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Mon Dieu! Penisse auf dem Pariser Laufsteg

Alle reden nur von seinen Penissen: Designer Rick Owens hat in Paris Männermode mit Einblick präsentiert. Sehen wir Herren bald unten ohne auf der Arbeit?

  Mann trägt unten ohne: Designer Rick Owens schickt seine Models ohne Unterwäsche auf den Laufsteg.

Mann trägt unten ohne: Designer Rick Owens schickt seine Models ohne Unterwäsche auf den Laufsteg.

An nackte Busen auf dem Laufsteg von Karl Lagerfeld oder äußerst knappe Badehosen bei der Sommermodenschau von Dolce&Gabbana haben wir uns längst gewöhnt. Selbst die Sado-Maso-Models von Skandaldesigner Patrick Mohr vermögen nur bedingt zu schocken. Aber das, was der amerikanische Modedesigner Rick Owens jetzt auf der Herrenmodenschau in Paris gezeigt hat, wagte vor ihm noch keiner: Penis-Alarm auf dem Catwalk.

In Paris zeigte Owens seine aktuelle Männerkollektion für den kommenden Winter 2015/2016. Er steckt die Herren der Schöpfung in weite Umhänge und Tuniken und lässt sie dabei fast ein wenig wie römische Gladiatoren wirken. Statt körperbetonter Schnitte setzt er auf einen lässigen Look in vielen Grau-, Schwarz, und Brauntönen. Sexy wirkt das nicht gerade - wäre da nicht ein kleines Detail, das Owen bewusst weggelassen hat.

  Viele mussten zweimal hingucken, um die Provokation zu erkennen.

Viele mussten zweimal hingucken, um die Provokation zu erkennen.

Eigener Hashtag auf Twitter

Denn die meisten seiner Entwürfe sind im Lendenbereich ausgeschnitten oder mit einem Loch versehen - im Designer-Neudeutsch "Cut-Out" genannt. Da seine Laufstegmodels keine Unterwäsche trugen, bekamen die Zuschauer der feinen Pariser Modenwoche deshalb etwas zu sehen, was sie zuvor auf dem Laufsteg so noch nie präsentiert bekommen hatten: Penisse.

Mon Dieu! Es baumelte zwischen den Kutten der Männermodels. Viele der Zuschauer mussten zweimal hinsehen, um es zu glauben. Denn Owens Einblicke waren wohl dosiert und zwischen viel Stoff versteckt. Zu sehen war sie trotzdem - und das löste unterschiedliche Reaktionen aus. Von "Igitt" bis "Bravo" war alles dabei. Auf Twitter bekam Owens sogar einen eigenen Hashtag verpasst, auf dem das Für und Wider der Mode diskutiert wird. Aus Rick wurde kurzerhand "dickowens", denn "Dick" ist englisch und bedeutet so viel wie Penis.

Nicht kreativ, aber lehrreich

Sehen wir Männer bald unten ohne auf der Straße oder gar bei der Arbeit? Nein. Denn natürlich ist diese Kollektion nicht ready to wear sondern eine gewollte Provokation, ein Tabubruch. Niemand will seinen Kollegen nackt in der Kantine begegnen oder seinem Chef in den entblößten Schritt gucken müssen. Stattdessen hält Owens den Männern mit seiner Fleischbeschau den Spiegel vor. Seht her, so fühlt es sich an, wenn Frauen nackte weibliche Models auf dem Laufsteg sehen. Seine nackten Penisse mögen nicht besonders kreativ sein, aber ein Lehrstück in Sachen Geschlechterrolle. Dafür gebührt ihm Applaus, nicht für die Löcher in seinen Kutten.

mai
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