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Für Gewinner-Umschläge zuständiges Unternehmen entschuldigt sich für Oscar-Panne

Das für die Gewinner-Umschläge verantwortliche Unternehmen hat sich für die schwere Panne bei der Oscar-Verleihung entschuldigt.

Faye Dunaway (l.) und Warren Beatty gaben den Hauptpreis bekannt

Faye Dunaway (l.) und Warren Beatty gaben den Hauptpreis bekannt

Das für die Gewinner-Umschläge verantwortliche Unternehmen hat sich für die schwere Panne bei der Oscar-Verleihung entschuldigt. Bei der Verkündung des Hauptpreises für den besten Film hätten die Moderatoren am Sonntagabend versehentlich den Umschlag für die falsche Kategorie bekommen, erklärte die Wirtschaftsprüfungsfirma PricewaterhouseCoopers, die seit Jahren für Auszählung der Oscar-Stimmen zuständig ist. "Wir untersuchen derzeit, wie das passieren konnte, und bedauern diesen Vorfall zutiefst".

Bei der Oscar-Gala in Hollywood hatten die Schauspiel-Legenden und Warren Beatty die Aufgabe übernommen, den Preis für den besten Film bekanntzugeben. Sie verkündeten zunächst die Musical-Romanze "La La Land" als Sieger, gewonnen hatte aber "Moonlight". In einem turbulenten Finale der Preisverleihung wurde die Panne dann hektisch korrigiert.

entschuldigte sich bei Dunaway, Beatty, den Filmteams von "Moonlight" und "La La Land" und allen Zuschauern. Alle Beteiligten seien mit großem "Anstand" mit der Situation umgegangen.

Das "La La Land"-Team war nach der irrtümlichen Bekanntgabe bereits auf die Bühne gekommen und hatte mit seinen Dankesreden begonnen. Plötzlich brachen die Macher des Musical-Films jedoch ab und verkündeten, dass ein Fehler passiert sei und in Wahrheit "Moonlight" gewonnen habe.

Der 79-jährige Beatty sagte später, auf der Karte, die er aus dem Umschlag gezogen habe, hätten der Name der Schauspielerin Emma Stone sowie "La La Land" gestanden. Er habe deshalb Dunaway länger angeschaut, bevor er ihr die Karte gereicht habe. Dunaway hatte dann letztlich "La La Land" fälschlich als Gewinner ausgerufen. Stone hatte zuvor für ihre Rolle in dem Musical-Film den Oscar als beste Schauspielerin erhalten.

Bei PricewaterhouseCoopers sind die beiden Wirtschaftsprüfer Brian Cullinan und Martha Ruiz für die Oscar-Umschläge zuständig: Sie zählen mit einigen wenigen Helfern die Stimmen der mehr als 6000 Mitglieder der Oscar-Filmakademie aus, die über die Sieger entscheiden. Damit die Namen bis zur letzten Minute geheim bleiben, werden die Stimmen grundsätzlich von Hand ausgezählt und nicht auf Computern gespeichert.

Cullinan und Ruiz bekommen dann jeweils einen kompletten Satz Karten, auf die sie die Namen der Sieger schreiben - es gibt jede Gewinner-Karte also zweimal. Dann stecken sie die Karten in Umschläge und kleben diese zu. Die Moderatoren erfahren erst beim Öffnen der Umschläge, wem sie den Preis überreichen.

AFP

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