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Sommersprossen gelten als neues Schönheitsideal

"Ich bin total verschossen, in deine Sommersprossen" - schon der Hit der "Neuen Deutschen Welle" huldigte den Pigmentflecken auf der Haut. Früher noch weggeschminkt, sind sie heute begehrt.

Früher galten Sommersprossen als Schrecken aller Hellhäutigen und Rothaarigen. In "Vom Winde verweht" bekommt Scarlett O'Hara ihre Farbtupfer von der Hausangestellten überpudert. Nicht wenige Frauen traktierten ihre Haut mit einer Bleichcreme, bevor deren schädlichen Inhaltsstoffe bekannt wurden. Doch das ist lange her. Heute sind Sommersprossen "absolut in. Sie sind kein Makel mehr - im Gegenteil, die Kosmetikindustrie bietet sogar künstliche Sommersprossen an.

Hellhäutige, rothaarige und vor allem sommersprossige Models zieren die Modezeitschriften, und Schauspielerinnen wie die "Tatort"-Kommissarin Andrea Sawatzki kommen an. Die großen Modelagenturen vermitteln problemlos helle Hauttypen. Nach Schätzung von Margit Kohle von der Hamburger Agentur Body & Soul haben zwar nur etwa zwei Prozent aller Models Sommersprossen. Die Nachfrage nach ihnen sei aber groß, besonders bei Herstellern von Öko-Mode, sagt Kohle. "Sommersprossen sind überhaupt kein Nachteil", bestätigt auch Ted Linow von der Agentur Mega.

Der Kosmetikhersteller Lancome den Stift "Crayon Freckles" auf den Markt gebracht, mit dem man sich künstliche Sommersprossen auftragen kann. "Nichts wirkt verführerischer als ein natürlich freches Aussehen", wirbt die Firma für ihre neue Erfindung. "Die Idee ist supergut angekommen", sagt Lancome-Sprecherin Annette Kreuels. Die für Deutschland produzierten Sommersprossen-Stifte sind fast ausverkauft.

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