"Obszönes" Plakat verärgert US-Sittenwächter

11. Juli 2013, 09:58 Uhr

Um die zwölfte Staffel ihrer Sendung "Project Runway" zu bewerben, ließ sich Heid Klum als Kaiserin inszenieren, umgeben von jungen, nackten Frauen. Das war den Amerikanern zu pornografisch. Von Frank Siering, Los Angeles

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Nur ein paar Tage nach dem nackten Instagram-Hintern verärgert Heidi Klum die prüden amerikanischen Sittenwächter mit einem neuen "Sex-Skandal". Dieses Mal geht es um die Werbekampagne für die zwölfte Staffel ihrer US-Talentshow "Project Runway", die Mitte Juli in Amerika anläuft. Auf dem Foto ist Heidi Klum zu sehen, wie sie als Kaiserin verkleidet auf einem Thron sitzt. Flankiert wird sie von ihrem Assistenten, dem Modedesigner Tim Gunn - und einer ganzen Horde nackter Models, die sich der Deutschen zu Füßen legen. Als Inspiration diente Hans Christian Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider".

Heidi Klum, Project Runway, Model

Dieses Motiv erregte die Sittenwächter in Los Angeles: Model Heidi Klum, verkleidet als Marie Antoinette, der ein Dutzend nackter Models zu Füße liegen.©

Die Kampagne war als überdimensionale Werbetafel gedacht, die am Rande der Straßen von Los Angeles stehen. Deshalb musste das städtische Ordnungsamt sein Okay geben. Doch schon nach der ersten Prüfung der Bilder urteilten die Ordnungshüter, dass die Aufnahme viel zu "obszön" und "frivol" sei und deshalb so nicht zugelassen werde. Jetzt sollen die nackten Models, die Klum zu Füßen liegen, mit Unterwäsche bedacht werden.

Erst dann will die Stadt entscheiden, ob sie die als "Fashion Reigns" ("Mode regiert") angekündigte Kampagne, erlauben will. Klum selbst veröffentlichte das Motiv auf ihrer Facebookseite und schrieb dazu: "Project Runway Designer! Wir brauchen Kleider für diese Leute! Schnell!" Weniger prüde waren auch die New Yorker Stadtangestellten. Im "Big Apple" wurde die Werbung, so wie ursprünglich konzipiert, zugelassen.

Ärger um halbnacktes Instagram-Foto

Erst vor ein paar Tagen hatte Klum einen weiteren ihrer Arbeitgeber verärgert, nachdem sie via Instagram ihren halbnackten Po ins Internet gestellt hatte. Der Internetdienst AOL soll Klum mehr als eine Million Dollar zahlen, um über die Lifestyle-Seite Heidiklum.aol.com Besucher anzulocken. Die Seite wurde vor zwei Jahren gestartet, hat aber bislang angeblich nicht den erwarteten Erfolg.

Als Klum nun auf den Bahamas ihr braungebranntes Hinterteil fotografieren ließ, sollen AOL-Verantwortliche wütend gewesen sein, weil dieses Foto "bei AOL mindestens zehn Millionen Klicks bekommen hätte", sagte eine namentlich nicht genannte Quelle der "New York Daily News".

Die Chefs bei AOL seien sauer, weil Klum solche privaten Fotos "lieber kostenlos weggibt, statt sie mit den AOL-Kunden zu teilen". Klum soll mit dem Argument gekontert haben, dass ihr Vertrag mit AOL "nicht exklusiv" sei. Böse Zungen behaupten, die Deutsche habe die jüngsten "Sex-Skandälchen" gezielt lanciert, um ihrer unter Zuschauerschwund leidenden Sendung "Project Runway" noch einmal eine ordentliche Portion Aufmerksamkeit zu sichern.

 
 
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