Ägyptens Präsident Mansur warnt Islamisten vor Protesten

19. Juli 2013, 07:23 Uhr

Vor den für Freitag angekündigten erneuten Massenprotesten in Ägypten hat Übergangspräsident Adli Mansur Entschlossenheit demonstriert.

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Vor den für Freitag angekündigten erneuten Massenprotesten in Ägypten hat Übergangspräsident Adli Mansur Entschlossenheit demonstriert. Der "Kampf für Sicherheit" werde bis zum Ende geführt, sagte er in der ersten TV-Ansprache seit seinem Amtsantritt. Ägypten befinde sich an einem "entscheidenden" Punkt seiner Geschichte und es gebe einige, die das Land "ins Ungewisse steuern" wollten, fügte Mansur hinzu. "Wir werden die Revolution bewahren", sagte er.

Präsident Mohammed Mursi war Anfang Juli vom Militär entmachtet worden. Seitdem kommt das Land nicht zur Ruhe, da sich sowohl seine Anhänger als auch seine Gegner immer wieder zu Massenprotesten versammelten. Regelmäßig kam es dabei zu gewalttätigen Zusammenstößen beider Lager sowie zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei denen in den vergangenen Wochen dutzende Menschen getötet wurden.

Die Muslimbruderschaft, der Mursi entstammt, hat für Freitag erneut zu Demonstrationen für seine Wiedereinsetzung ins Amt aufgerufen. Mursis Gegner wollen ebenfalls protestieren. Die ägyptische Armee rief am Donnerstag zu friedlichen Protesten auf und warnte vor jeglicher "Abkehr von der friedlichen Meinungsäußerung". Wer am Freitag zu gewalttätigen Mitteln greife, bringe sein Leben in Gefahr und müsse mit "entschiedenen Reaktionen" rechnen, hieß es in einer Erklärung, die das Militär auf seiner Facebookseite veröffentlichte.

AFP