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Geht doch fremd! Oder nicht?

Es ist so: Wer jemals in einer Beziehung war, es gerade ist oder noch vorhat in einer zu sein, muss sich mit der Frage beschäftigen, wie das eigentlich ist mit dem Fremdgehen. Schon alleine, weil es so oft passiert. Oder auch, weil man plötzlich und unverlangt Sex mit einer anderen will, oder weil es die Partnerin zu wollen scheint, oder weil der Partner offenbar schon dabei ist.

Wer liebt, den trifft das Verlangen nach jemanden, der nicht die Person ist, die man liebt, unvorbereitet. Man fühlt sich ein bisschen verarscht, denn so ist das nicht gedacht: Die meisten Menschen verabreden sich unausgesprochen zur Monogamie, wenn sie sich zusammen tun. Fremdgehen gilt als der ultimative Verrat, kurz vor heimlichen Kindern oder finanziellem Betrug.

Aber muss das so sein? Als ich anfing, mich für die Titelgeschichte der neuen Ausgabe von NEON mit der Frage zu beschäftigen, ob es eigentlich realistisch oder gar wünschenswert ist, sich mit der Liebe auch sexuell zu binden, fragte ich in meinem Bekanntenkreis nach Erfahrungen zu dem Thema und sprach mit Leserinnen und Lesern von NEON. Und siehe da, kaum jemand hat sie nicht, von der einen oder der anderen Seite. Es gibt diejenigen, die noch in jeder Beziehung ausgerutscht sind und trotzdem beschwören, es müsse nur der Richtige kommen, dem sie immer treu bleiben könnten. Es gibt die Leute, die Treue nicht so wichtig finden, das mit ihrem Partner aber nie besprochen haben. Es gibt die Opfer von Lug und Betrug, es gibt die gnädigen Wegschauerinnen und die verhinderten Täter. Es gibt die Typen, die immer wenn sie betrunken sind darüber jammern, dass ihre Freundin sie davon abhielte, einfach mal eine tolle Frau in einer Bar abzuschleppen – aber eigentlich ganz genau wissen, dass ihre Chancen bei der tollen Frau an der Bar nicht so besonders umwerfend sind. Auch in unserer Community gibt es viele Texte zum Thema.

Auch Manchmal ist es so, wie es die französische Schriftstellerin Marguerite Duras geschrieben hat: »Keine Ehe widersteht einem Unbekannten, der die Bar betritt.« Selbst wenn eigentlich alles bestens passt, kann das Bekannte frustrierend sein. Kommt in so einem Moment der passende Unbekannte ins Spiel kann es gefährlich werden – oder auch aufregend, das ist Ansichtssache. Eine Affäre, selbst eine Knutscherei, verändert eine Beziehung unbestreitbar und auf Dauer. Aber dass das immer zum Schlechtesten sein muss, steht nicht unbedingt fest, sondern hängt vor allem davon ab, wie man miteinander umgeht.

Jetzt interessiert uns: Wie seht ihr das? Lohnt sich Treue, oder kann sie gar nicht funktionieren? Ist es verständlich, wenn einer der Versuchung nachgibt, oder einfach nur mies? Fühlt sich fremdgehen eigentlich auch mal gut an, oder ist es eigentlich immer nur schlimm? Hinterlasst uns eure Geschichten vom Fremdgehen in den Kommentaren, selbstverständlich anonym. Wir freuen uns, von euch zu hören!

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