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Fast Forward: Les Revenants

Breaking Bad, Game of Thrones, House of Cards: Alles schon gesehen. In der Rubrik Fast Forward blicken wir über den Tellerrand und empfehlen Serien, die nicht jeder kennt – im Schnelldurchlauf. Heute: Les Revenants

Imagebild der Serie "Les Revenants"

In "Les Revenants" sterben 38 Menschen bei einem Busunglück - und kehren Jahre später zu den Lebenden zurück.

"Les Revenants" - ein französisches Original

Intro:
Sequenzen von ertrunkenem Gamswild, Totenkränzen am Straßenrand, dunklen Gestalten in menschenleeren Tunneln untermalt von hellen Xylophonklängen und dunklem Basskontrast – das Intro zu „Les Revenants“ mit dem Song „Hungry Face“ von Mogwai schafft Düsternis und lockt zum Insichgehen. Das jedoch mit Gänsehautpotential.

Worum es geht:
In einem idyllischen französischen Bergdorf scheint die Zeit still zu stehen. Das jüngste Ereignis hat die Einwohner und Familien geprägt. Ein Schulbus mit 38 Insassen kommt von der Straße ab und überschlägt sich den Abhang hinunter. Alle sind sofort tot. Oder doch nicht?

Worum es wirklich geht:
„Les Revenants“ steht für die Wiederkehrer: Menschen, die nach und nach in die Gegenwart zurück kehren, obwohl sie bereits von ihren Familien und Freunden für tot erklärt und begraben wurden. Wie und warum sie zurück gekommen sind, ist weder ihnen selbst noch ihren Mitmenschen bewusst. Sie erinnern sich weder an ihren Tot, noch an den Augenblick, an dem sie wieder ins Leben zurück gekehrt sind. Sie streifen durch ihr gewohntes Umfeld, nur dass in allen Fällen nichts mehr gewohnt geblieben ist, abgesehen von ihnen selbst. Sie sind nicht gealtert. Für die Menschen, die sie einst liebten, ging das Leben aber weiter.

Besonderheiten:
Keine Ecken und Kanten, keine offene Fragen. Die Geschichte ist rund und authentisch, wenn man außer Acht lässt, dass Tote nicht wiederauferstehen. Dramatik ist omnipresent und wird unterstrichen durch zwielichtige, melancholische Musik von Mogwai. Jede Folge erzählt die individuelle Geschichte eines Rückkehrers. Irgendwie scheinen alle Schicksale auf eine merkwürdige Art miteinander verwoben zu sein.

Besonders ist, dass die französische Originalvorlage (2012) nach nur zwei Jahren unter dem amerikanischen Titel „The Returned“ adaptiert wurde. Das amerikanische Ergebnis ist eine nahezu 1:1-Übernahme sowohl der Handlung, der Dialoge als auch der Ähnlichkeit der Protagonisten zu ihren französischen Vorgängern.

Was nervt:
Überraschenderweise nichts.

Lieblingscharakter:
Chloé, die kleine Tochter von Adèle, weil Kinder in ihrer ehrlichen Art immer liebenswert und unbeschwert sind.

Gut gesagt:
„Wir Zombies müssen doch zusammenhalten.“ – Und das aus dem Mund einer 15-jährigen Wiederkehrerin, die die Serienhandlung charmant auf einen Punkt bringt.

Wo man es sehen kann:
Das Original erscheint seit 2012 im Französischen Sender Canal+ und ist seit 2013 bei Watchever online abrufbar. 2014 lief „Les Revenants“ endlich auch im deutschen Fernsehen über den Pay-TV-Sender RTL Crime. Für die zweite Staffel der französischen Erstauflage hat der Sender bereits große Pläne: Im Sommer 2016 gehts es mit Camille, Adèle und Co. bei RTL Crime mysteriös weiter.

Staffeln:
Die französische Originalserie fasst zwei Staffeln mit gesamt 16 Folgen à 50 Minuten. Die amerikanische Neuverfilmung wurde auf eine Staffel mit 10 Folgen reduziert und nach dem Dreh eingestellt.

Für Fans von:
Grusel und Drama in Kombi. Serienjunkies, die „The Walking Dead“ und anderen Grusel mögen, könnten an „Les Revenants“ Gefallen finden.

Alle Fast Forwards im Überblick findet ihr hier.



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