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Kunst-Aktion gegen Trump: Diese Mauer soll Menschen vereinen

Donald Trump will eine Mauer zwischen den USA und Mexiko bauen. Jetzt wehrt sich eine Künstlerin mit einer eindeutigen Message dagegen - und ruft zum Mitmachen auf.

Als US-Präsident im Juni 2015 seine Kandidatur ankündigte, versprach er seinen Wählern gleichzeitig folgendes:

Ich werde eine großartige Mauer bauen - und niemand baut bessere als ich, glaubt mir - und ich werde sie sehr günstig bauen. Ich werde eine große, großartige Mauer an unserer südlichen Grenze bauen, und ich werde dafür sorgen, dass Mexiko diese Mauer bezahlt. Merkt euch meine Worte!

Was vielen anfangs unvorstellbar schien, wird nun unter Präsident Trump tatsächlich durchgesetzt: Am 10. März endete die Deadline für Vorschläge aus der Bevölkerung, wie genau diese Mauer nun eigentlich aussehen solle. Die Künstlerin Maddy Kramer hatte dafür eine ganz eigene Idee und veröffentlichte dieses Video:

Das darin vorgestellte Projekt nennt sie "The Most Beautiful Wall" - "Die schönste Mauer von allen". Es hat eine klare Botschaft: Für Kramer sind Mauern dazu da, Kunst daran zu präsentieren. Seien es Graffiti oder Ölgemälde, "Mauern sind nicht dazu da, um uns zu trennen, sondern für die Kunst", schreibt sie in dem Video und auf der zugehörigen Website.

Einwanderer-Kunst gegen Einwanderungsstopp

Deswegen soll mit "The Most Beautiful Wall" ein Ort geschaffen werden, der Kunst zeigt, statt Menschen zu trennen. Das Besondere daran: Die gezeigten Kunstwerke sollen speziell von Künstler*innen kommen, die selbst Einwanderer oder deren Nachkommen sind - so auch Kramer selbst. 

Ziel der Aktion ist es, eine gut 3000 Kilometer lange virtuelle Mauer mit Kunstwerken zu bestücken - das ist die ungefähre Länge der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko. "Künstler dürfen so viele Kunstwerke einreichen, wie sie möchten", sagt Kramer. "Es ist schließlich eine ziemlich lange Mauer, wir brauchen also jede Menge Kunst, um sie zu füllen!"

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