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Ratingagentur Moody's zahlt hohe Strafe für Fehlbewertung von Immobilienpapieren

Die US-Ratingagentur Moody's muss wegen übermäßig positiver Bewertungen riskanter Immobilienpapiere vor der Weltfinanzkrise 2008 eine hohe Strafe zahlen: In Verhandlungen mit dem US-Justizministerium

Muss zahlen: Moody's

Muss zahlen: Moody's

Die US-Ratingagentur Moody's muss wegen übermäßig positiver Bewertungen riskanter Immobilienpapiere vor der Weltfinanzkrise 2008 eine hohe Strafe zahlen: In Verhandlungen mit dem US-Justizministerium und 21 Bundesstaaten einigte sich Moody's auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 864 Millionen Dollar (813 Millionen Euro), wie das Ministerium am Freitag (Ortszeit) in Washington mitteilte.

Das Justizministerium hatte der Agentur vorgeworfen, hochriskante Wertpapiere, die zum Teil mit faulen Immobilienkrediten besichert waren, viel zu positiv bewertet zu haben. Damit seien Kunden zum Kauf der Papiere verleitet worden, deren hohes Risiko ihnen nicht bewusst gewesen sei. Derartige Immobilienpapiere standen im Zentrum der Entwicklung, die 2008 zur Weltfinanzkrise führte.

Das zeigte sich zufrieden mit dem Vergleich. Moody's zahle nicht nur eine "beträchtliche Strafe", sondern habe zudem sein Fehlverhalten eingestehen müssen, erklärte es. Mit der Bewertung solcher Papiere gehe die Agentur nun vorsichtiger um.

Im Jahr 2015 hatte das Ministeriums bereits einen solchen Vergleich mit Standard and Poor's geschlossen, einem Konkurrenten von Moody's. Die Agentur hatte 1,37 Milliarden Dollar zahlen müssen.

AFP

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