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Model zeigt Haare an den Beinen - und wird mit Vergewaltigung bedroht

Arvida Byström hält nicht viel von Mainstream-Vorstellungen, wie Frauen angeblich aussehen sollen. Für ein Foto einer neuen Werbekampagne wird das schwedische Model übelst beschimpft und bedroht.

Das schwedische Model Arvida Byström hat nach eigenen Angaben Vergewaltigungsdrohungen im Internet bekommen, nachdem sie sich für eine Werbekampagne ablichten ließ. Einige Nutzer störten sich an ihrem teilweise von gängigen Schönheitsidealen abweichenden Äußerem: Aus den zu bewerbenden Turnschuhen ragten Byströms naturbelassene, behaarte Beine heraus. "Mein Foto von der Adidas-Kampagne hat zu vielen schlimmen Kommentaren geführt", schreibt die 26-Jährige auf ihrem Instagram-Account.

Als "fähige, weiße junge Frau mit einem Normkörper" könne sie es sich gar nicht vorstellen, wie es sein müsse, "ohne all diese Privilegien" in dieser Welt zu "versuchen zu existieren". Sie rief ihre Follower auf, sich zu erinnern, dass nicht alle dieselben Erfahrungen machen würden. Sie bedankte sich auch für "all die Liebe", von der sie als Reaktion auf ihr Bild ebenfalls "viel bekommen" habe.

Bildband "Pics or It Didn't Happen": Bilder, die Instagram zu heiß waren
Vor diesen Bildern will Instagram seine Nutzer schützen

Lässig auf der Couch ein Selfie im Spiegel - wäre da nicht die Andeutung eines Nippels.


Arvida Byström und der Feminismus

Byström begann bereits als Zwölfjährige zu Fotografieren und Bilder von sich im Netz hochzuladen. Sie ist heute ein einflussreicher Instagram-Star mit über 200.000 Followern und arbeitet als Model. Bereits früh spezialisierte sie sich auf die Themen Feminismus und Geschlechterrollen. Mit ihren Bildern will sie Mainstream-Standards in Frage stellen und Mut machen, zu seinen vermeintlichen Makeln zu stehen.

bad selfie days b like

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me and some TP

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trying to show off some cellulites and a dimpled cherry 🍒

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kind of a look

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Unter dem aktuellen Post von Byström springen ihre Follower ihr bei und ermutigen sie, weiter ihr Ding durchzuziehen. "Bleib umwerfend, denn das bist du, glaub mir", schreibt eine Nutzerin. "Wenn du dich nicht rasieren willst, dann lass es doch. Scheiß auf die Hater", kommentiert ein anderer. Wiederum eine anderer schreibt: "Es ist großartig, starke Frauen zu sehen, die für so etwas einstehen. Ich hoffe, meine Töchter werden eines Tages auch so eine feministische Einstellung haben wie du."

Adidas, für deren Kampagne Byström modelte, springt der 26-Jährigen der BBC zufolge ebenfalls bei. Es sei "eine Ehre mit Künstlern wie Arvida zu arbeiten wegen ihrer Kreativität, Vielfalt und einzigartiger Ideen", teilte das Unternehmen demnach mit.

fin

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