Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Der Weg ins Darknet

Das Darknet ist das Internet, vor dem unsere Eltern uns gewarnt haben. Wir zeigen, wie man reinkommt.

1. Wie geht’s rein?
Ein normaler Browser bringt dich im Darknet nicht weiter, er kann die komplizierten Adressen nicht verstehen. Also muss man ihn mit einem Stückchen Zusatzsoftware aufmotzen. Am einfachsten geht das mit dem Tor Browser Bundle, das man hier für alle gängigen Betriebssysteme runterladen kann. Entpacke die Datei und starte sie. Es öffnet sich das Kontrollpanel, auf dem ziemlich viele verwirrende Optionen zu sehen sind. Wichtig für den Darknet-Laien ist der Button „Tor starten“. Tue das. Das Programm lädt eine Liste aller verfügbarer Tor-Server und verbindet sich mit ihnen auf einer zufälligen Route. So lässt sich die Identität des Nutzer nicht mehr zurückverfolgen. Kleiner Nachteil: Durch die Verschlüsselung sinkt die Verbindungsgeschwindigkeit auf Vor-DSL-Zeiten.

2. Wo soll’s hingehen?

Das Interface des Tor-Browsers sieht dem von Firefox oder Chrome zwar ähnlich. Doch das Darknet ist nicht Google-Country. Und die Adressen sind ein wenig komplizierter als FACEBOOK.COM. Etwaige Vertipper werden nicht einfach korrigiert. Man muss also genau wissen, wo man hin will. Gute Anlaufstellen, die Neulingen Orientierung bieten, sind das sogenannte HiddenWiki (http://wikitjerrta4qgz4.onion/), oder die TorLinks (http://torlinkbgs6aabns.onion/). Bezahlt wird im Darknet beinahe ausschließlich mit den sogenannten Bitcoins – einer nur schwer zurückverfolgbaren Krypto-Währung. Um Bitcoins zu bekommen, muss man sich einfach auf einem der zahlreichen Marktplätze wie zum Beispiel bitcoin.de anmelden. Hier kann man dann das Krypto-Geld gegen Euros vom eigenen Konto tauschen. Allerdings unterliegt der Kurs ziemlich heftigen Schwankungen, deshalb lieber erst eine Weile beobachten, bevor man zuschlägt.

Der Startbildschirm des TorBrowsers. Auf "Tor starten" klicken.

3. Und jetzt?
Tja, genau wie im Oberflächen-Web bleibt es natürlich jedem Nutzer selbst überlassen, was er im Darknet mit seiner Zeit anstellt. Ein bisschen Gras kaufen, mit den Anarchisten diskutieren, selbst zum Whistleblower werden und den Dreck am Stecken des eigenen Arbeitgebers öffentlich machen oder sich einfach nur von Link zu Link klicken und sich dabei arg konspirativ vorkommen. Wichtig ist: Eine aktuelle Antivirensoftware zu besitzen. Und selbstverständlich nie von einem Account mit Administratorenrechten ins Darknet gehen, weil sich sonst Viren und Trojaner wesentlich leichter Zugriff verschaffen können.


Magazintext: Netz der Finsternis
Unser Autor hat sich ins Darknet gewagt und einen Expeditionsbericht veröffentlicht – die ausführliche Reportage aus dem Dezember-Heft lest ihr hier.

Weitere Themen

Neon-Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools