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Sommersprossen gelten als neues Schönheitsideal

"Ich bin total verschossen, in deine Sommersprossen" - schon der Hit der "Neuen Deutschen Welle" huldigte den Pigmentflecken auf der Haut. Früher noch weggeschminkt, sind sie heute begehrt.

Früher galten Sommersprossen als Schrecken aller Hellhäutigen und Rothaarigen. In "Vom Winde verweht" bekommt Scarlett O'Hara ihre Farbtupfer von der Hausangestellten überpudert. Nicht wenige Frauen traktierten ihre Haut mit einer Bleichcreme, bevor deren schädlichen Inhaltsstoffe bekannt wurden. Doch das ist lange her. Heute sind Sommersprossen "absolut in. Sie sind kein Makel mehr - im Gegenteil, die Kosmetikindustrie bietet sogar künstliche Sommersprossen an.

Hellhäutige, rothaarige und vor allem sommersprossige Models zieren die Modezeitschriften, und Schauspielerinnen wie die "Tatort"-Kommissarin Andrea Sawatzki kommen an. Die großen Modelagenturen vermitteln problemlos helle Hauttypen. Nach Schätzung von Margit Kohle von der Hamburger Agentur Body & Soul haben zwar nur etwa zwei Prozent aller Models Sommersprossen. Die Nachfrage nach ihnen sei aber groß, besonders bei Herstellern von Öko-Mode, sagt Kohle. "Sommersprossen sind überhaupt kein Nachteil", bestätigt auch Ted Linow von der Agentur Mega.

Der Kosmetikhersteller Lancome den Stift "Crayon Freckles" auf den Markt gebracht, mit dem man sich künstliche Sommersprossen auftragen kann. "Nichts wirkt verführerischer als ein natürlich freches Aussehen", wirbt die Firma für ihre neue Erfindung. "Die Idee ist supergut angekommen", sagt Lancome-Sprecherin Annette Kreuels. Die für Deutschland produzierten Sommersprossen-Stifte sind fast ausverkauft.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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