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WHO-Experten: Womöglich wirksamer Impfstoff gegen Ebola entdeckt

Im Kampf gegen die Infektionskrankheit Ebola könnte nach Einschätzung von WHO-Experten ein "fast hundertprozentig" wirksamer Impfstoff gefunden sein.

Der Impfstoff wurde in Kanada entwickelt

Der Impfstoff wurde in Kanada entwickelt

Im Kampf gegen die Infektionskrankheit könnte nach Einschätzung von WHO-Experten ein "fast hundertprozentig" wirksamer Impfstoff gefunden sein. Der in kanadischen Labors entwickelte Impfstoff rVSV-ZEBOV wurde im vergangenen Jahr im westafrikanischen Guinea getestet, wie Marie-Paule Kieny von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mitteilte.

Von den 6000 Menschen, die damit geimpft wurden, sei im vergangenen Jahr niemand an Ebola erkrankt. Hingegen habe es in Guinea 23 Ebola-Erkrankungen bei nicht geimpften Menschen gegeben. "Das legt nahe, dass der sehr effizient ist und eine bis zu hundertprozentige Wirksamkeit erreichen könnte", sagte Kieny.

Die Fachzeitschrift "The Lancet" will die Testergebnisse am Freitag veröffentlichen. Der US-Forscher Thomas Beisbert zeigt sich in einem Beitrag ebenfalls überzeugt von dem neuen Mittel. "Nach 40 Jahren scheint es so zu sein, dass wir nun einen wirksamen Impfstoff gegen die Ebola-Krankheit haben", schreibt Beisbert. Der US-Konzern Merck hat die Rechte an dem Medikament, das 2018 auf den Markt kommen könnte.

war das Land, in welchem das Ebola-Virus im Dezember 2013 zuerst aufgetreten war. Die Epidemie breitete sich anschließend auf die Nachbarländer Sierra Leone und Liberia aus, einzelne Fälle gab es auch in Mali, Nigeria und im Senegal.

Durch die Epidemie wurden laut bei insgesamt 29.000 registrierten Fällen in mehreren Ländern rund 11.300 Menschen getötet. Viele Experten gehen allerdings von höheren Opferzahlen aus. Es war die tödlichste Ebola-Epidemie seit Entdeckung der Krankheit im Jahr 1976.

Ebola ist hoch ansteckend, sobald Patienten Symptome der Krankheit wie Fieber, Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall aufweisen. Übertragen wird die Krankheit durch Körperflüssigkeiten.

AFP

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