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NEON #02/2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Alles noch mal auf Anfang?

Das Leben ist anstrengend – permanent streben wir danach, unsere Situation zu optimieren: Der Job könnte besser sein. Die Beziehung auch. Der Kontostand sowieso. Fast könnte man denken, wir fänden diese Selbstgeißelung irgendwie toll. Ist das Masochismus? Haben wir den Spaß am Leben verloren? Oder doch eher den Verstand? Kaum jemand behauptet heute von sich, absolut und hundertprozentig zufrieden zu sein. Und die wenigen, die es doch tun, machen sich dadurch fast verdächtig: Sie weigern sich, das Spiel mitzuspielen. Denn die Frage nach dem optimalen Leben ist eigentlich ja gar keine Frage, sondern eine Aufforderung: Sei schöner, stärker, cooler, entspannter und bitte auch gesünder, als du es jetzt bist!

Die Erwartungen und Zwänge, die man früher unbedingt erfüllen musste, kamen von den Eltern oder der sozialen Schicht, der man angehörte. Heute sind wir es selbst, die uns unter Druck setzen. »Die Hölle, das sind wir«, schreibt NEON-Autorin Mareike Nieberding in unserer Titelgeschichte »Kopfgefühl« und erklärt, wie man sich Ziele so setzt, dass sie erreichbar bleiben. Anhand ihres eigenen Lebenswegs untersucht Nieberding, wann sie unter Druck falsche Entscheidungen getroffen hat, und wundert sich, dass es uns so ­schwerfällt, Fehler zuzugeben: »Reue ist unmodern geworden.« Die wichtigste Frage lautet aber: Wie findet man heraus, welche Entscheidung die richtige ist? Das fragte NEON-Chefredakteurin Nicole Zepter die Wirtschaftswissenschaftlerin Anja Förster in einem großen Interview. Förster hatte den Mut, eine große Entscheidung für sich zu treffen. Sie kündigte ihren Job in einer Unternehmensberatung und widmet sich seitdem der Frage nach dem Sinn des Berufslebens. Viel Spaß also beim Nachdenken über die eigenen Ziele – und mit diesem Heft.


Unter Wolfsbrüdern

Für die Reportage »The Wolfpack« besuchte NEON-Redakteurin Martina Kix die New Yorker Angulo-Familie (und landete erst einmal auf einer Halloween-Party). Der Anlass war ein ernster: Der Vater Oscar Angulo hatte seine Familie vierzehn Jahre lang ein einer kleinen Wohnung eingesperrt. Die sechs Brüder verrieten Kix, was sie in dieser Zeit am Leben gehalten hat: Batman und andere Hollywood-Filme.


»Fyri ein, sum livir lívið sum journalistur, so kann eg gott fortelja tær, at hetta er verðins stuttligasta arbeiði.«

Das ist Färöisch und heißt: »Als jemand, der sein Leben als Journalist lebt, kann ich nur sagen: Das ist der lustigste Job der Welt.« NEON-Redakteurin Nora Reinhardt ärgerte sich darüber, dass uns das Leistungsdenken auch im Urlaub nicht verlässt, und flog auf die Färöer Inseln, um eine Sprache zu lernen, die kaum jemand spricht.


Schöner Trennen

Ein Bekannter erzählte NEON-Autorin Lena Steeg kürzlich auf einer Party, dass er und seine Freundin sich im »beiderseitigen Einvernehmen« getrennt und zum Abschied eine Reise auf die Malediven unternommen hätten. »Quasi: Ausgeflittert-Wochen«, wunderte sich Steeg und beschreibt in einem klugen Essay den neuen Trend zur Wellness-Trennung.

Ein Vater sperrt seine Söhne jahrelang in einer Wohnung ein. Ihre Rettung: Filme

Schlauer ballern

Kurz nachdem NEON-Autorin Juliane Schiemenz eine US-Waffenmesse besucht hatte, kam es zu dem Massaker von San Bernardino. Schiemenz sprach mit Forschern, die eine Schusswaffe entwickeln wollen, die Schießereien verhindert: eine Smartgun. Während der Recherche probierte Schiemenz auch selbst eine Smartgun aus: »Ich habe immer ins Schwarze getroffen«, sagt sie.


Das ist ein gutes Zeichen!

NEON-Mode­redakteurin Lesley Sevriens hat keine Probleme, mit Worten zu beschreiben, warum wir uns wie anziehen (sollten). Unsere aktuelle Modestrecke schrieb sie allerdings mit der neuen Emoji-Tastatur.


Endlich ankommen

NEON-Stipendiatin Katharina Krug weiß vor einem Umzug nie, wie viele Kartons sie für ihren Hausrat braucht. Im »Besser leben«-Dossier zum Thema Umzug verrät ein Möbelpacker ihr endlich seine geheime Formel. Zusammen mit NEON-Autor Jonas Leppin hat Krug alle Informationen gesammelt, die man vor einem Wohnungswechsel braucht.

Fotos: Daniel Arnold, Javier Castán, Benjamin Rasmussen, Scott Houston / Polaris / laif, Nora Reinhardt


Die neue Ausgabe von NEON gibt es ab jetzt überall am Kiosk und auch digital für das Tablet auf iOS und Android. Hier können Einzelhefte des Magazins nachbestellt werden.

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