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Beyoncé "sehr stolz" auf Playback-Auftritt

Erstmals hat Beyoncé zugegeben, dass ihre Stimme bei der Amtseinführung von Barack Obama vom Band kam. Wie es sich anhört, wenn sie live singt, demonstrierte sie jetzt bei einer Pressekonferenz.

Von Frank Siering, Los Angeles

  Und sie kann es doch: Bei einer Pressekonferenz zum bevorstehenden Super Bowl sang Beyoncé die US-Nationalhymne live.

Und sie kann es doch: Bei einer Pressekonferenz zum bevorstehenden Super Bowl sang Beyoncé die US-Nationalhymne live.

  • Frank Siering

Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet. Als Amerikas Popikone Beyoncé Knowles die Bühne für die Pressekonferenz des Super Bowls betritt, bei dem sie am Sonntag in New Orleans auftreten soll, staunte die versammelte Weltpresse Bauklötze: Die 31-Jährige sang ganz plötzlich und ohne Ankündigung die amerikanische Nationalhymne. Live und in Farbe. Kein Playback, keine unterlegte Melodie. Die Darstellung war fehlerfrei und bewegend. Die Journalisten klatschten, als Knowles anschließend ans Mikrofon trat und die Veranstaltung mit den Worten "Noch Fragen?" begann.

Tatsächlich hatte die in den vergangenen Wochen stark unter Druck geratene Beyoncé mit diesem Auftritt ihren Kritikern - und davon gab es in jüngster Zeit immer mehr - mit einem genialen PR-Streich den Wind aus den Segeln genommen.

Halb-Playback statt Live-Auftritt

Die Sängerin war nach dem Auftritt bei der Vereidigung von Präsident Barack Obama in Washington in die Schusslinie geraten, weil sie die Nationalhymne nicht live gesungen haben soll. Bislang hatte sie sich zu dem Thema nicht geäußert. Bei der Pressekonferenz zum Super Bowl bezog sie nun Stellung.

"Ich bin eine Perfektionistin", so Beyoncé über ihren Auftritt bei der Präsidenten-Vereidigung. Und weil sie nicht genug Zeit hatte für einen anständigen Soundcheck, so der Popstar weiter, entschloss sie sich kurzfristig einen sogenannten "Backing Track" (Halb-Playback) mit einer zuvor aufgezeichneten Wiedergabe der Hymne abzuspielen. Auf ihren Auftritt bei der Vereidigung sei sie dennoch "sehr stolz". Am 21. Januar habe auch nicht sie, sondern der Präsident im Vordergrund gestanden", so Beyoncé. Und weiter: "Ich wollte ihn und mein Land stolz machen, deshalb habe ich den Live-Auftritt nicht riskiert."

Beyoncé spricht über Fehlgeburt

Bei ihrem geplanten Super-Bowl-Auftritt allerdings, das machte Beyoncé deutlich, "werde ich absolut live singen". Sie sei diesmal bestens vorbereitet und habe "geprobt bis die Füße geblutet haben". Große Sprüche einer großen Künstlerin. 800 Millionen Menschen werden am Sonntag weltweit einschalten, wenn die Baltimore Ravens gegen die San Francisco 49ers um die Meisterschaft in der National Football League (NFL) kämpfen. Und genauestens hinschauen, ob Beyoncé es tatsächlich ernst meint mit der Live-Ankündigung.

Ernst geht es übrigens auch in der neuen Dokumentation "Life is but a dream" des US-Senders HBO zu. Dort gewährt Beyoncé intime Einblicke in ihr Privatleben. In dem Film spricht sie erstmals öffentlich über eine Fehlgeburt, die sie vor zwei Jahren erlitten hat. "Ich habe das Herz schlagen hören, es war die schönste Musik in meinem Leben", beschreibt sie in einer Szene ihre Gefühle. Beyoncé verlor das Baby und ließ ihre Musik als Therapie wirken. "Ich ging ins Studio und schrieb den traurigsten Song, den ich jemals geschrieben habe", so die Künsterlin. "Es war die beste Form von Therapie für mich", sagt sie weiter.

Bei der zweiten Schwangerschaft sollte es dann aber klappen. Im Januar vergangenen Jahres brachte sie ihre Tochter Blue Ivy zur Welt. Der Vater ist der Musiker Jay-Z.

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