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Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Markt im Nordwesten Pakistans

Bei einem Bombenanschlag auf einen Markt im unruhigen Nordwesten Pakistans sind am Samstag mindestens 20 Menschen getötet und 40 weitere zum Teil schwer verletzt worden.

Viele Tote bei Anschlag auf Markt in Pakistan

Viele Tote bei Anschlag auf Markt in Pakistan

Bei einem Bombenanschlag auf einen Markt im unruhigen Nordwesten sind am Samstag mindestens 20 Menschen getötet und 40 weitere zum Teil schwer verletzt worden. Nach Behördenangaben explodierte der in einer Kiste versteckte Sprengsatz auf einem belebten Gemüsemarkt in der Stadt Parachinar. Zunächst war von 13 Toten die Rede gewesen.

Videoaufnahmen vom Anschlagsort zeigten, wie Menschen panisch schreiend versuchen, den Markt zu verlassen. Nach Angaben des Militärs wurden die Verletzten in Krankenhäuser in Peshawar gebracht. Laut Behördenangaben schweben zwölf der mindestens 40 Verletzten in Lebensgefahr. Auf denselben Markt war bereits im Dezember 2015 ein Anschlag verübt worden. Damals starben mindestens 23 Menschen, mehr als 30 wurden verletzt.

Parachinar ist die Hauptstadt des an der Grenze zu Afghanistan gelegenen Bezirks Kurram. In der Region leben hauptsächlich . Der Bezirk in den unwegsamen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan ist bekannt für Zusammenstöße zwischen Sunniten und Schiiten, die rund ein Fünftel der 200 Millionen Einwohner Pakistans ausmachen. Bei Angriffen und Anschlägen islamistischer Gruppen wurden in den vergangenen Jahren in Pakistan tausende Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet.

In einem Telefonanruf bei der Nachrichtenagentur AFP bekannte sich eine Abspaltung der sunnitisch-islamistischen Untergrundorganisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) zu dem Anschlag. Sie kündigte weitere Anschläge an, solange Schiiten den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Bürgerkrieg in seinem Land unterstützen würden.

AFP

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