Gefährliche Affären

21. November 2012, 06:50 Uhr

Nach dem Fall Petraeus: Warum Männer mit heimlichen Beziehungen Karriere, Familie und ihren Ruf riskieren. Und: Israel - Terror im Heiligen Land.

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Grüne Spitzenkandidaten: Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin treten bei der Bundestagswahl 2013 für ihre Partei an©

Die Kür von Katrin Göring-Eckardt zur Spitzenkandidatin sowie die Diskussion über eine mögliche Koalition ihrer Partei mit der Union im Bund haben sich für die Grünen positiv ausgewirkt. Im stern-RTL-Wahltrend steigen die Grünen im Vergleich zur Woche um 2 Punkte auf ihr Jahreshoch von 16 Prozent. In diesem Jahr hatten sie diesen Wert bislang nur ein Mal, in der ersten Januarwoche, erreicht. Die Union dagegen muss 3 Punkte abgeben, sie fällt auf 36 Prozent zurück. Unverändert wollen 26 Prozent der Wähler für die SPD stimmen, 8 Prozent für die Linke und 4 Prozent für die FDP. Etwas erholen können sich die Piraten, die um 1 Punkt auf 5 Prozent klettern und damit wieder Chancen auf einen Einzug in den Bundestag haben. Auf sonstige Parteien entfallen 5 Prozent.

Bei einem derartigen Wahlergebnis hätten sowohl Union und FDP (gemeinsam 40 Prozent) als auch SPD und Grüne (zusammen 42 Prozent) keine eigene Mehrheit. Als Ausweg bliebe nur eine große Koalition (zusammen 62 Prozent) – oder ein Bündnis von Union und Grünen (gemeinsam 52 Prozent).

Eine solche schwarz-grüne Koalition wird nach einer weiteren Umfrage für den stern von rund jedem dritten Bundesbürger (35 Prozent) positiv gesehen. Als "weniger gut" oder "schlecht" empfinden es 58 Prozent. Sympathien für Schwarz-Grün haben insbesondere die Frauen (38 Prozent von ihnen) und die Jüngeren, 18- bis 29-Jährigen (45 Prozent). Unter den Wählern der Grünen sind 50 Prozent offen für eine Zusammenarbeit mit der Union. Bei denen der Union fänden 47 Prozent ein Zusammengehen mit den Grünen gut.

Mehr als die Hälfte traut Trittin den Job nicht zu

Skeptisch ist ein Großteil der Bürger jedoch, ob Schwarz-Grün das Land besser regieren würde als Schwarz-Gelb. 29 Prozent sind davon überzeugt. 20 Prozent glauben dies nicht. 41 Prozent sehen keinen Unterschied. Vorbehalte gibt es gegen einen möglichen Finanzminister Jürgen Trittin: 52 Prozent aller Bürger und selbst 40 Prozent der Grünen-Wähler trauen ihm diesen Job nicht zu.

Ob den Piraten im Herbst 2013 tatsächlich der Sprung ins Parlament gelingt, liegt nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner auch in der Hand der etablierten Parteien. Dem stern sagte er, sie müssten verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Die Piraten selbst bräuchten nur allen Unzufriedenen eine Heimat zu bieten, dann würde der Unmut über die anderen Parteien sie in den Bundestag tragen. Allerdings dürften die Newcomer, die an diesem Wochenende in Bochum ihren Bundesparteitag abhalten, sich nicht als exotische Außenseiter präsentieren. Güllner: "Sie müssen für den Normalbürger wählbar sein."

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