht gestillt sind. Dieser Jimmy Wales, der ehemalige Finanzmanager, hat Großes vor: Zunächst einmal will er mit seiner Firma Wikia - die Geld verdienen kann, darf und soll, anders als die Wikipedia-Stiftung - eine Art digitale Verlags-Kommune aufbauen. Er nennt das "den Rest der Bibliothek füllen" - wobei die Wikipedia die Rolle des Großen Brockhaus' einnimmt und die vielen, vielen Wikis, die gerade rund um die Welt entstehen, den einzelnen Büchern in der Bibliothek entsprechen. Es gibt (laut Wikipedia) derzeit über 3000 Wikis in über 50 Sprachen, zu einem breiten Themenspektrum, das von Autismus über Lego und die Muppets bis zu World of Warcraft reicht - das derzeit beliebteste Wiki von allen. "Es ist fantastisch, mit welchen Dingen der Rest der Bibliothek gefüllt wird", freut sich der Wikia-Chef, für den jedes neue Thema bares Geld bedeutet, weil es seiner Firma erlaubt, auf all den Wikiseiten, die seine Nutzer füllen, Anzeigen zu schalten. Diese Anzeigen werden ironischerweise über Google vermarktet - ausgerechnet jene Firma, die Wales als nächstes ins Visier nehmen möchte, und zwar mit einer Suchmaschine, die nach dem Community-Prinzip funktioniert. Über das Wie ließ er sich leider weniger entlocken als über das Warum: "Für mich geht es hier fast schon um ein politisches Statement", sagte Wales. "Es ist ein Statement dazu, was wir als Bürger der Welt erwarten sollten von Suchmaschinen, die den größten Teil des Verkehrs im Internet lenken." Google, Yahoo & Co. sind für ihn hermetisch abgeriegelte Firmen, die sich nicht in die Karten schauen lassen - wofür es, muss man sagen, gute Gründe gibt: Die Suchmaschinen halten die Methoden, nach denen sie Treffer bewerten und auflisten, ja auch deshalb weitgehend geheim, weil es viel zu viele Betreiber von Websites gibt, die versuchen, ihre Popularität künstlich zu steigern, um dadurch auf der Trefferliste weiter oben zu landen. Wales allerdings glaubt, dass Suchmaschinen-Spamming das kleinere Übel ist und sich mit Hilfe der Community überwinden lässt. "Wir sollten ein gewisses Maß an Offenheit, Transparenz und Gelegenheit zum Mitmachen erwarten", fordert er. "All das ist extrem wichtig." Deshalb nun also sein Versuch, mit einer Art "Wikihoogle"-Suchmaschine gegen die etablierte Konkurrenz anzutreten. "Ich denke, dass wir so etwas aufbauen können, und ich möchte, dass die Web-Gemeinde zusammenkommt, um es zu versuchen", sagt Wales. Dass "Fast Company" ihn deshalb schon zu "Googles schlimmstem Alptraum" erklärt hat, ist ihm dann aber doch unangenehm. "Meine Mutter hat gleich zehn Hefte gekauft", erzählte Wales ins Gelächter des Publikums beim Commonwealth Club hinein, "aber ich fühle mich in dieser Rolle als Google-Killer nicht wohl". Im Augenblick stehe das Projekt "noch ganz am Anfang". Klein angefangen hat freilich auch einst seine Wikipedia, und schau an, was daraus geworden ist: Über sechs Millionen Einträge in gut 130 Sprachen zählt das Online-Lexikon heute und ist nach Zahl der Besucher gerechnet die neuntbeliebteste Seite im Internet. Gut 280.000 Menschen beteiligen sich an dem Projekt auf die eine oder andere Art - freiwillig, unbezahlt. Die Wikimedia-Stiftung, die die Website am Laufen hält, beschäftigt dagegen nur sieben Mitarbeiter. "Die neuntgrößte Website mit sieben Vollzeitjobs, das ist ein Verhältnis, mit dem sonst keiner mithalten kann", freut sich Wales. Allerdings hat die Popularität auch eine Kehrseite: Die Kosten für die Computer, die all die Lexikon-Einträge speichern, und die Datenleitungen, die all die Besucher bedienen - diese Kosten steigen ähnlich schnell wie die Popularität der Wikipedia. Im vorigen Jahr habe die Wikimedia-Stiftung etwa eine Million Dollar ausgegeben, "vorwiegend für Hardware und Datenverkehr"; in diesem Jahr werden es vermutlich zwei bis drei Millionen sein. Trotzdem ist Wales nicht bange, dass die Stiftung in die Miesen rutschen könnte - er habe so viele Freunde im Silicon Valley, erzählte er im Anschluss an seinen offiziellen Auftritt, dass er eigentlich nur mit dem Klingelbeutel durch das Tal der Technik laufen müsste, um genügend Geld aufzutreiben, sollte es irgendwann mal eng werden. Aber danach sehe es derzeit ohnehin nicht aus, weil das Spendenaufkommen ebenfalls wachse. Ob er, der erfolgreiche Wall-Street-Mann und Unternehmer, der Wikimedia-Stifung auch selber etwas gebe, wollte ich wissen. Wales stutzte einen Moment, lächelte verschmitzt und sagte: "Geld nicht – nur mein Leben." Auch wieder wahr. Wer will, kann Wales' Auftritt beim Commonwealth Club demnächst als Podcast anhören: http://www.commonwealthclub.org/broadcast/#podcast
In einem durchsichtigen schwarzen Häkelkleid von Yves Saint Laurent erschien TV- und Werbestar Verona Feldbusch zu ihrer Verlobungs- und Geburtstagsfeier in Hamburg mit mehr als 100 Gästen.
Seit zwei Jahren zahlen wir mit dem Euro. Und werden den Eindruck nicht los: Verdammt, alles wird teurer! Der stern lädt Sie ein auf eine Reise durch die neue Welt des Konsums.
"Schlabber-Look" und Military-Stil sind im nächsten Sommer passé: Zum Abschluss der Pariser Kollektionsschauen der Herren zeigten die Designer wieder "schöne Männer".
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