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"Schmierblatt" - Til Schweiger geht auf Zeitung los

Der Streit zwischen Schauspieler Til Schweiger und der "Hamburger Morgenpost" wird zur unendlichen Geschichte: Nach regem Meinungsaustausch musste das Blatt nun eine Gegendarstellung drucken. Schweiger verhöhnt die Redakteure daraufhin bei Facebook.

Til Schweiger: Schauspieler reagiert auf Leitungswasser-Abzocke

Til Schweiger legt im Streit mit der "Hamburger Morgenpost" nach

Der Kleinkrieg um die Trinkwasserpreise geht weiter, gewohnt öffentlichkeitswirksam: Nachdem die Boulevardzeitung "Hamburger Morgenpost" am Mittwoch eine Gegendarstellung des Schauspielers auf der Titelseite drucken musste und wenige Sätze später wieder gegen stichelte (der stern berichtete), zeigt der 53-Jährige bei Facebook unverhohlen seine Freude über den gerichtlichen Coup - und schießt jetzt seinerseits gegen die "Mopo" zurück.

Die Fehde läuft bereits seit Januar

"Was für ein schöner Tag! (...) Große Freude! Das macht Spaß", triumphiert der Schauspieler in seinen Beitrag. Dass die "Mopo" in ihrem Kommentar zur Gegendarstellung die Geschäftspraktiken des Schauspielers in seinem Restaurant "Barefood Deli" kritisierte ("Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet."), scheint Schweiger ebenfalls nicht sonderlich zu beeindrucken. Vielmehr nutzt er den nach seiner Auffassung "läppischen, kleingeistigen" Kommentar der Redaktion für einen Rundumschlag gegen die Zeitung: "Das ist kein Journalismus, das ist einfach nur armseligst. Aber auf der anderen Seite, was soll man von so einem Schmierblatt anderes erwarten?", lässt er seine rund 1,4 Millionen Facebook-Fans wissen.

Til Schweiger nennt die Zeitung "Schmierblatt"

Hintergrund der öffentlich ausgetragenen Fehde ist ein Bericht der "Mopo" vom Januar: Darin hatte sie geschrieben, dass in Schweigers Restaurant den Besuchern Leitungs- statt Markenwasser aufgetischt werde, zu Preisen von bis zu 7,20 Euro je Liter (1,80 Euro für 0,25 Liter). Schweiger widersprach im stern in einem offenen Brief, die "Mopo" konterte in einem Kommentar. Bisheriger Höhepunkt der Auseinandersetzung ist die jetzt veröffentlichte Gegendarstellung - das letzte Wort dürfte aber auch mit Schweigers Facebook-Post noch nicht gesprochen sein. Tausende Likes und Hunderte Kommentare unter den Beiträgen von Schweiger und der "Morgenpost" zeigen, dass offenbar noch Diskussionsbedarf besteht.

 

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