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Fast Forward: Westworld

Breaking Bad, Game of Thrones, House of Cards: Alles schon gesehen? HBOs neue Serie Westworld wahrscheinlich noch nicht. In der Rubrik Fast Forward blicken wir über den Tellerrand und empfehlen Serien, die nicht jeder kennt - im Schnelldurchlauf.

Worum es geht:
In einer nahen Zukunft verbringen wir vergnügliche Wochenenden nicht mehr in Freizeitparks, mit Achterbahnen und frittierten Köstlichkeiten, sondern in Westworld, einer liebevoll nachgebauten Westernsimulation. Die Besucher können dort nach Herzenslust rumballern, sich im Saloon prügeln oder Affären mit Farmertöchtern eingehen. Westworlds Einwohner sind allesamt Androiden, genannt „Hosts“, die darauf programmiert sind, den Besuchern das Gefühl zu geben, sich in im echten wilden Westen zu befinden.

Worum geht es wirklich:
Ausgelassener Schusswaffenmissbrauch in einer Welt voller willenloser Roboter, da kann doch nichts schiefgehen. Bei einigen Hosts keimen aber Zweifel auf, ob ihre Welt real ist. Und was wäre, wenn unter den Parkbetreibern und Besuchern auch Androiden sind? Schnell fragt man sich: „Was ist hier eigentlich real?“ Und: „Wem kann man vertrauen, der künstlichen Intelligenz oder den Menschen?“

Westworld wurde von Star-Ensemble produziert

Besonderheiten:

Die kreative Lokomotive, die die Serie zieht, besteht aus J.J. Abrams (Star Wars – Das Erwachen der Macht, Lost), Jonathan Noland (Autor der Batman Trilogie, Interstellar und Memento) und Michael Crichton (Autor von Jurassic Park). Jedes Bild ist ein kleines Kunstwerk und das Storytelling baut in der Fantasie des Zuschauers Kartenhäuser, die dann mit Revolverschüssen und Indianergebrüll eingerissen werden.

Die Serie basiert übrigens lose auf dem Film "Westworld" von 1973, der ebenfalls von Michael Crichton inszeniert wurde. 

Was nervt:
Westworld ist das neue Flaggschiff der Entertainment-Juweliere von HBO und steht somit in der Verantwortung, die Sopranos, The Wire und zu beerben. Das Studio hat schon jetzt angekündigt, dass die Geschichte auf mindestens fünf Staffeln ausgelegt ist. Das macht sich an einigen Stellen bereits bemerkbar, denn die verschiedenen Handlungsstränge von Westworld lassen sich kaum zählen und als Zuschauer hat man gelegentlich das Gefühl, dass der springende Punkt konsequent umschifft wird.


Lieblingscharakter:

Besonders interessant ist die Charakterentwicklung der Androiden-Hostess Maeve (Thandie Newton). Sie ist dazu programmiert, die sexuellen und teilweise moralisch fragwürdigen Sehnsüchte der Parkbesucher zu befriedigen. Maeve ist ein Verschleißgegenstand in Westworld, was zu häufigen Reparaturen an ihrem Körper führt. Die häufigen Aufenthalte in der parkeigenen Andoiden-Werkstatt gehen allerdings nicht spurlos an ihrer Festplatte vorbei.

Wo man es sehen kann:
Sky Go und ab 2017 auch auf Sky Atlantic

Staffeln:

Aktuell wurde nur eine Staffel produziert. Weitere vier Staffeln sollen kommen.

Für Fans von:
Western, Sci-Fi, Cyberpunk, Blade Runner, Inception, Jurassic Park

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