HOME

Man sieht sich immer zweimal – so solltest du deine Firma nicht verlassen

Du hast gekündigt und deine letzten Wochen liegen vor dir – kaum etwas ist weniger verlockend. Aber Obacht, jetzt nur nicht die Zügel schleifen lassen, sonst hinterlässt du einen üblen Nachgeschmack.

Ein Mann rennt mit Aktentasche aus einer großen Firma

Heimlicher Abgang? Ganz schlechte Idee! Zu einer Kündigung gehört auch, dass du Haltung zeigst – und dich korrekt verabschiedest.

Man kann es absolut verstehen: Dein Job hat dir nicht gepasst, du hast dich für etwas Neues entschieden und gekündigt. Das bedeutet aber in den meisten Fällen nicht, dass du einen Karton nehmen, deinen Schreibtisch leer räumen und gehen kannst. Auch wenn die meisten Hollywoodfilme uns das glauben machen. Klar, wenn du eine wichtige Schlüsselposition hattest, wirst du meist mit sofortiger Wirkung freigestellt. Aber wer hat die schon?

Die Realität sieht also so aus, dass du noch ein paar Wochen zur Arbeit gehen musst, obwohl du dich innerlich bereits verabschiedet hast. Nicht gerade sehr verlockend – aber: Hier zeigt sich, was in dir steckt! Hast du Eier oder nicht? Trittst du zuverlässig deinen Dienst an oder lässt du dein Ex-Team in spe hängen? Vorbild oder Kollegenschwein?

Überwinde deinen inneren Schweinehund

Eines muss dir klar sein: Dein Abgang entscheidet über deinen "Nachruf". Selbst wenn dir total egal ist, was die Leute in deiner Firma über dich denken, du weißt nie, wann und wo du sie noch einmal wiedertreffen wirst. Auch sie bleiben vielleicht nicht für immer dort, wo sie gerade sind, und ihr lauft euch irgendwann in der Zukunft noch einmal über den Weg. Falls sie sich dann noch an dich erinnern, dann sicher auch an deinen Abtritt.

Was du auch beachten solltest: Wenn du einfach den Kontakt abbrichst, sämtliche Kollegen bei Facebook entfreundest, dir eine neue Telefonnummer besorgst, dich krankschreiben lässt und abtauchst, kannst du dir sicher sein, dass in der Firma kein gutes Haar an dir gelassen wird. Niemand wird glauben, dass du wirklich krank bist, auch wenn du die tollste Krankschreibung vorlegst. Selbst wenn du aus dem letzten Loch pfeifst, erwarte kein Erbarmen. Denn dafür passt dein Verhalten viel zu gut zum gängigen Klischee.

Bleibt nur eins – der kategorische Imperativ: Auch wenn's schwerfällt, Kant hat immer Recht. 😉 Verhalte dich einfach so, wie du es auch von anderen erwarten würdest: korrekt. Du wirst sehen, wie gut es dir tut, in Frieden "Schluss zu machen". Du musst kein schales Gefühl haben, wenn du jemals wieder in die Nähe deines Betriebes kommst, weil du alles richtig gemacht hast. Du kannst in den Spiegel schauen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, ohne Angst vor Rufmord. 

Ein sauberer Abgang ist die beste Voraussetzung für einen Neustart.


Weitere Themen

Neon-Logo Das könnte Sie auch interessieren