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NEON #06/2015

Liebe Leserinnen und Leser,

wir sind uns selbst oft ein großes Rätsel. Um uns zu verstehen, kann man Umfragen in Auftrag geben, Interviews mit Soziologen führen oder Reportagen schreiben. Oder man analysiert die digitalen Spuren, die wir heute in jedem Moment hinterlassen. Auf der gigantischen Fotoplattform Instagram zeigen mehr als 300 Millionen ­Nutzer der ganzen Welt, wie sie essen und reisen, leben und lieben.

Ein NEON-Team, bestehend aus dem Autor Tin Fischer und dem Programmierer David Goldwich, hat fast ein Jahr an ­ei­­­­nem Programm gearbeitet, mit dem sie – legal! – ungeheure Datenmassen bei Instagram absaugen und analysieren konn­­ten. Ihr Instagram-Leaks-Report zeigt Triviales und Tiefgründiges aus dem 21. Jahrhundert. Zum Beispiel, wann es in Deutschland die meisten Regenbogen gibt.

Handyvideos können Verbrechen aufklären helfen
Das zeigt der viel diskutierte Fall in North Charleston, USA, bei dem der Polizist Michael Slager den unbewaffneten ­Walter Scott erschoss. Aufgrund eines Amateurfilms wurde Slager wegen Mordes angeklagt. Für die Mitglieder des brasilianischen Kollektivs Papo Reto ist diese Zeugenschaft trauriger Alltag: Sie posten Videos von Polizeiübergriffen in den Favelas ­Rio de Janeiros. Welche Macht ihre Auf­nahmen haben, zeigt die Reportage von Matthew Shaer und Sebastián Liste.

»Eigentlich ist eine große Gemeinheit, ein 35 Jahre alten Mann zu einem Interview mit Ryan Gosling zu schicken.«
Schreibt unser Autor Jürgen Schmieder. Während Normalmenschen mit 35 fast in der Midlife-Crisis sind, ist Gosling immer noch: topfit und einfach schön. Die Gelegenheit, den Schauspieler in Beverly Hills zu treffen, ließ sich Schmieder dann doch nicht entgehen (zur Enttäuschung einiger Redakteurinnen, die den Job gerne übernommen hätten). Gosling war bei dem Treffen in Plauderlaune: Angst vor dem Alter hat er nicht. »Ich habe das Gefühl, dass alles erst richtig losgeht.«

Brauchen Paare wirklich ein gemeinsames Hobby (außer Sex)?
Fragte sich NEON-Autorin Lena Steeg und schrieb unsere Titelgeschichte »So hält die Liebe!«. Es ist ja schon seltsam, dass wir mit dem Menschen, den wir am meisten lieben, vor allem auf der Couch rumliegen und hinter dem Herd stehen. Über Facebook fand Steeg spannende Paare, die außer Liebe

auch eine Leidenschaft verbindet. Die Fotografen Evelyn Dragan und Ramon Haindl (links) reisten gemeinsam durch verschiedene deutsche Städte, um unsere Paare zu fotografieren. Wie es ist, ein gemeinsames »Ding« zu haben, wissen die beiden nur zu gut: Sie sind seit vier Jahren ein Paar.

Eine Giftwolke raste auf unsere Redakteurin …
… Judith Liere auf einer Südtiroler Apfelplantage zu. ­Liere rettete sich ins Auto. Der Fotograf Mario Wezel, mit dem sie für ihre Reportage über die verheerenden Folgen des Obstanbaus im Vinschgau unterwegs war, bekam eine Ladung ab. »Nach drei Tagen vor Ort wussten wir, wie gefährlich die Pestizide sein können«, sagt Liere.

Die männliche Honigbiene stirbt beim Sex, weil …
… ihr Hinterleib explodiert? Weil sie sich zu sehr verausgabt? Oder weil ihre Erektion einfach nicht nachlässt? Diese und 6702 weitere Fragen kann der »Unnützes-Wissen«-Fan ab sofort im neuen »Unnützes-Wissen«-Browser-Game beantworten. Egal, ob auf dem Handy, dem Tablet oder auf dem Desktop. neon.de/unnuetzeswissen

Sollte man einer Bekanntschaft beim ersten Date Essen servieren, das so aussieht? Nun, zumindest weiß man danach, ob man einen ähnlichen Humor hat. Und: Die Kushikatsu-Spieße, mit denen der Rezepteautor Sven Christ und der Fotograf Silvio Knezevic unsere neue Kochseite »Satt und glücklich« starten, schmecken im schlimmsten Fall auch alleine fantastisch.

So hält die Liebe! Brauchen Paare gemeinsame Interessen?

»Willst du ein Leben lang glücklich sein, schaffe dir einen Garten an«
Dieses Sprichwort beherzigen heute wieder junge Menschen. Und mieten sich in einer Schrebergartenkolonie ein. Beziehungsweise: Sie lassen sich auf eine Warteliste setzen, denn der Andrang ist enorm, wie unser Autor Christoph Koch bei der Recherche für den Auftakt unserer neuen Rubrik »Besser leben« feststellte. Übrigens: Der alte Heftteil »Kaufen« heißt jetzt »Machen«: mit regelmäßigen Geschichten übers Reisen, Kochen und alles, was uns in unserer Freizeit interessiert.

»Die öffentliche Debatte wird von Emotionen dominiert. Empörung, Erregung, Personalisierung, die Ich-Verhaftung ist nicht aufzuhalten.«
Eigentlich war der Plan, mit der Medienpolitikdozentin Chris­tiane Florin über ihr Essaybuch »Warum unsere Studenten so angepasst sind« zu reden. Beim Gespräch über schweigende Studenten, die lieber an Wasserflaschen nuckeln, als zu dis­kutieren, und die wissenschaftliche Texte nur noch nach dem emotionalen Mehrwert beurteilen, wurde schnell klar: Das Emo-Problem betrifft nicht nur die Uni.

Hindernisfahrt in Barcelona
Für unsere schicke Fahrradmodestrecke reisten die Mo­de­­­­redakteurinnen Lesley Sevriens und Aicha Reh nach Spanien. Dort mussten sie unter anderem fünf ­Models dazu bringen, harmonisch im Kreis zu ­fahren. Mussten Fahrraddiebe vertreiben. Und natürlich dafür sorgen, dass alles super aussieht. Das ist ihnen gelungen.

»Könnte NEON nicht noch ein bisschen besser, zeitgemäßer, moderner aussehen?«
Gute Frage. Wir finden: Ja. Und bedanken uns bei unserer Art-Direktorin Ji-Young Ahn für das neue Gewand, in dem sich NEON ab dieser Ausgabe präsentiert. Ahn hat den Look des Heftes gemeinsam mit ihrem Team überarbeitet – und wunderbare optische Umsetzungen für die vielen ­neuen

Geschichten, Rubriken und Seiten gefunden, die es nun jeden Monat in NEON gibt. Viel Spaß damit!

NEON erscheint seit zwölf Jahren. Und genau so lange ist Oliver Stolle dabei. Nun verlässt er uns. Ohne ihn als Chefredakteur würde es dieses überarbeitete Heft nicht geben. Immerhin das bleibt uns. Dafür danken wir ihm. Oli, wir werden dein Talent, deine Leidenschaft und deinen Bart sehr vermissen.


Die neue Ausgabe von NEON gibt es ab jetzt überall am Kiosk und auch digital für das Tablet auf iOS und Android. Hier können Einzelhefte des Magazins nachbestellt werden.

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