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Google setzt auf neue Hardware und mehr künstliche Intelligenz

Neue Pixel-Smartphones, Kopfhörer mit Echtzeit-Übersetzungsfunktion und eine preisgünstige Version des intelligenten Lautsprechers Home: Mit einer ganzen Reihe neuer Produkte hat der

Pixel 2 (r.) und Pixel 2 XL

Pixel 2 (r.) und Pixel 2 XL

Neue Pixel-Smartphones, Kopfhörer mit Echtzeit-Übersetzungsfunktion und eine preisgünstige Version des intelligenten Lautsprechers Home: Mit einer ganzen Reihe neuer Produkte hat der US-Internetkonzern den Konkurrenten Apple und Amazon im Hardware-Bereich den Kampf angesagt. Dabei will Google künstliche Intelligenz noch enger mit dem Alltag seiner Nutzer verweben. Die Geräte "ahnen eure Bedürfnisse voraus", verkündete Hardwarechef Rick Osterloh am Mittwochabend bei der Präsentation in San Francisco.

Google habe "hart daran gearbeitet", sich zu verändern, sagte Konzernchef Sundar Pichai - hin zu einer Welt, in der es heiße "künstliche zuerst". Diese soll sich dabei vor allem aus Googles digitalem Assistenzsystem Assistant speisen, das unter anderem mit Amazons Alexa und Microsofts Cortana konkurriert.

Wie die künstliche Intelligenz funktionieren kann, zeigt sich auch an den neuen des Internetriesen, der jüngst wesentliche Teile des kriselnden Smartphone-Herstellers HTC aus Taiwan gekauft hatte - und damit nun wie der iPhone-Hersteller Apple sowohl Hard- als auch Software der Geräte kontrollieren kann.

So setzt die zweite Version der Pixel-Handys bei seinen Kameras auf intelligente Softwarehilfe. Die mit den Smartphones geknipsten Fotos sollen sich durch rechenintensive Prozesse spürbar verbessern lassen. Der Analyst Ian Fogg von der Beratungsfirma IHS Markit sprach von "technisch beeindruckenden" Ergebnissen.

Preislich angesiedelt sind die Smartphones im oberen Segment. Das Pixel 2 gibt es seit Mittwoch in einigen Ländern ab 649 Dollar (gut 550 Euro), das Pixel 2 XL ist für 849 Dollar zu haben. Das Pixel 2 hat einen 5-Zoll-Bildschirm, die größere Variante gibt es mit 6 Zoll. Ähnlich wie bei den Geräten der Konkurrenten umfasst der Bildschirm mittlerweile fast das die gesamte Vorderseite des Handys.

Google habe "hart dafür gearbeitet", dass künstliche Intelligenz die Geräte noch benutzerfreundlicher mache, sagte Konzernchef Pichai. "Ihr könnt mit euren Geräten ganz natürlich interagieren, über eure Stimme oder indem Ihr sie berührt", betonte -Chef Osterloh.

Neben den neuen Smartphones präsentierte Google in San Francisco auch eine kleinere Variante seines intelligenten Home, den Home Mini. Diese schlankere Version mit einem Startpreis von 49 Dollar sei nun "für mehr Menschen erschwinglich", erklärte der Konzern. Auch ein neues Pixelbook, das gegen Apples iPad Pro und Microsofts Surface antreten soll, sowie die intelligente Kamera Google Clips stellte der Konzern vor.

Für Aufsehen sorgten zudem Googles neue Ohrstöpsel Pixel Buds, die Unterhaltungen in Echtzeit übersetzen sollen - und damit Vergleiche mit dem legendären Unviversalübersetzer "Babelfisch" aus dem Science-Fiction-Klassiker "Per Anhalter durch die Galaxis" weckten. Google zeigte eine Unterhaltung, bei der ein Teilnehmer auf Schwedisch und der andere auf Englisch sprach. In Verbindung mit den neuen Smartphones und dem Google Assistant sollen die Ohrhörer in der Lage sein, Konversationen ohne Verzögerung in eine von 40 Sprachen umzuwandeln.

Sowohl die Kamera als auch die Ohrstöpsel stünden beispielhaft dafür, was Google tun könne, wenn es seinen digitalen Assistenten zum Einsatz bringe, erklärte Ross Rubin von Reticle Research. Die neuen Produkte des Konzerns seien dafür konzipiert, "Google in mehr Bereiche des eigenen Lebens mitzunehmen, besonders ins eigene Zuhause".

AFP

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