19. Juni 2012, 21:11 Uhr

Frauen mögen Fernsehen lieber als Sex

Aufklärungspapst Oswalt Kolle wäre entsetzt: Eine Umfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der weiblichen Bevölkerung hierzulande eher auf Sex als auf Fernsehen verzichten würde - und das für ein ganzes Jahr. Auch Süßigkeiten liegen erschreckend hoch im Kurs.

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Wie gut ist das Sexleben der Deutschen? Die Ergebnisse einer am Dienstag vorgestellten Studie lassen das Schlimmste befürchten.©

Frauen würden mehrheitlich lieber ein Jahr lang auf Sex verzichten als auf Fernsehen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen. Bei den Männern in Deutschland ist es umgekehrt, ihnen fiele eine zwölfmonatige TV-Pause mehrheitlich leichter als ein Verzicht auf Erotik. Der Befragung zufolge entschieden sich 57,6 Prozent der Frauen für einen Sex- statt einen Fernsehverzicht, wenn sie vor die Wahl gestellt würden, wie die Stiftung am Dienstag in Hamburg mitteilte. Dagegen entsagten in dieser Situation 61,6 Prozent der Männer lieber dem Fernsehen.

Ähnliche Differenzen zwischen den Geschlechtern gab es der Umfrage zufolge bei der hypothetischen Entscheidung zwischen Sex und Süßigkeiten. Immerhin 46,8 Prozent der Frauen in Deutschland würden demnach eher für ein Jahr auf Sex als auf Naschereien verzichten. Bei den Männern sind dazu nur 21,6 Prozent bereit. 78,4 Prozent geben Sex den Vorzug, wenn sie wählen müssten.

Frauen mögen Bücher lieber als Computer

Für die Untersuchung befragte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Stiftung für Zukunftsfragen den Angaben zufolge knapp 2200 Menschen ab 14 Jahren. Dabei wurden die Teilnehmer mit diversen vorgegebenen Entscheidungsalternativen konfrontiert. Unter anderem kam auch heraus, dass eine Mehrheit der Frauen (60,6 Prozent) lieber ein Jahr lang auf einen Computer als auf Bücher verzichten würde. Bei den Männer verhält es sich umgekehrt. Sie würden zu 64,5 Prozent eher auf Bücher als Computer aufgeben.

Die Stiftung für Zukunftsfragen ist eine vom Tabakkonzern British American Tobacco gegründete und finanzierte Forschungseinrichtung.

lin/AFP
 
 
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