In Belgien ist ein junger Mann für die Ermordung seiner Eltern und seiner Schwester mit rund hundert Messerstichen zu 26 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in Brüssel berief sich am Mittwoch bei der Verkündung des Strafmaßes auf die Schwere der Schuld, die der Angeklagte bis zuletzt leugnete. Als Motiv hatten die Geschworenen ein schlechtes Verhältnis von Täter und Opfern ausgemacht. Die Verteidigung hatte wegen seines Alters und "beschränkten" Geisteszustands bei der Tat eine Strafe von höchstens 20 Jahren gefordert, die Staatsanwaltschaft wollte 30 Jahre.