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Hobby-Pilot Harrison Ford entgeht schwerem Unfall bei Landung

Der flugbegeisterte Hollywoodstar Harrison Ford ist bei der Landung auf einem kalifornischen Flughafen haarscharf einem schweren Unfall entgangen.

Harrison Ford 2001 im Cockpit

Harrison Ford 2001 im Cockpit

Der flugbegeisterte Hollywoodstar ist bei der Landung auf einem kalifornischen Flughafen haarscharf einem schweren Unfall entgangen. Der 74-jährige "Indiana Jones"-Star und Hobbypilot habe beim Anflug auf den John Wayne Airport in Orange County eine Rollbahn mit einer Landebahn verwechselt, berichtete der Fernsehsender NBC am Dienstag. Dabei flog er über eine Boeing 737 mit 116 Insassen hinweg, zu Schaden kam aber niemand.

"Sollte dieses Passagierflugzeug da unter mir sein?", fragte Ford laut nach seinem riskanten Manöver den Fluglotsen. Der Sender berief sich dabei auf Aufnahmen aus dem Kontrollzentrum des John Wayne Airport, der rund 70 Kilometer südlich von Los Angeles liegt. Fords Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Der Sprecher der Flugsicherheitsbehörde FAA, Ian Gregor, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Vorfall werde untersucht. Die Namen der Beteiligten an Zwischenfällen im Flugverkehr nenne seine Behörde grundsätzlich nicht.

Gregor führte aus, dass die Fluglotsen einer einmotorigen Maschine vom Typ Aviat Husky am Montagnachmittag Landeerlaubnis auf der Bahn 20L des erteilt hätten. Der Pilot habe die Anweisungen auch "richtig" wiederholt, sei dann aber auf einer "parallel verlaufenden" Rollbahn gelandet und habe dabei eine Boeing 737 überflogen.

Laut NBC konnte die dennoch nur wenige Minuten später sicher nach Dallas starten. Die Strafen in den USA für Landungen auf Rollbahnen reichen von einfachen Verwarnungen bis zum Entzug der Fluglizenz.

Ford überstand schon mehrere Flugunfälle glimpflich. So brach sich der passionierte Sammler von Oldtimer-Maschinen vor zwei Jahren bei einer Bruchlandung mit einem Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem Golfplatz in Santa Monica einen Arm und erlitt zudem leichtere Kopfverletzungen.

Eine weitere Bruchlandung leistete er sich mit einem Hubschrauber bei einer Flugschau im kalifornischen Bezirk Ventura 1999, ein Jahr später schlidderte er mit einer Beechcraft Bonanza-Maschine bei einer Notlandung über die Piste eines Airports im US-Bundesstaat Nebraska.

Laut eigenen Aufzeichnungen hat Ford schon mehr als 5200 Flugstunden absolviert. Er darf mit Flugzeugen, Wasserflugzeugen und Hubschraubern starten.

AFP

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