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Western-Thriller "The Revenant" mit drei Golden Globes ausgezeichnet

Die mühsamen Dreharbeiten im Schnee haben sich gelohnt: Der Western-Thriller "The Revenant - Der Rückkehrer" hat bei der Verleihung der Golden Globes gleich drei der Filmpreise abgeräumt.

DiCaprio gilt als Favorit für einen Oscar

DiCaprio gilt als Favorit für einen Oscar

Die mühsamen Dreharbeiten im Schnee haben sich gelohnt: Der Western-Thriller "The Revenant - Der Rückkehrer" hat bei der Verleihung der Golden Globes gleich drei der Filmpreise abgeräumt. Der Film wurde bei der Gala in Los Angeles gestern Abend als bestes Drama ausgezeichnet. Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio wurde als bester Schauspieler in einem Drama geehrt, der Mexikaner Alejandro González Iñárritu als bester Regisseur.

DiCaprio spielt in dem Film den legendären Trapper Hugh Glass, der im verschneiten Wilden Westen Rache an den Mördern seines Sohnes nehmen will. "The Revenant" setzte sich in der Königskategorie "Bestes Drama" gegen das Liebesdrama "Carol," den Endzeitfilm "Mad Max: Fury Road", den Entführungs-Thriller "Room" und das Drama "Spotlight" durch, das sich um die Recherchen von US-Journalisten zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche dreht.

DiCaprio gewann gegen Michael Fassbender ("Steve Jobs"), Eddie Redmayne ("The Danish Girl"), Will Smith ("Erschütternde Wahrheit") und Bryan Cranston ("Trumbo"). Iñárritu schlug Todd Haynes ("Carol"), Tom McCarthy ("Spotlight"), George Miller ("Mad Max: Fury Road") and Ridley Scott ("Der Marsianer - Rettet Mark Watney") aus dem Rennen.

Mit seinem dritten Golden Globe in den Händen gilt DiCaprio als heißer Anwärter auf den Oscar für die beste Hauptrolle - bislang ging er bei den Oscars trotz mehrerer Nominierungen stets leer aus. Für "The Revenant" nahm der 41-Jährige schwierige Drehbedingungen in Kauf. Er aß eine rohe Bisonleber, verbrachte Stunden liegend im Schnee und stieg in eiskalte Flüsse.

Der Hollywoodstar, dessen Filmfigur zur Hälfte indianischer Abstammung ist, sagte in seiner Dankesrede, er teile den Preis "mit allen amerikanischen Ureinwohnern und den indigenen Völkern in aller Welt". "Es ist an der Zeit, Eure Stimme zu hören und dass wir den Planeten für zukünftige Generationen schützen."

Iñárritu zeigte sich "überrascht" über die Auszeichnung. "Ich kann kaum sagen, wie überrascht ich bin und wie stolz ich bin, diesen Film überlebt zu haben", sagte er mit Blick auf die harten Drehbedingungen.

Das Liebesdrama "Carol" über die Beziehung zwischen einer Hausfrau und einer Verkäuferin im New York der 50er Jahre war mit fünf Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen, ging aber leer aus. Cate Blanchett und Rooney Mara waren für ihre Rollen in dem Film beide als beste Hauptdarstellerin nominiert. Die Auszeichnung ging aber an Brie Larson für ihre Rolle in "Room".

Der Weltraumfilm "Der Marsianer" von Regisseur Ridley Scott bekam den Golden Globe für die beste Komödie. Hauptdarsteller Matt Damon wurde als bester Schauspieler in einer Komödie ausgezeichnet.

Als beste Schauspielerin in einer Komödie wurde Jennifer Lawrence für ihre Rolle in der Familiengeschichte "Joy - Alles außer gewöhnlich" geehrt. Als beste Nebendarsteller wurden Kate Winslet für ihre Rolle in "Steve Jobs" und Sylvester Stallone für seine Leistung in "Creed - Rocky's Legacy" ausgezeichnet.

Auch Popdiva Lady Gaga bekam einen Golden Globe. "Ich wollte schon Schauspielerin werden, bevor ich Sängerin wurde", sagte die 29-Jährige, als sie unter Tränen den Preis für ihre Rolle in der Mini-Fernsehserie "American Horror Story: Hotel" entgegennahm. Als bester Animationsfilm wurde der Pixar-Film "Alles steht Kopf" ausgezeichnet.

Die Golden Globes werden zum 73. Mal vom Verband der Auslandspresse in Hollywood vergeben. Die Filmpreise gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscar-Verleihung am 28. Februar.

Moderiert wurde die Gala zum vierten Mal von dem bissigen britischen Komiker Ricky Gervais, der nicht mit Seitenhieben auf Prominente sparte. Er spielte unter anderem auf den Sexskandal um Bill Cosby und die Alkoholprobleme von Mel Gibson an.

AFP
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