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USA bestätigen Freilassung von vier Gefangenen im Iran

Die US-Regierung hat die Freilassung von vier US-Bürgern im Iran bestätigt.

Rezaian ist Korrespondent der "Washington Post"

Rezaian ist Korrespondent der "Washington Post"

Die US-Regierung hat die Freilassung von vier US-Bürgern im Iran bestätigt. Bei den Freigelassenen handele es sich um Amir Hekmati, Saeed Abedini, Jason Rezaian und Nosratollah Khosravi-Roodsari, sagte ein US-Regierungsvertreter am Samstag in Washington.

Zugleich seien sieben Iraner begnadigt worden, die in den USA wegen Verstößen gegen die Iran-Sanktionen verurteilt worden seien oder auf ihren Prozess warteten. Sechs davon haben den Angaben zufolge auch die US-Staatsbürgerschaft.

Im Zuge des beispiellosen Gefangenenaustauschs seien zudem die bei Interpol eingereichten Haftbefehle gegen 14 Iraner zurückgenommen worden, deren Auslieferung als unwahrscheinlich galt, sagte der US-Regierungsvertreter. Außerdem habe Teheran versprochen, den Verbleib des früheren FBI-Agenten Robert Levinson zu klären, der seit März 2007 im Iran vermisst wird. Auch der US-Bürger Matthew Trevitick solle im Zuge eines anderen Verfahrens aus iranischer Haft entlassen werden.

Hekmati ist ein früherer US-Soldat, der im August 2011 festgenommen und wegen Spionage verurteilt wurde, Abedini ist ein Pfarrer, der seit Dezember 2012 in Haft saß, und Rezaian ist der Korrespondent der "Washington Post", der im Juli 2014 inhaftiert und Ende November wegen Spionage zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Über Khosravi-Roodsari ist bisher nichts bekannt. Die "Washington Post" begrüßte am Samstag die Freilassung von Rezaian nach mehr als 500 Tagen in Haft.

Irans Präsident Hassan Ruhani hatte Ende September angekündigt, dass sein Land zu einem Gefangenenaustausch bereit sei. Laut Irans UN-Botschafter Gholam Ali Khoshroo wurde der "noch laufende" Gefangenenaustausch über ein Jahr von der Schweiz vermittelt. Die Schweiz vertritt die Interessen Washingtons in Teheran, seitdem die USA und der Iran wegen der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran 1979 ihre diplomatischen Beziehungen abgebrochen hatten.

Die Verkündung des Gefangenenaustauschs erfolgte, während Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in Wien mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini und US-Außenminister John Kerry zu Gesprächen über das im Juli geschlossene Atomabkommen zusammentraf. Es wurde erwartet, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) noch am Samstag dem Iran bescheinigt, dass er seine wichtigsten Verpflichtungen aus dem Abkommen erfüllt hat.

AFP
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