HOME

Ihr wollt ein Eigenheim? Dann verzichtet auf Avocado-Toast!

Was haben Avocado-Toast und Latte Macchiato mit einem Hauskauf zu tun? Ein australischer Immobilien-Mogul glaubt, sehr viel. Und gibt Millenials jetzt einen umstrittenen Tipp. 

Avocado und Ziegenkäse auf einer Scheibe Brot

Lecker, so eine Avocado! Aber ein Hindernis auf dem Weg zur Million

Ein kleines Haus mit Garten oder eine Eigentumswohnung in der Stadt – viele träumen von den eigenen vier Wänden. Doch wer kann sich das überhaupt noch leisten? Meist ist es schon Luxus aus der ehemaligen Studenten-WG auszuziehen, alleine oder mit dem Partner in einer Mietwohnung zu leben. 

Für den australischen Immobilien-Mogul Tim Gurner, sind die 20 bis 40-Jährigen selbst Schuld an der Misere. Sein Tipp, um an genug Geld für ein Eigenheim zu kommen: "Als ich mir das erste Mal ein Haus kaufen wollte, habe ich weder Avocado-Toasts für 19 Dollar gekauft, noch vier Kaffee am Tag für je vier Dollar." In dem Interview mit "60 Minutes" erklärt er weiter: "Man darf nicht vergessen: Die Leute, die heute ein Haus besitzen, haben hart dafür gearbeitet." Die Vorstellungen vom Leben und die Erwartungen der Millenial-Generation seien schlicht unrealistisch. Man könne eben nicht jeden Tag essen gehen, sich Kaffee zum Mitnehmen kaufen oder um die Welt reisen. 

Er ist sich sicher, der Traum von der eigenen Immobilie könne für jeden wahr werden, der das wolle.

Wer sponsored by Opa ist, hat leicht reden

Leicht zu sagen für jemanden, der sich für seine erste Investition in eine Immobilie 34.000 Dollar von seinem Großvater leihen konnte und dessen Vermögen heute auf 460 Millionen Dollar geschätzt wird. 

Auch im Netz kam sein Vorschlag alles andere als gut an. Sie merken an, wie teuer Häuser vor allem in den Städten sind, dass es beispielsweise in Sydney kaum mehr eine Immobilie unter 1,5 Millionen Dollar zu kaufen ist. Ein Mann aus New York schreibt: "120 Dollar für Transportmittel, 500 Dollar für Essen, 200 Dollar für Kleidung und 35.000 Dollar für Avocado-Toast. Kann mir jemand dieses Budget-Rätsel erklären?" Ähnliches fragt sich auch Sarah auf Twitter: "Ich habe mein ganzes Avocado-Geld verbraucht, um meine Miete zu bezahlen, oder vielleicht auch für mein Bus-Ticket. Ich bin so ein schlechter Millenial." 

Tim Gurner rechtfertigt sich

Mit den negativen Reaktionen hat der Millionär wohl nicht gerechnet. Um seine Ansichten wieder ins rechte Licht zu rücken, hat er sich nochmal zu seinem Avocado-Tipp geäußert und betont, dass auch er trotz des Darlehns seines Großvaters schwer ackern musste, um seine erste gekaufte Immobilie auf Vordermann zu bringen. "Ich habe jede Nacht auf meinen Händen und Knien den Boden geschliffen, gestrichen, renoviert und im Haus gearbeitet." Von dem Gewinn, den er durch den Verkauf dieser Immobilie erhalten hat und dem Darlehen seines Opas konnte er sich dann wiederum ein Fitnessstudio für 150.000 Dollar kaufen. 


Neon-Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools