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Carolin Kebekus in Sambia - wie sie die Kampagne "Armut ist sexistisch" unterstützt

Frauen werden viel stärker von extremer Armut getroffen als Männer. Das fand die NGO One bereits 2015 heraus. Seitdem will sie mit verschiedenen Projekten darauf aufmerksam machen. Nun ist Carolin Kebekus in Sambia unterwegs - und stellt die Zusammenarbeit vor.

Kebekus beim Projekt Grassroots Soccer in Sambia.

Kebekus beim Projekt Grassroots Soccer in Sambia.

Carolin Kebekus ist eine Woche lang in Sambia unterwegs - sie unterstützt dort die Kampagne "Armut ist sexistisch" der NGO One. Einer Studie der Organisation zufolge werden Frauen bei extremer Armut doppelt benachteiligt, so werden jährlich 40.000 Mädchen zwangsverheiratet, viele haben immer noch einen schlechteren Zugang zu Bildung als Männer. Für NEON berichtet Kebekus darum jeden Tag kurz über ein Projekt der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika.

"Sportliches Programm in ! Gerade erst angekommen und direkt auf dem Platz! Warum? Weil die Jungs und Mädchen hier mit jedem Fußballspiel lernen, wie sie sich vor Aids schützen können und dass Mädchen selbst entscheiden dürfen, wann und mit wem sie Sex haben wollen. Hier muss sich keiner schämen, nach Kondomen zu fragen oder den HIV-Status testen zu lassen!“

Junge Frauen sind in Sambia von HIV/Aids besonders stark betroffen. Die Gründe dafür sind: sexuelle Gewalt, Verkehr mit deutlich älteren Partnern, mangelnde Aufklärung und unzureichende sexuelle Selbstbestimmung. 

Das Projekt Grassroots Soccer nutzt die große Beliebtheit von Fußball, um spielerisch über HIV/Aids und Sexualkunde aufzuklären. Zum Beispiel muss der Ball um Kegel herumgespielt werden, die für bestimmte Ereignisse oder Verhaltensweisen stehen – ungeschützten Sex, Sex mit vielen Partnern, Sex und Alkohol oder eine Teenagerschwangerschaft. Wer einen Kegel mit dem Ball berührt, muss wieder von vorne anfangen – so wie eine ungewollte Schwangerschaft ein junges Mädchen in ihrem Leben zurückwerfen kann. Am Rande des Programms können alle Beteiligten und auch nicht Beteiligten ihren Status testen lassen, sich informieren und Kondome erhalten.


NEON/Carolin Kebekus

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