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Pfizer verkauft Viagra in den USA nun auch online

E-Mail-Postfächer sind voll von zwielichtigen Viagra-Angeboten. Laut Stichprobe des Konzerns sind vier von fünf Pillen gefälscht. Jetzt will der Hersteller das Potenzmittel offiziell online verkaufen.

  Pfizer will mit dem Online-Verkauf von Viagra-Pillen auch seinen Ruf schützen, der unter wirkungslosen oder sogar gefährlichen Viagra-Kopien leiden könnte.

Pfizer will mit dem Online-Verkauf von Viagra-Pillen auch seinen Ruf schützen, der unter wirkungslosen oder sogar gefährlichen Viagra-Kopien leiden könnte.

Die E-Mail-Postfächer sind voll von zwielichtigen Angeboten für das Potenzmittel Viagra. Um dem Treiben Einhalt zu gebieten, verkauft der Hersteller Pfizer das Potenzmittel in den USA nun auch ganz offiziell online. Auf der Website viagra.com verspricht der Pharmariese eine diskrete Abwicklung und die Gewissheit, keine gefälschten blauen Pillen zu bekommen.

Der Konzern hatte bei Probekäufen im Internet vor zwei Jahren herausgefunden, dass vier von fünf Pillen gefälscht waren und lediglich 30 bis 50 Prozent des eigentlichen Wirkstoffs enthielten. "Einige Leute sehen nicht die Risiken, denen sie sich aussetzen", erklärte Pfizer-Vertreter Matthew Bassiur in einer am Montag verschickten Mitteilung.

Verkauf weiterhin nur mit Rezept

Für den Online-Verkauf arbeitet der Konzern mit der landesweit vertretenen US-Drogeriekette CVS zusammen, die die gesamte Abwicklung übernimmt. Dabei muss der amerikanische Kunde weiterhin ein Rezept seines Arztes vorlegen, um an das Präparat zu gelangen. Er erspart sich aber den persönlichen Gang zur Apotheke, die in den USA meist in Drogeriemärkten untergebracht ist.

Pfizer will mit dem Angebot letztlich auch seinen Ruf schützen, der unter wirkungslosen oder sogar gefährlichen Viagra-Kopien leiden könnte. Viagra ist für das Unternehmen eine der wichtigsten Einnahmequellen mit einem Umsatz von annähernd 2,1 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) im vergangenen Jahr, Tendenz steigend.

kmi/DPA/DPA

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